19/07/2026
Ich wollte meinem Sohn etwas beibringen. Am Ende haben wir beide gelernt.
Vor einigen Wochen fragte mich mein Sohn, ob er sein Schulpraktikum bei mir verbringen könnte.
Meine erste Reaktion? Was soll er eine ganze Woche bei einer mobilen Wellnessmasseurin lernen? 🤔
Heute kenne ich die Antwort. Natürlich hat er meine Arbeit kennengelernt. Vor allem aber hat er gesehen, dass hinter meiner Selbstständigkeit viel mehr steckt als die Massage, die meine Kunden am Ende erleben.
Planung, Buchhaltung, Marketing, Kunden- kommunikation, Materialeinkauf, Kalkulation und jeden Tag viele kleine und größere Entscheidungen.
Interessanterweise hat diese Woche aber auch mir etwas gezeigt. Während ich meinem Sohn erklärte, wie mein Unternehmen funktioniert, habe ich selbst noch einmal mit anderen Augen darauf geschaut. Wie viele unterschiedliche Aufgaben ich mittlerweile ganz selbstverständlich übernehme, wie viel ich in den vergangenen Jahren gelernt habe und wie sehr ich selbst mit meinem Business gewachsen bin.
Aber auch mein Sohn hat mich überrascht. Er stellte unglaublich viele Fragen und entwickelte am Ende der Woche sogar mit Begeisterung seine eigene Geschäftsidee.
Und plötzlich war es nicht mehr nur ein Schulpraktikum.
Wir haben über Selbstständigkeit gesprochen, über Chancen, über Herausforderungen, über eigene Ideen und darüber, seinen eigenen Weg zu finden. Ich wollte ihm in dieser Woche meine Arbeitswelt zeigen. Am Ende hat er mir einen neuen Blick auf meine eigene gegeben.
Vorurteile entstehen oft auf Distanz, Verständnis entsteht im Gespräch.
Und vielleicht können unterschiedliche Generationen viel mehr voneinander lernen, als wir manchmal denken.
Welche Erfahrung hast du damit gemacht?