06/08/2026
Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich in meinen Yogastunden etwas unterrichte, das ich meinen Teilnehmerinnen im Alltag eigentlich gar nicht wünsche 🤫
Ich habe alles gemacht, wie ich es gelernt hatte:
Ich habe gesagt, wann sie tiefer gehen sollen.
Wann sie wieder aus der Haltung herauskommen.
Wann sie einen Block nutzen sollen.
Wann es Zeit für eine Pause ist.
Und alle haben darauf gehört 🤔
Und obwohl das völlig normal ist und in vielen Yogastunden genauso gemacht wird, hat sich für mich irgendwann eine Frage gestellt:
Wie sollen Frauen lernen, sich selbst wieder zu vertrauen, wenn ich ihnen ständig sage, was richtig ist?
Das passiert im Alltag ja schon ständig 😬
Also habe ich angefangen, meinen Unterricht zu verändern.
Heute lade ich meine Teilnehmerinnen viel öfter ein, selbst auszuprobieren.
• Mit Block oder ohne?
• Eine andere Variante wählen?
• Noch eine Runde bleiben oder lieber jetzt schon herauskommen?
• Eine Pause machen oder weitermachen?
Denn ich stecke nicht in ihrem Körper und hatte nicht ihren Tag. Ich weiß gar nicht, was genau sie jetzt gerade brauchen und will auch nicht so tun, als ob 🙈
Ich wünsche mir, dass meine Yogastunden ein Raum sind, in dem Frauen Schritt für Schritt wieder lernen, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.
Denn je öfter sie das bei mir üben, desto leichter fällt es ihnen irgendwann auch außerhalb der Yogamatte im Alltag.
Und genau dann kann Yoga wirklich etwas verändern 🤍