Reitunterricht und Hippotherapie Carola Etzrodt

Reitunterricht und Hippotherapie Carola Etzrodt Carola Etzrodt
Übunglseiter-R VFD
Physiotherapeutin
Hippotherapeutin(DKThR)
Pferdegestütztes Coaching

Pferde brauchen Abenteuer…… stand mal als Überschrift auf einem Facebookartikel und darunter beschrieb eine Dame einen A...
07/07/2026

Pferde brauchen Abenteuer…
… stand mal als Überschrift auf einem Facebookartikel und darunter beschrieb eine Dame einen Aufbruch zu einem Wanderritt.
Ich frage mich, ob die Pferde wirklich das Abenteuer brauchen oder auch einfach damit zufrieden sind, auf riesengroßen Weiden hin und her zu ziehen.
Ich muss jedenfalls nicht auf einen mehrtägigen Wanderritt gehen, um das Abenteuer zu erleben, ich erlebe es täglich vor meiner Haustür.
An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass ich bereits mehrere 4 tägige Wanderritte in meinem Leben organisiert und durchgeführt habe und das ich 2005 von Kunnersdorf (Schöpstal) nach Potsdam geritten bin, um dort zum Tag der deutsche Einheit in einer Parade mitzureiten.
Nun zu den Abenteuern:
Prinzipiell ist für unsere neurodivergenten Pferde Kasimir und Marah bereits der Rasensprenger auf dem Sportplatz, an dem wir vorbereiten ein Abenteuer, bei dem Kasimir gern lieber wieder nach Hause geht.
Wir haben einen schönen Mischwald vor der Haustür, in dem sich Rehe tummeln und seit neuestem auch wieder ein Wildschwein, eine Begegnung zwischen Pferd und Schwein ist für die Pferde seeeeeeeeehr aufregend. Muss man mal erlebt haben.
Und dann gibt es noch Rudi. In der kurzen Woche um Pfingsten rum, traf ich bei meiner morgendlichen Waldrunde auf einen Hund, besser: er traf mich. Irgendetwas hechelte an Marahs Hinterbeinen. Ein aufgeschlossener Junghund hatte sich entschieden bei uns mitzulaufen und weit und breit kein Mensch zu sehen. Gut im Wald kann man generell nicht so weit blicken, aber prinzipiell denke ich, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehen würde, wäre mir Sichtkontakt schon wichtig. Da die Straße nur gut 20 Meter parallel zu uns verlief, war meine erste Idee: Weiterreiten. Mit freundlichen Worten forderte ich den Hund auf, mir zu folgen. Der fand das Klasse und auch Marah hatte nichts dagegen einzuwenden.
Während ich weiter in den Wald hinein ritt, überlegte ich angestrengt, was ich mit dem herrenlosen Hund jetzt mache. Wenig später hörte ich eine Hundepfeife. Ich reagierte darauf mit lautem Rufen, der Hund reagierte darauf gar nicht, warum auch, so ein Pferd ist deutlich interessanter.
Weitere 200m später erblickte ich die Hundeführerin und nun entschied sich auch Rudi (so hieß nämlich der Hund) zu ihr zu gehen und uns als neue Freunde vorzustellen.
Die Hundeführerin reagierte betroffen und leinte Rudi wieder an, dann erzählte sie mir, sie habe den Hund als Pflegestelle erst seit 3 Wochen und wenn der andere Hund dabei ist (sie hatte noch einen 2.Hund) dann rennt er auch nicht weg. Außerdem meinte sie noch, dass sie sich sehr gefordert mit diesem Hund fühle.
Ich verkniff mir sämtliche gut gemeinten Kommentare bezüglich Brut- und Setzzeit und den Sinn einer Schleppleine und macht sie lediglich darauf aufmerksam, dass der Hund der stark befahrenen S111 sehr nahe gekommen war und hoffte, dass sie ihre eigenen Schlüsse zog.
Ich verabschiedete mich höflich und ritt weiter in Richtung Kunnerwitz. Ca 1,5 Kilometer später, kurz bevor ich die Koppeln erreichte, hatte mich Rudi wieder leinenlos eingeholt.
Seufz. Diesmal ging ich wortlos weiter meiner Wege und Rudi verabschiedete sich kurz darauf wieder gut gelaunt von uns. Was soll ich dazu sagen?
Zwei Tage später war ich mit Naomi an der selben Stelle unterwegs, diesmal jedoch fand es Rudi supertoll aus dem Gebüsch von hinten in uns reinzubrettern. (Ich muss nicht erwähnen, dass wieder keine Leine an dem Hund war) Naomi quittierte das mit 4 Sätzen nach vorn.
Innerlich dankte ich Naomi für ihre beherrschte Art damit umzugehen und mit eine resignierten Seufzer ritt ich im Schritt weiter.
Einen anderen Tag trafen wir eine Kindergruppe im Wald, die Marahs Welt aus den Fugen geraten ließ, aber durch gemeinschaftliche Kommunikation, einen sehr vorausschauenden und umsichtigen Erzieher und 15 Leckerlies haben wir auch diese Problem ohne Komplikationen gelöst.
Ebenso haben zwei Hundespaziergängerin auf dem Zubringer zum Berzdorfer See Marahs Grundfeste erschüttert. Diesmal wirklich gute erzogenen Hunde, die uns aus reichlichen Abstand entgegenkamen. Eigentlich gab es für mich keinen ersichtlichen Grund warum Marah das gruselig fand, da uns auf dieser Strecke bereits mehrfach Hunde, Radfahrer, Autos, Wohnmobile und Enten begegnet sind. Jedoch sah Marah Hund und Mensch von weitem und verfiel ins Freeze. Der Hals war festgetackert und in Beton gegossen, mit jedem Schritt mit dem die “Gefahr” auf der anderen Straßenseite näher kam, wuchs in ihr der Wunsch, die Richtung um 180° zu ändern. Selbst nach dem Absteigen konnte ich die Leckerlies nur als Globulis in die Unterlippe drücken, weil sich an dem Pferd immer noch nichts bewegte.
Irgendwie kam sie dann wieder zu sich während ich mich als Schild vor ihr aufbaute und wir konnten gemeinsam den Weg fortsetzen.

Und wenn nicht irgendwelche Begegnungen der anderen Art unsere Ritte aufregend machen, dann die Natur selbst. Da unser Ausreitgebiet kein Forst sondern ein naturnahen Mischwald ist, haben wir auch einige “Witwenmacher” drohend über unseren Wegen hängen. Sturm, Regen und Zerfall sorgen dafür, dass sich die Umgebung regelmäßig ändert.
Und so stapfen unsere Pferde über umgestürzte Baumstämme, wir müssen uns unter tiefhängenden Ästen durchschieben und manchmal auch einen Weg durch neu entstandenes Dickicht bahnen, wenn eine Baumkrone auf dem Weg gelandet ist. Blöd nur wenn unser einäugiger Quintus dann rechts die Äste nicht sieht und dort sehenden Auges unsererseits hineinschwankt. Beim letzten Ausritt sorgte seine begriffsstutzige Art für ausreichend Gelächter.
Nun ja um den Satz eingangs wieder aufzugreifen denke ich, Pferde benötigen dosiert Reize um sich zu zuverlässigen Geländepartnern zu entwickeln. Das Abenteuer liegt meiner Meinung nach direkt vor der Haustür.

Die SchwalbenkinderAm Sonntag, den 30. Juni, wurde ein Hitzerekord erreicht. Meine Pferde haben sich entschlossen, nacht...
07/07/2026

Die Schwalbenkinder
Am Sonntag, den 30. Juni, wurde ein Hitzerekord erreicht. Meine Pferde haben sich entschlossen, nachts die Weide zu besuchen und tagsüber auf dem Paddock um die Wette zu schwitzen. Auch der sonst kühlere Stall heizte sich auf, und ich googelte schon nach Möglichkeiten, die Wärme dort rauszubekommen und den Pferden Abkühlung anzubieten.
Da aber die Pferde genug Schattenplätze auf dem Paddock haben, habe ich die Aktion “Wandventilator im Stall” nun auf einen To Do Zettel für die nächste Hitzewelle verlegt.
Als ich am Abend zu meine alltäglichen Pferdeäppelableserunde aufbrach saßen 4 aufgeplusterte Schwalbenkinder auf dem Stallboden, alle noch mit Flaum statt flugfähiges Gefieder. Eine kurze Google Recherche sagte mir, das diese bei den Temperaturen aus dem Nest springen, da es dort oben einfach zu warm wird.
Da es sich am Abend bereits etwas abgekühlt hat und die Tiere dort unten Gefahr liefen, von den Pferden erlatscht zu werden, setzte ich alle 4 kurzerhand wieder zurück ins Nest.
Danach kontrollierte ich alle weiteren 6 Schwalbennester auf meinem Hof, die offensichtlich besser belüftet waren. Aber mal ehrlich, im Stall stehen ja meistens die 4 Wallache und heizen mit ihrer Körperwärme die Bude noch mehr auf, als im Weidezelt oder in der Scheune.
Am nächsten Morgen war mein erster Blick im Stall, erneut hatten 2 Schwalbenkinder das Nest verlassen. Da ich nicht in der Lage bin, diese Tiere angemessen zu versorgen, hoffte ich weiterhin, dass die Eltern den Part übernehmen und setzte sie wieder rein. Diese Übung wiederholte ich am Montag noch zweimal. Am nächsten Morgen jedoch lag das 4. Schwälbchen tot im Stall. Die anderen 3 Küken fühlen sich bis jetzt allerdings pudelwohl und werden bald das Nest verlassen. Erst gestern habe ich eine kleine dicke Schwalbe unbeholfen an mir vorbeifliegen sehen, offensichtlich bei ihrem ersten Freiflug. Zumindest erinnerten mich ihre Bewegungen an W***y aus Biene Maja.

Operation WellensittichAn einem Donnerstag Nachmittag war ich auf dem Weg zum Reitplatz, um meine Ponyschüler zu begrüße...
07/07/2026

Operation Wellensittich
An einem Donnerstag Nachmittag war ich auf dem Weg zum Reitplatz, um meine Ponyschüler zu begrüßen und fand vor meiner Treppe einen grünen Wellensittich, der im Gras saß und versuchte, Grassamen abzupicken.
Vor ein paar Jahren hatte sich ein Nymphensittich zu mir verirrt, den ich leider nicht einfangen konnte. Nun war ich etwas verunsichert aufgrund der Begegnung und überlegte, wie ich dem kleinen Kerlchen helfen konnte. Gleich neben dem Kellerniedergang lag noch ein Spielzeug Kescher, mit dem ich tags zuvor die Tränkwannen von Schwebstoffen befreit habe. Noch etwas unentschlossen versuchte ich diesen über den Vogel zuwerfen, jedoch erfolglos, das kleine Tier flatterte in die Äste des Tannenbaums.
Kurzes Aufseufzen, da oben bekomme ich ihn nicht, Blick auf die Uhr, ich muss los meine Reitschüler einsammeln.
Auf dem Parkplatz erzählte ich all meinen Reitkindern was ich gerade erlebt habe, die Feuer und Flamme waren eine Fortsetzung dieses Zusammentreffens zu erleben.
Ich war wenig überzeugt davon, dass das kleine Tier bei unserer Rückkehr noch da war.
Die Überraschung war groß, der grüne Sittich saß wieder am selben Platz und hatte offenbar großen Hunger. Diesmal deutlich entschlossener fluffte ich den Kescher über den Piepmatz und jubilierte: Treffer, der Zwerg war eingefangen. Und jetzt? Ich habe weder Käfig noch sonst irgendwas, um das Tier zu halten.
Also durfte es kurzerhand in ein ungenutztes Zimmer zum Freiflug. Eine Schale Wasser und etwas Vogel Ganzjahresfutter mussten zur Überbrückung herhalten.
Nun wurden erst einmal die Reitkinder versorgt, die während der Zeit, wo sie da waren, ganz euphorisch regelmäßig in das Fenster schauten, wo sich immer wieder der Vogel blicken ließ. Nebenbei erläuterten wir, wie es nun weitergeht mit dem Tier, dass es ja einen Besitzer haben muss und das Wellensittiche Schwarmtiere sind und nicht alleine gehalten werden sollten.
Nachdem Ruhe auf dem Hof einkehrte, stellte sich mir nun die Aufgabe, diesen Vogel wieder “an den Mann” zu bringen. Das Ordnungsamt hatte bereits zu, also rief ich die Polizei an. Die lachte herzlich darüber, dass noch nie einer einen Wellensittich zur Anzeige gebracht hat, nahm dann aber mein Fundtier zum Protokoll. Dazu schrieb ich einen Whatsapp Status und eine Anzeige bei Kleinanzeigen.
Nebenbei holte ich mir noch ein paar Tipps von einer bekannten Wellensittichzüchterin, wie ich den Vogel die nächste Zeit versorgen kann.
Am nächsten Morgen, auf dem Rückweg vom Kindergarten, begann ich mit investigativer Arbeit und klingelte bei einem Dorfbewohner, der eine Außenvoliere hatte und fragte, ob ihm eine Vogel fehlte. Der lachte und meinte er hätte eher einen zuviel. Damit ist er definitiv nicht allein. Nach einem herzlichen Gespräch versicherte er mir, den Wellensittich aufzunehmen, wenn sich keiner finden würde und schickte mich weiter ins Dorf hinein zu einem anderen Volierenbesitzer. Da es noch zu zeitig am Morgen war, entschloss ich mich vorerst für den Heimweg und einen Anruf beim Ordnungsamt und im Anschluss beim Tierheim.
Während der Sittich am Tag zuvor noch sehr fidel war, saß er nun traurig auf einem Kirschast, den ich ihm ins Zimmer gestellt habe und piepte erst wieder fröhlich los, als ich ihm Vogelgezwitscher anmachte. Da er auch dann erst wieder mit Fressen begann, fasste ich einen Entschluss, den Prozess der Nachforschungen zu beschleunigen, zog mir den Regenmantel über und lief im strömenden Regen nun zum anderen Volierenbesitzer. Auf der Zielstraße traf ich ein anderes bekanntes Gesicht und fragte um Rat. Dabei erfuhr ich, dass der zugeflogene Vogel bereits Dorfgespräch war, dass auch der andere Volierenbesitzer keinen Vogel vermisste und dass mein aktueller Gesprächspartner Kanarienvögel züchtet und da die gerade Küken haben, er den Vogel auch nicht aufnehmen kann.
Also zurück zu Plan A und ich stapfte immer noch durch eine Regenwand zurück. Der Wellensittich wurde wieder beherzt mit dem Kescher eingefangen und in eine Katzentransportbox verfrachtet. Das Gitter am Eingang deckte ich mit einem Geschirrtuch ab, damit sich das Tier dort nicht durchquetschen konnte und dann ging es (immer noch durch den Regen) zur neuen Bleibe. Mit einem freundlichen Nachbarschaftsgespräch wurde der Vogel nun zu seinen neuen Artgenossen entlassen und schien recht glücklich über diesen Ausgang zu sein.
Ich bin es auch…

Das Club Haus hat(te) ein FensterNosnik ist definitiv ein verkanntes Genie. Im vergangenen Leben war er wahrscheinlich I...
12/02/2026

Das Club Haus hat(te) ein Fenster

Nosnik ist definitiv ein verkanntes Genie. Im vergangenen Leben war er wahrscheinlich Innenausstatter oder Designer. Bereits vor zwei Jahren hatte er diverse Änderungsvorschläge bezüglich des geheimen Versammlungsortes der Männer direkt in die Tat umgesetzt und somit das Weidezelt nach seinem persönlichen Gusto umdekoriert. Eventuell wurde er von seinen Mitstreitern angestiftet, jedoch denke ich, sämtliche Taten erfolgten eigenverantwortlich und mit Stolz. Somit wurde der Eingangsbereich etwas lichter gestaltet. Für mehr Helligkeit und um ein ansprechend wildes Flair zu erzeugen, zieren anstatt eines durchgängigen Abschluss nun Fransen und Streifen die Pforten. Um dem ganzen mehr Raum zu geben und eine optimale Durchlüftung zu gewährleisten wurde auf einer Seite die Bodenschürze entfernt,(also eher abgefezt, aber das klingt nicht so hochtrabend) Nach ausreichend langer Begutachtung kam Nosnik nun zu dem Urteil, dass ein Bodentiefes Fenster noch den Gesamteindruck abrundet und sowohl dem Betrachter ungehinderte Blicke ins Freie bietet, als auch die Optik im Inneren maßgeblich verändert.

Hier jedoch habe ich heftiges Veto eingelegt und hoffe mit elegant gesetzten Farbtupfern die entsprechendnen Akzente zu setzen, um einen Kompromiss aus Funktionalität und zeitlosen Design zu finden. Bis jetzt hat Nosnik zugestimmt(zumindest hat er es in Ruhe gelassen). Wahrscheinlich plant er noch nächste Umbaumaßnahmen….

Winter im Offenstall - eine ChronikTag 1: FrostIch denke ich bin gut vorbereitret, Tränken werden mit Kerzen beheizt, di...
25/01/2026

Winter im Offenstall - eine Chronik

Tag 1: Frost

Ich denke ich bin gut vorbereitret, Tränken werden mit Kerzen beheizt, die Rohrbegleit Heizung arbeitet zuverlässig und nach dem Wasser aufüllen werden die Leitungen mit Druckluft leergepustet.

Die Pferdeäpfel werden über Nacht zu steinharten Bergen, die sich nur mittels roher Gewalt vom Boden lösen. Tagsüber Apäppeln im kürzeren Zeitraum sorgt dafür, dass man sie noch einigermaßen lösen kann.

Um das Haus frostfrei zu halten werden die Öfen nun täglich gefeuert.

Tag 2-4: immer noch Frost, Die gefrorenen Pferdeäpfel haben mittlerweile Opfer gebracht, Eine verbogene Harke und eine abgeplatze Ecke vom Mistboy. Trotz Kerzen bildet sich über Nacht eine Eisschicht auf dem Wasser, die entfernt werden muss. Der Wasserhahn möchte jeden Morgen mit dem Wasserkocher erwärmt werden.

Wenn man nicht aufpasst, bleibt man nach der Wasserpanscherei mit den Handschuhen irgendwo am Metall kleben. Also Ersatzhandschuhe mitnehmen!

Tag 5: Habe eine Mistkarre voll Stehen gelassen. Der Inhalt ist dermaßen festgefroren, dass ich überlege, ob die Feuerwehr ihn mir rausschneiden kann oder ob ich ihn mit einem Gasbrenner auftaue.

Tag 6: Es fällt Schnee, viel Schnee, nun kann man die gefrorenen Mistberge wenigstens nicht mehr sehen….

Ich schiebe Schnee auf dem Hof, auf dem Parkplatz, auf den Wegen und auf dem Reitplatz (letzteres habe ich noch nie gemacht!)

Tag 7: Ich grabe Pferdeäpfelfrosthaufen aus Schneebergen aus. Fühle mich wie ein Antarktisforscher mit Eispickel, Schaufel und Harke. Meine bisher gesammelten Erfahrungen im Paddock abmisten helfen mir, die Misthaufen zielgerichtet zu finden.

Tag 8: Zwar fällt kein Schnee mehr, aber er sammelt sich beim Abmisten auf der Schubkarre und macht sie unnötig voll und schwer.

Tag 9: Es wird glatt. An verschiedenen Stellen, wo die Pferde den Schnee platt getreten haben, wird es rutschig. Der Bereich vor dem Heuzelt verwandelt sich in eine Schlittschuhbahn und ist nur noch auf allen Vieren erreichbar. Ich verteile altes Heu auf den Bereichen. Der Weg zum Reitplatz ist dank der Platten und Schneeschieben gut begehbar.

Tag 10: Es schneit schon wieder. Ich schiebe Schnee, mittlerweile weiß ich nicht mehr wohin mit den Massen. Die freigeschobenen Flächen werden immer kleiner, die Schneeberge größer. Das Dach des Heuzelt muss vom Schnee beräumt werden, sonst herrscht Einsturzgefahr.

Tag 11&12: Die Eisschichten in den Tränkwannen haben verschiedene Stockwerke erreicht, Ein Tauchsieder bringt alles zum schmelzen.

Tag 13: Es taut, ab sofort ist der Hof eine einzige Eispiste erschaffen von Königen Elsa persönlich. Ich klammere mich verzweifelt an meine selbstfahrende Schubkarre, die mich den Gletscher nach oben zieht. Ich setze keinen Schritt, ich schlittere hinter meineḿ Gefährt her, gerade mal in der Lage ab und zu das Heck anzuheben. Irgendwann komme ich am Misthaufen an.

Einzig der geschobene Reitplatz lässt sich hervorragend begehen. Bis dahin kommt man locker mit dem Hubschrauber…

Tag 14 -16: es taut weiter, das Eis verschwindet tagsüber und kommt über Nacht wieder, die Pferde können wieder die komplette Fläche des Paddocks nutzen und dabei normal laufen. Der ein oder andere Pferdeapfel -Ötzi kommt unter dem Schnee zu Tage, ab jetzt weicht der Boden immer mehr auf und der Matsch übernimmt die Herrschaft.- Bald ist Frühling!

04/01/2026

Zu Silvester waren meine Pferde die Helden von Kunnerwitz. Während die Hunde im Keller von Lärm und Licht weitestgehend abgeschirmt waren, kamen die Pferde 16 Uhr auf die Silvester Koppel, um sich die Bäuche voll zu schlagen. Das Geknalle störte sie nicht wahrnehmbar, bis Mitternacht blieben sie ruhig ohne großes Drama. 5 Vor Zwölf stand ich mit einer riesen Schubkarre voll Äpfel und Möhren in Startposition, um pünktlich zum Jahreswechsel, wie in einem Theaterstück, in dem es keine Generalprobe gab feierlich die Schubkarre auf die Koppel zu schieben. Interessiert kamen die Pferde auf mich zu und so stand ich wieder einmal im größten Getöse auf der Koppel und schnippelte Äpfel in mundgerechte Stücken, damit die Pferde schön langsam futtern und abgelenkt sind.
Das große Chaos blieb aus, obwohl die Knallerei genauso laut war wie letztes Jahr. Die Pferde stellten sich um meine Karre und nur Kasimir dachte kurz ans Wegrennen. Hat sich aber nicht gelohnt, hat keiner mitgemacht. Und so verbrachten wir bis dreiviertel eins den Anfang des neuen Jahres gemeinsam auf der Koppel und danach konnte ich ganz entspannt nach Hause gehen, denn die Pferde waren es auch.

Da mein Vorhaben, für dieses Jahr einen Roundpen zu bauen, nicht umgesetzt wurde, hatte ich noch finanzielle Reserven, s...
04/01/2026

Da mein Vorhaben, für dieses Jahr einen Roundpen zu bauen, nicht umgesetzt wurde, hatte ich noch finanzielle Reserven, somit hat mein großer Hund einen neuen Zwinger bekommen, das Weidezelt wurde mit neuen Stallmatten ausgestattet, so dass ich nun dort einstreuen kann. Ich habe eine große Akkuschubkarre gekauft, um motorisierte Hilfe in Anspruch zu nehmen, die auch leise ist. Eine Erkenntnis, dass ich alt werde(oder weise) und keine Lust mehr habe, eine schwere Mistkarre durch Unebenheiten zu buckeln.
Nach einem kurzen Moment der Frustration habe ich mir noch mal Paddock-Platten bestellt.
1 Tonne Speditionsware. Nach dem Drama vor zwei Jahren wollte ich zwar einiges anders machen, war aber diesmal trotzdem wieder aufregend.
Im Sommer hatte ich bereits 1 Tonne Strohpellets bestellt.
Blauäugig dachte ich, dass das Abladen kein Problem sein wird. Jedoch kam durch die Spurrillen auf der Straße die Palettenware nicht einmal von der Ladekante, ohne dass der Turm anfing, bedrohlich zu kippen. Also haben der Spediteur und ich gemeinsam die Säcke Schubkarrenweise abgeladen.
Nach der Bestellung der Paletten wartete ich nun geduldig, dass die Spedition sich bei mir meldet.
Und bis auf das ich mir das Lieferdatum “aussuchen” konnte (es gab nur einen Termin), kam nichts. Der Versuch, eine Telefonnummer zu finden, scheiterte. Und so stand plötzlich Freitag um 12 Uhr ohne Vorankündigung der LKW vor meinem Hoftor. Wenigstens geklingelt hatte er. Der Fahrer guckte mich an und meinte, er brauche Hilfe. (Innerlich dachte ich, damit ist er nicht alleine)
Und so schoben wir zu zweit mit vereinten Kräften und einem völlig überforderten Hubwagen 1 Tonne Paddock-Platten in die bucklige Hofeinfahrt. Ich wollte schon dreimal aufgeben, aber der nette Fahrer war hartnäckig und irgendwann stand die Fracht genau an der richtigen Stelle.
Und nun kann ich weitere 35 Quadratmeter meines Paddocks matschfrei machen.
Mittlerweile läuft es sich wirklich schön an vielen Stellen und die Erinnerung an Zeiten, wo man mit der Schubkarre nicht mehr durch den Schlamm gekommen ist oder knöcheltief im Matsch versank, verblasst zunehmend.

04/01/2026

Schneeeeeeeeee!!!

Nun ist Weihnachten auch schon wieder rum. Die Monate November und Dezember sind immer sehr anstrengenden für mich, es i...
04/01/2026

Nun ist Weihnachten auch schon wieder rum.
Die Monate November und Dezember sind immer sehr anstrengenden für mich, es ist dunkel, kalt und ungemütlich, trotzdem wollen die Pferde versorgt und bewegt werden und die Reiter eine schöne Zeit mit den Tieren verbringen. Und somit musste ich hin und wieder tief in der Trickkiste kramen, um die passenden Unterrichtsideen an die Reiter zu bringen.
Die Kinder haben den Schnee genossen, einen Schneemann gebaut, eine Schneeballschlacht gemacht und ich habe versucht mein Erwachsenen-Hirn auszuschalten und mich mitreißen zu lassen. Was nach 4 Stunden Schneeschieben gar nicht so einfach ist.
Im Dezember war die Vorfreude auf Weihnachten groß und die Kinder konnten während ihrer Reitstunden ein Weihnachtszimmer schmücken und unseren Reitplatz Weihnachtsmarkt selbst gestalten und besuchen.
Die Großen sind zwischendurch mit Halsring geritten, haben das “Poolnudel Spiel” gespielt, oder wollten auch einfach mal nur drauf sitzen und entspannen.

Jolly der Gourmet, Quintus der Eu**ch und Kasimir der Ober MackerOder anders gesagt ein Stall voll irrer PferdeFangen wi...
04/01/2026

Jolly der Gourmet, Quintus der Eu**ch und Kasimir der Ober Macker

Oder anders gesagt ein Stall voll irrer Pferde
Fangen wir mal mit der Kleinsten an, Jolly ist unsere Elfenprinzessin, unsere Pummelfee, zuverlässig, plüschig, eigensinnig, stoisch, verfressen und unersetzbar . Jolly hat Cushing und bekommt früh Medikamente. Getarnt in einer unschuldigen Kleinigkeit, meist ein Apfel. Das Leben könnte so einfach sein: Tablette rein, schwupps, fertig. Wenn da nicht Jollys Hang zum Besonderen wäre. An einem Tag liebt sie den Apfel noch, am nächsten verschmäht sie ihn mit divenhaften Blick. Nicht genug, dass ich Früh schon wie ein geheimer Drogendealer über den Paddock schleiche, um ihr die heiße Ware anzubieten. Ihr prüfender skeptischer Blick checkt die Qualität des ihr Angebotenen Lebensmittels. Auch wenn ich keinen Unterschied zu den anderen 60 Äpfel festellen kann, die darauf warten verfüttert zu werden, Jolly findet das Haar in der Suppe, oder den Makel des Apfels, oder der Apfel selbst ist der Makel. Also Zeit auf Möhren umzusteigen. Jedoch nach spätestens 14 Tagen dasselbe Spiel, Jolly fordert nach Abwechslung im Speiseplan. Leider ist es nicht immer absehbar, wann ihr nach anderen Dingen gelüstet und die Tabletten kann ich nicht mehr aus dem Apfel popeln, also wird der vorhandene Stein des Anstoßes gepimpt, entweder im Mineralfutter gewälzt, mit Rübenschnitzeln von Quintus getarnt oder in einer Schüssel mit Zusatzfutter versenkt,
Dann dachte ich, der Clou: ich kaufe sündhaft teure Fenchel Leckerlies mit Loch, extra für die Tablettengabe von Cushing Pferden konzipiert. Das klappt bestimmt bei Pferden, die nicht so drauf sind wie Jolly, denn auch hier wünscht sie nach einer Woche wieder was anderes.
Seufz

Nun zu Quintus, der hatte letzten Winter sehr stark abgebaut, mental und physisch, aber irgendwie ist es dann im Frühjahr nicht mehr schlimmer geworden und seitdem stagniert der Zustand auf akzeptabel. Und so bewegt er sich Opa-haft in der Herde. Hin und wieder kommt seine Demenz durch und richtig gucken kann er auch nicht mehr und so kommen sehr merkwürdige Situationen zustande. Beim Spazierengehen hat er sich über Kühe aufgeregt, obwohl das nie ein Problem war. Auf dem Heimweg blieb er vor der Koppel stehen zum Pullen, dabei drehte er sich mit dem Kopf um und lunschte nach hinten. Als er fertig war sich zu erleichtern, kam eine urig quietschen der Ton aus dem Pferd und er machte einen riesen Satz nach vorn. WTF?
Kürzlich habe ich die Pferde früh im Dunkeln bereits auf die Koppel gelassen, Quintus hat den Anschluss verpasst nach mehrmaliger Aufforderung, stellte er fest, dass er alleine war und lief aufgeregt wiehernd hinterher, wobei sein Wiehern hoch und kläglich klingt, wie ein Eu**ch der jammert, mit einer Lautstärke, die das ganze Dorf weckt.
Dann haben wir uns erlaubt ohne ihn Spazieren zu gehen,(also nur Marah und Kasimir) ein bühnenfertiges Drama spielte sich auf der Koppel ab. Sein Geschrei begleitete uns unablässig auf den Weg und hallte durch den ganzen Wald. Als wir wieder kamen hörten wir ihn nicht nur Trompeten, sondern er sorgte auch für reichlich Bewegung auf der Koppel.
Die darauffolgenden drei Nächte heulte er mehrfach wenn Naomi nicht direkt neben ihm stand (die übrigens die ganz Zeit bei ihm war)

Und wir haben Kasimir, der sieht Quintus schwindende Souveränität und denkt nun, er kann die Weltherrschaft an sich reißen, oder wenigstens den Besitz über die Stuten, also wenigstens über eine.
Während es letztes Jahr Naomi war, möchte er nun Marah für sich gewinnen. Also die Stute, die er regelmäßig vom Futterplatz weg scheucht. Marah hat dafür allerdings wenig Verständnis. Und so pumpt sich Kasimir auf wie ein Hengst, präsentiert sich wie ein Bodybuilder und grenzt seine Herzensdame von allen männlichen Konkurrenten ab. Quintus kassiert den einen oder anderen Huftritt, dabei weiß er gar nicht warum. Und die beiden Schwarzköpfe werden ebenso auf Abstand gehalten, dabei haben diese beiden noch nie Interesse an den Stuten gezeigt.
Kasimir nimmt sich sehr wichtig in seiner selbstgewählten Aufgabe und nervt dabei einfach nur alle anderen. Wenn er dann neben seiner Errungenschaft steht und sie ganz für sich hat, ist er zufrieden und geht fressen.

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