Kieferorthopädie Thürmer

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Zahn selbst ziehen oder lieber nicht?Ein lockerer, schmerzender oder stark beschädigter Zahn kann sehr unangenehm sein. ...
22/08/2026

Zahn selbst ziehen oder lieber nicht?

Ein lockerer, schmerzender oder stark beschädigter Zahn kann sehr unangenehm sein. Manchmal entsteht deshalb der Gedanke, ihn einfach selbst herauszuziehen. Davon ist jedoch dringend abzuraten.

Auch ein scheinbar lockerer Zahn kann noch fest mit dem Zahnhalteapparat verbunden sein. Eine eigenständige Entfernung kann Verletzungen verursachen, Blutungen auslösen und bestehende Beschwerden verschlimmern.

Warum sollte man einen Zahn nicht selbst ziehen?

Das Ziehen eines Zahnes ist ein medizinischer Eingriff. In der Zahnarztpraxis wird zunächst untersucht, warum der Zahn schmerzt oder locker geworden ist. Mögliche Ursachen sind beispielsweise Karies, eine Entzündung, eine Verletzung oder eine Erkrankung des Zahnhalteapparates.

Nicht jeder auffällige Zahn muss tatsächlich entfernt werden. Je nach Befund kann er unter Umständen durch eine Füllung, eine Wurzelkanalbehandlung oder eine andere zahnerhaltende Maßnahme versorgt werden.

Wer versucht, einen Zahn selbst zu ziehen, riskiert unter anderem:

- Verletzungen des Zahnfleisches und des umliegenden Gewebes
- das Abbrechen des Zahnes oder das Zurückbleiben von Wurzelteilen
- stärkere Blutungen, Schmerzen oder eine Infektion der Wunde

In der Zahnarztpraxis erfolgt die Entfernung kontrolliert und in der Regel unter örtlicher Betäubung. Je nach Befund kann zuvor eine Röntgenaufnahme notwendig sein, um die Zahnwurzeln, den Kieferknochen und benachbarte Strukturen beurteilen zu können.

Nach dem Eingriff wird überprüft, ob der Zahn vollständig entfernt wurde. Anschließend versorgt die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Wunde fachgerecht.

Was tun bei einem lockeren oder schmerzenden Zahn?

Versuchen Sie nicht, den Zahn mit den Fingern, einer Zange oder anderen Hilfsmitteln zu lösen. Bis zum Zahnarzttermin können Sie die betroffene Stelle möglichst schonen:

- Kauen Sie bevorzugt auf der anderen Seite.
- Reinigen Sie Ihre Zähne weiterhin vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste.
- Vermeiden Sie es, ständig am Zahn zu wackeln oder darauf zu drücken.

Bei anhaltenden Zahnschmerzen, geschwollenem Zahnfleisch oder wiederkehrenden Beschwerden sollte zeitnah eine Zahnarztpraxis kontaktiert werden.

Was gilt bei lockeren Milchzähnen?

Ein lockerer Milchzahn ist meistens Teil des natürlichen Zahnwechsels. Auch hier sollte jedoch nicht mit Schnüren, Werkzeugen oder kräftigem Ziehen nachgeholfen werden. In der Regel löst sich der Zahn von selbst.

Treten Schmerzen, eine stärkere Blutung, eine Schwellung oder eine Verletzung auf, sollte der Zahn zahnärztlich kontrolliert werden. Das gilt auch, wenn der bleibende Zahn bereits durchbricht, während der Milchzahn noch fest sitzt.

Wann ist schnelle Hilfe erforderlich?

Bei starken Schmerzen, Fieber, Eiteraustritt oder einer zunehmenden Schwellung sollten Sie sich möglichst noch am selben Tag an eine Zahnarztpraxis oder den zahnärztlichen Notdienst wenden.

In seltenen Fällen kann sich eine Entzündung vom Zahn in den Mundboden oder Halsbereich ausbreiten. Kommt es dadurch zu Schwierigkeiten beim Atmen, Schlucken oder Sprechen, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Verständigen Sie in diesem Fall den Rettungsdienst unter 112.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Blick in den Mund: Was Zahnärzte sofort erkennenFür Patientinnen und Patienten wirkt ein Kontrolltermin oft unspektakulä...
07/08/2026

Blick in den Mund: Was Zahnärzte sofort erkennen

Für Patientinnen und Patienten wirkt ein Kontrolltermin oft unspektakulär: Mund öffnen, kurz untersuchen lassen, fertig. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte beginnt in diesem Moment jedoch eine genaue Beobachtung. Schon bei der ersten Untersuchung zeigen sich viele Hinweise auf Zahngesundheit, Pflegegewohnheiten, Belastungen und mögliche Veränderungen.

Dabei geht es nicht darum, jemanden zu bewerten. Die Untersuchung hilft, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und passende Empfehlungen zu geben.

Beläge und Zahnstein: Hinweise auf schwer erreichbare Stellen

Zahnbeläge entstehen täglich. Werden sie nicht gründlich entfernt, können sie sich verhärten und zu Zahnstein werden. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt erkennt schnell, an welchen Stellen die Reinigung besonders schwierig ist.

Häufig betroffen sind:

- die Innenseiten der unteren Schneidezähne,

- die Zahnzwischenräume,

- der Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch,

- Bereiche um Kronen, Brücken oder feste Zahnspangen.

Beläge bedeuten nicht automatisch schlechte Pflege. Manchmal sind enge Zahnstellungen, schwer zugängliche Bereiche oder eine ungeeignete Putztechnik die Ursache.

Zahnfleisch: Ein wichtiges Frühwarnsystem

Gesundes Zahnfleisch ist meist blassrosa, liegt eng am Zahn an und blutet nicht. Rötungen, Schwellungen oder Blutungen können auf eine Entzündung hinweisen. Diese verursacht anfangs oft kaum Schmerzen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer einfachen Zahnfleischentzündung und einer Parodontitis. Dabei ist auch der Zahnhalteapparat betroffen: das Gewebe, das den Zahn im Kiefer hält. Unbehandelt kann eine Parodontitis langfristig zu Zahnlockerungen führen.

Abrieb, Risse und empfindliche Zähne

Abgenutzte Kauflächen, kleine Risse im Zahnschmelz oder abgeschliffene Schneidekanten können Hinweise auf Pressen oder Knirschen sein. Viele Menschen bemerken das selbst nicht, weil es häufig nachts passiert.

Mögliche Anzeichen sind:

- empfindliche Zähne,

- verspannte Kaumuskeln,

- Kopfschmerzen am Morgen,

- kleine Abplatzungen an Zähnen oder Füllungen.

Solche Spuren helfen, Überlastungen früh zu erkennen und Zähne gezielt zu schützen.

Schleimhäute, Zunge und Mundgeruch

Auch Wangeninnenseiten, Gaumen, Lippen, Zunge und Mundboden werden untersucht. Veränderungen der Schleimhaut können durch kleine Verletzungen, Reizungen, Medikamente oder Druckstellen entstehen. In den meisten Fällen sind solche Auffälligkeiten harmlos. Bestehen sie jedoch länger oder verändern sie sich, sollten sie kontrolliert werden.

Mundgeruch ist ebenfalls ein wichtiger Hinweis und kein Tabuthema. Häufige Ursachen liegen direkt im Mund: Beläge auf der Zunge, Zahnfleischentzündungen, Karies, tiefe Zahnfleischtaschen oder Mundtrockenheit.

Biss und Zahnstellung: Alles hängt zusammen

Zähne funktionieren als System. Deshalb achtet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt auch darauf, wie Ober- und Unterkiefer aufeinandertreffen. Ein ungünstiger Biss kann einzelne Zähne überlasten, Füllungen stärker beanspruchen oder Beschwerden im Kiefergelenk begünstigen.

Auch Veränderungen der Zahnstellung, neue Lücken oder wandernde Zähne können wichtige Hinweise geben.

Warum regelmäßige Kontrollen so wertvoll sind

Der erste Blick in den Mund ist mehr als eine kurze Kontrolle. Zähne, Zahnfleisch, Schleimhäute, Biss und Pflegezustand liefern viele Hinweise. Die genaue Diagnose entsteht durch die vollständige Untersuchung und, wenn nötig, durch weitere Tests oder Röntgenbilder.

Je früher Veränderungen erkannt werden, desto schonender können sie meist behandelt werden. Regelmäßige Kontrolltermine helfen deshalb, die Mundgesundheit langfristig zu erhalten.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen -www.staude.de

Zähne und SchwangerschaftIn der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper sichtbar. Auch im Mund können sich n...
22/07/2026

Zähne und Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper sichtbar. Auch im Mund können sich neue Beschwerden bemerkbar machen.

Manche werdenden Mütter stellen fest, dass ihr Zahnfleisch schneller blutet, empfindlicher reagiert oder leicht anschwillt. Andere bemerken einen veränderten Geschmack, mehr Mundtrockenheit oder Probleme durch Übelkeit. Diese Veränderungen hängen vor allem mit dem Hormonhaushalt zusammen, der während der Schwangerschaft stark umgestellt wird.

Warum das Zahnfleisch jetzt sensibler reagieren kann

Die Hormone Östrogen und Progesteron steigen in der Schwangerschaft deutlich an. Dadurch wird das Zahnfleisch stärker durchblutet und das Gewebe kann weicher und empfindlicher wirken. Gleichzeitig reagiert der Körper auf bakterielle Beläge im Mund oft intensiver als sonst. Schon kleinere Mengen Plaque können deshalb ausreichen, um das Zahnfleisch zu reizen.

Eine typische Folge ist die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis. Damit ist eine Zahnfleischentzündung gemeint, die während der Schwangerschaft verstärkt auftreten kann. Mögliche Anzeichen sind:

Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei der Reinigung der Zahnzwischenräume,
gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch,
empfindliche Stellen am Zahnfleischrand,
Mundgeruch,
ein Druck- oder Spannungsgefühl im Mund.
Wichtig ist: Die Schwangerschaft allein macht das Zahnfleisch nicht krank. Meist spielen bakterielle Beläge die entscheidende Rolle. Werden diese nicht regelmäßig entfernt, kann sich die Entzündung verstärken. Aus einer unbehandelten Gingivitis kann sich im weiteren Verlauf eine Parodontitis entwickeln. Diese betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern den gesamten Zahnhalteapparat. Zudem wird Parodontitis mit Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten oder einem geringeren Geburtsgewicht in Verbindung gebracht.

Wenn Übelkeit den Zahnschmelz belastet

Gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten leiden viele Frauen unter Übelkeit oder Erbrechen. Dabei kommt Magensäure mit den Zähnen in Kontakt. Diese Säure kann den Zahnschmelz angreifen und sogenannte Erosionen begünstigen. Anders als bei Karies sind dabei nicht Bakterien der Auslöser, sondern die direkte Säureeinwirkung.

Nach dem Erbrechen sollte der Mund zunächst mit Wasser ausgespült werden. Auch eine fluoridhaltige Mundspülung kann sinnvoll sein. Mit dem Zähneputzen sollte man etwa 30 Minuten warten, damit der Zahnschmelz nicht zusätzlich mechanisch belastet wird.

Ernährung und Zahnpflege im Alltag

Häufige kleine Mahlzeiten, Heißhunger auf Süßes oder säurehaltige Getränke können die Zähne zusätzlich beanspruchen. Deshalb lohnt es sich, in der Schwangerschaft besonders bewusst auf zahngesunde Gewohnheiten zu achten.

Hilfreich sind:

Wasser oder ungesüßter Tee als Hauptgetränke,
zuckerarme Zwischenmahlzeiten,
kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Gemüse oder Nüsse,
fluoridhaltige Zahnpasta,
säurehaltige Speisen und Getränke nicht ständig über den Tag verteilt.
Wer durch Übelkeit Schwierigkeiten beim Zähneputzen hat, kann eine kleinere Zahnbürste oder eine mild schmeckende Zahnpasta ausprobieren. Auch die Reinigung der Zahnzwischenräume bleibt wichtig, da sich dort besonders leicht Beläge ansammeln.

Zahnärztliche Begleitung während der Schwangerschaft

Zahnärztliche Kontrollen sind in der Schwangerschaft eine sinnvolle Unterstützung. Dabei können Zahnfleischentzündungen, Karies oder andere Veränderungen früh erkannt werden. Außerdem erhalten Schwangere individuelle Tipps zur Mundpflege, Ernährung und zum Umgang mit Übelkeit.

Auch eine Professionelle Zahnreinigung kann hilfreich sein. Dabei werden Plaque und Zahnstein gründlich entfernt, sodass das Zahnfleisch entlastet und die Bakterienmenge im Mund reduziert wird. Besonders bei Zahnfleischbluten, Schwellungen oder Schmerzen sollte nicht bis nach der Geburt gewartet werden.

Mit guter Mundhygiene, angepasster Ernährung und regelmäßiger zahnärztlicher Betreuung lassen sich viele Beschwerden gut vorbeugen. So bleiben Zähne und Zahnfleisch auch während der Schwangerschaft möglichst gesund.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Was darf ich nach einem Bleaching essen?Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln ...
07/07/2026

Was darf ich nach einem Bleaching essen?

Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln mehr Frische verleihen. Direkt nach der Behandlung sind die Zähne jedoch für kurze Zeit besonders aufnahmefähig für Farbstoffe. Deshalb empfehlen viele Zahnarztpraxen, in den ersten 24 bis 48 Stunden auf bestimmte Lebensmittel und Getränke zu achten. Oft spricht man in diesem Zusammenhang von der sogenannten „weißen Diät“.

Warum ist die Ernährung nach dem Bleaching wichtig?

Beim Bleaching werden Farbstoffe, die sich im Zahnschmelz und Dentin eingelagert haben, durch spezielle Bleichmittel aufgehellt. Nach der Behandlung kann die Zahnoberfläche vorübergehend empfindlicher sein. Außerdem können Farbpigmente aus Lebensmitteln leichter aufgenommen werden. Das bedeutet nicht, dass die Zähne dauerhaft „offen“ oder geschädigt sind. Es handelt sich vielmehr um eine kurze Phase, in der Zurückhaltung sinnvoll ist, um das Bleaching-Ergebnis möglichst lange zu erhalten.

Zusätzlich können saure Speisen und Getränke die Zähne nach dem Bleaching stärker reizen. Wer bereits empfindliche Zähne hat, sollte daher besonders vorsichtig sein.

Welche Lebensmittel sind nach dem Bleaching geeignet?

In den ersten ein bis zwei Tagen sind helle, wenig färbende und möglichst milde Lebensmittel eine gute Wahl. Geeignet sind zum Beispiel:

Reis, Nudeln oder Kartoffeln,
helles Brot oder Brötchen,
Naturjoghurt, Quark oder Milch,
Hähnchen, P**e oder heller Fisch,
Blumenkohl, geschälte Gurke oder helle Zucchini,
Bananen oder geschälte Äpfel,
Wasser oder Milch als Getränke.
Als einfache Faustregel gilt: Alles, was auf einem weißen T-Shirt Flecken hinterlassen würde, sollte direkt nach dem Bleaching besser gemieden werden.

Worauf sollte ich nach dem Bleaching verzichten?

Besonders kritisch sind stark färbende Lebensmittel und Getränke. Dazu gehören unter anderem Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein, Cola, dunkle Säfte, Curry, Tomatensoße, Sojasoße, Beeren, Rote Bete und Schokolade. Auch Rauchen kann das Ergebnis beeinträchtigen, da Nikotin und Teer Verfärbungen begünstigen.

Säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Essig, Limonaden oder sehr saure Smoothies können die Zähne zusätzlich empfindlich machen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Produkte zunächst zu vermeiden oder nur vorsichtig zu konsumieren.

Was tun bei empfindlichen Zähnen?

Leichte Empfindlichkeiten nach einem Bleaching sind nicht ungewöhnlich. Sie verschwinden meist nach kurzer Zeit von selbst. Hilfreich können fluoridhaltige Zahnpasta, spezielle Zahnpasta für schmerzempfindliche Zähne oder ein von der Zahnarztpraxis empfohlenes Gel sein. Sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke sollten vorübergehend gemieden werden.

Ab wann kann ich wieder normal essen?

In der Regel können Patientinnen und Patienten nach 24 bis 48 Stunden wieder zu ihrer normalen Ernährung zurückkehren. Trotzdem lohnt es sich, stark färbende Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Rotwein bewusst zu konsumieren und anschließend Wasser zu trinken. Auch eine gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen dabei, das Bleaching-Ergebnis länger zu bewahren.

Wer unsicher ist, welche Lebensmittel nach dem eigenen Bleaching geeignet sind, sollte direkt in der Zahnarztpraxis nachfragen. Dort erhalten Patientinnen und Patienten individuelle Empfehlungen, abgestimmt auf die Behandlung und die persönliche Zahnsituation.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

So bleiben Ihre Zähne im Urlaub gesundUrlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und oft auch eine kleine Auszeit vom Allt...
25/06/2026

So bleiben Ihre Zähne im Urlaub gesund

Urlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und oft auch eine kleine Auszeit vom Alltag. Doch gerade unterwegs geraten gewohnte Routinen schnell durcheinander – auch bei der Mundhygiene. Andere Essgewohnheiten, lange Anreisen, ungewohnte Lebensmittel oder eingeschränkte Pflegemöglichkeiten können dazu führen, dass Zähne und Zahnfleisch stärker belastet werden. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich viele Zahnprobleme im Urlaub vermeiden.

Vor der Reise: Kontrolltermin einplanen

Wer bereits vor dem Urlaub leichte Zahnschmerzen, empfindliche Zähne oder Zahnfleischbluten bemerkt, sollte nicht bis nach der Reise warten. Ein zahnärztlicher Kontrolltermin vor dem Urlaub kann helfen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Kleine Defekte an Füllungen, beginnende Entzündungen oder undichte Kronen machen sich oft erst dann richtig bemerkbar, wenn man gerade weit weg von der vertrauten Zahnarztpraxis ist.

Besonders sinnvoll ist eine Kontrolle vor längeren Reisen, Flugreisen oder Aufenthalten in Ländern, in denen die zahnärztliche Versorgung schwerer erreichbar sein könnte. Ebenfalls kann eine professionelle Zahnreinigung vor dem Urlaub hilfreich sein, da dabei bakterielle Beläge entfernt werden, die Zahnfleischentzündungen begünstigen können.

Die richtige Zahnpflege für unterwegs

Auch auf Reisen sollte die Zahnpflege möglichst konsequent bleiben. Idealerweise werden die Zähne zweimal täglich gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt. Fluorid unterstützt die Remineralisation des Zahnschmelzes und kann helfen, Karies vorzubeugen.

Für die Kultur- oder Reisetasche eignen sich:

- Zahnbürste oder elektrische Reisezahnbürste,
- fluoridhaltige Zahnpasta,
- Zahnseide oder Interdentalbürstchen,
- zuckerfreier Kaugummi für unterwegs,
- kleine Mundspüllösung, falls empfohlen,
- Aufbewahrungsbox für Zahnersatz oder Schienen.

Wichtig: Die Zahnbürste sollte nach dem Putzen gut trocknen können. In geschlossenen Reiseetuis bleibt sie oft feucht, wodurch sich Keime leichter vermehren können. Daher das Etui möglichst nur für den Transport nutzen.

Vorsicht bei Snacks, Softdrinks und Eis

Im Urlaub wird häufiger zwischendurch gegessen oder getrunken. Süße Snacks, Softdrinks, Cocktails, Fruchtsäfte und Eis können die Zähne jedoch belasten. Zucker dient kariesfördernden Bakterien als Nahrung, während Säuren den Zahnschmelz vorübergehend aufweichen können. Das bedeutet nicht, dass Genuss verboten ist – entscheidend ist der bewusste Umgang.

Besser ist es, Süßes eher direkt nach einer Hauptmahlzeit zu essen, statt über den ganzen Tag verteilt immer wieder kleine Portionen zu naschen. Nach säurehaltigen Getränken oder Obst sollte man nicht sofort die Zähne putzen, sondern etwa 30 Minuten warten. Wasser trinken hilft, Säuren zu verdünnen und Speisereste wegzuspülen.

Was tun bei Zahnproblemen im Urlaub?

Leichte Beschwerden lassen sich manchmal kurzfristig lindern, ersetzen aber keine zahnärztliche Abklärung. Bei anhaltenden Zahnschmerzen, Schwellungen, Fieber, starken Blutungen oder einem abgebrochenen Zahn sollte möglichst zeitnah eine Zahnarztpraxis vor Ort aufgesucht werden.

Gute Vorbereitung schützt die Urlaubsfreude

Eine gute Mundhygiene, ein kurzer Zahncheck vor der Reise und ein bewusstes Ess- und Trinkverhalten können viel dazu beitragen, Zahnprobleme im Urlaub zu vermeiden. So bleiben nicht nur die schönsten Urlaubserinnerungen erhalten, sondern auch ein gesundes Lächeln.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Warum schlechter Schlaf den Zahnhalteapparat schädigen kannGuter Schlaf ist wichtig für Konzentration, Erholung und das ...
07/06/2026

Warum schlechter Schlaf den Zahnhalteapparat schädigen kann

Guter Schlaf ist wichtig für Konzentration, Erholung und das allgemeine Wohlbefinden. Weniger bekannt ist: Auch Zahnfleisch und Zahnhalteapparat können unter dauerhaft schlechtem Schlaf leiden.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) besteht aus Zahnfleisch, Kieferknochen, Wurzelhaut und weiteren Strukturen, die den Zahn fest im Kiefer verankern. Wird dieses empfindliche System regelmäßig belastet, kann das Entzündungen begünstigen und bestehende Beschwerden verstärken.

Schlaf und Immunsystem: Warum Erholung auch das Zahnfleisch schützt

Während des Schlafs laufen im Körper wichtige Reparatur- und Regenerationsprozesse ab. Das Immunsystem nutzt diese Ruhephase, um Entzündungen zu regulieren und Krankheitserreger besser abzuwehren. Bei chronischem Schlafmangel kann die körpereigene Abwehr beeinträchtigt sein. Dadurch können entzündliche Prozesse im Zahnfleisch leichter entstehen oder länger bestehen bleiben.

Besonders relevant ist das bei einer Parodontitis, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie wird durch bakterielle Beläge ausgelöst, ihr Verlauf wird jedoch auch von der individuellen Abwehr- und Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst. Dauerhafter Stress und schlechte Erholung können dieses Gleichgewicht stören und Beschwerden wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang oder Zahnlockerungen begünstigen.

Bruxismus: Wenn die Zähne nachts unter Druck geraten

Viele Menschen pressen oder knirschen im Schlaf mit den Zähnen, ohne es zu bemerken. Dieser sogenannte Bruxismus kann durch Stress, innere Anspannung oder Schlafstörungen verstärkt werden. Dabei wirken enorme Kräfte auf Zähne, Kaumuskulatur und Zahnhalteapparat.

Mögliche Hinweise auf nächtliches Knirschen oder Pressen sind:

- verspannte Kaumuskeln am Morgen,
- Kopfschmerzen oder Kiefergelenksbeschwerden,
- abgeschliffene Zahnflächen,
- empfindliche Zähne,
- Druckgefühl an einzelnen Zähnen.

Für den Zahnhalteapparat bedeutet Bruxismus eine dauerhafte mechanische Belastung. Ist er bereits durch eine Parodontitis geschwächt, können starke Kaukräfte durch Pressen oder Knirschen die betroffenen Zähne zusätzlich belasten und bestehende parodontale Probleme verstärken.

Mundtrockenheit: Weniger Speichel, mehr Risiko

Schlechter Schlaf kann mit Mundatmung einhergehen, zum Beispiel bei Schnarchen, verstopfter Nase oder schlafbezogenen Atmungsstörungen. Wer nachts überwiegend durch den Mund atmet, trocknet die Mundschleimhaut stärker aus. Auch bestimmte Medikamente oder zu wenig Flüssigkeit können Mundtrockenheit verstärken.

Speichel ist jedoch ein wichtiger Schutzfaktor. Er spült Speisereste und Bakterien weg, neutralisiert Säuren und unterstützt die natürliche Balance der Mundflora. Fehlt dieser Schutz über viele Stunden, können bakterielle Beläge leichter entstehen. Das erhöht das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch.

Atmungsprobleme im Schlaf ernst nehmen

Schnarchen, Atemaussetzer oder das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein, sollten nicht einfach hingenommen werden. Schlafbezogene Atmungsstörungen können den gesamten Körper belasten. Sie stehen häufig mit Sauerstoffmangel, erhöhtem Stressniveau und nächtlicher Mundatmung in Verbindung – alles Faktoren, die auch die Mundgesundheit beeinflussen können.

Bei Verdacht auf Schlafapnoe oder wiederkehrende Atemaussetzer sollte zusätzlich eine ärztliche oder schlafmedizinische Abklärung erfolgen.

Was Patientinnen und Patienten tun können

Wer schlecht schläft und gleichzeitig Zahnfleischbluten, lockere Zähne, häufige Mundtrockenheit oder Kieferbeschwerden bemerkt, sollte dies zahnärztlich abklären lassen. Eine Untersuchung kann zeigen, ob der Zahnhalteapparat bereits belastet ist. Je nach Ursache können eine Parodontitisbehandlung, eine Knirscherschiene, Tipps zur Mundhygiene oder die Abklärung von Schlaf- und Atemproblemen sinnvoll sein.

Gesunder Schlaf ersetzt keine Zahnpflege, aber er kann ein wichtiger Baustein sein, damit Zahnfleisch und Zahnhalteapparat stabil bleiben.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

27/05/2026

Sollten Wurzelreste entfernt werden?

Sollten Wurzelreste entfernt werden? https://www.gesundheitsnews.eu/apotheken/sollten-wurzelreste-entfernt-werden/
26/05/2026

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Wurzelreste im Kiefer sind keine Seltenheit. Sie entstehen meist, wenn ein Zahn stark beschädigt ist und bei einer früheren Behandlung nicht vollständig entfernt werden konnte oder sollte.  Doch stellt sich für viele Patientinnen und Patienten die berechtigte Frage: Müssen Wurzelreste unbeding...

Weisheitszähne – wann müssen sie raus? https://www.gesundheitsnews.eu/apotheken/weisheitszaehne-wann-muessen-sie-raus/
08/05/2026

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23/04/2026

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