20/09/2026
Wenn unsere innere Weisheit gestört wird.
Wir besitzen ursprünglich Fähigkeit, auch in Turbulenzen mit unserem Selbst in Kontakt zu bleiben. Wir verlieren uns dann weder in idealisierten Fantasien von uns selbst noch in anderen Menschen. Gesunde Scham bindet uns an die Wirklichkeit, beruhigt und verlangsamt unser Dasein, wo andere hektisch werden, und erlaubt uns, uns feinfühlig auf die universelle Wahrheit innerhalb der Lebensenergie einzustellen.
Dies ist nur möglich, wenn wir in unserem Zentrum ruhen und unseren praktischen Verstand und unsere Intuition in Einklang bringen
Diese Fahigkeit, sich auf die Weisheit einzustimmen, geht verloren, wenn wir aus unserem Zentrum gedrängt werden. Angst, Schuldgefuhle und toxische Scham in hohen Dosen machen es uns schwer, in unserem Körper zu bleiben, und können uns in die Dissoziation treiben.
Die Überflutung unseres Systems überwältigt uns und schneidet uns vom Zugang zu unserer Intuition ab.
Das Zentrum eines Menschen ist sein Kompass. Es zu verlieren, tuhrt zu Zweitel, Verwirrung und Orientierungslosigkeit. Ein solcher Mensch tendiert dazu, das Vertrauen in sich selbst zu verlieren und Entscheidungen an andere zu delegieren, um Weisheit von außen zu beziehen. Er verliert das Vertrauen darauf, dass er in der Lage ist, die Wahrheit zu erkennen, wenn sie vor ihm erscheint.
Was er von außen übernimmt, bleibt jedoch oberflächlich. Es kann keine tiefen Wurzeln schlagen und wird von ihm nicht wirklich integriert. Es bleibt auf der Ebene des Wissens, wird aber nicht zur Weisheit.
Echte Weisheit bezieht ihre Wahrheit aus dem Wahren Selbst, das wiederum mit einem grenzenlosen Reservoir kollektiven Wissens in Verbindung steht. Nur unser Wahres Selbst weiß, was für uns richtig ist. Sind wir nicht in unserem Zentrum, verlieren wir dies schnell aus den Augen.
Dann beginnen wir, das nachzuahmen, was andere als Wahrheit präsentieren. Wir übernehmen ihre Vorstellungen, ihre Antworten und ihre Gewissheiten, anstatt der eigenen inneren Wahrnehmung zu vertrauen.
So können wir zwar viel Wissen über das Leben ansammeln, verlieren aber den Zugang zu jener inneren Weisheit, die uns wirklich Orientierung gibt.