05/08/2026
Dieses Muster ist mir inzwischen mehr als einmal begegnet.
Tiere mit Atemwegsproblemen.
Und gleichzeitig ein Umfeld, in dem Bedürfnisse, Grenzen oder Gefühle immer wieder übergangen wurden.
Nicht als Schuldfrage.
Nicht nach dem Motto: „Du bist verantwortlich für die Erkrankung deines Tieres.“
So arbeite ich nicht.
Was ich vielmehr beobachte, ist, dass Tier und Umfeld Teil desselben Systems sind.
Manchmal zeigt sich dort ein Thema von fehlendem Raum.
Raum für die eigenen Bedürfnisse.
Raum für klare Grenzen.
Raum, sich selbst ernst zu nehmen.
Bei mehreren Atemwegsfällen ist mir dabei ein ähnlicher Zusammenhang begegnet. Es ging nicht nur um die Lunge oder die Atmung selbst. Vielmehr zeigte sich häufig ein Thema von „gegen sich selbst leben“ oder „gegen den eigenen Körper leben“.
Zum Beispiel bei Bezugspersonen, die immer wieder über ihre eigenen Grenzen gehen, sich selbst übersehen oder die eigenen Bedürfnisse und Wünsche nicht ernst nehmen.
Manchmal zeigte sich dieses Muster auch im Stallsystem oder im Umfeld des Tieres.
Es wirkte auf mich fast wie eine Form von Abwehr gegen sich selbst – als würde etwas im System dauerhaft gegen die eigenen Bedürfnisse arbeiten.
Symbolisch betrachtet kann genau das einem die Luft zum Atmen nehmen. Auch alte Erfahrungen oder Trauma können dabei eine Rolle spielen.
Das kann beim Tier liegen.
Es kann bei einer Bezugsperson liegen.
Es kann im Stallgefüge liegen.
Und manchmal zeigt sich ein ähnliches Muster an mehreren Stellen gleichzeitig.
Für mich beginnt genau dort die spannende Arbeit: Nicht nur auf das Symptom zu schauen, sondern auf die Geschichte dahinter.
🌿 Manchmal fehlt nicht Sauerstoff.
Sondern Raum.
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