MEDI CINE Akademie GmbH

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Herzlich willkommen bei der MEDI CINE Akademie

Ihr gesunder Geist in Ihrem gesunden Körper – gelebte berufliche Kompetenz. Die MEDI CINE Akademie ist ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk aus Dozenten und Spezialisten aus den Bereichen Primärprävention, Sportmedizin, Bewegung und Ernährung. Unser Angebot richtet sich an:

Jeden Einzelnen von Ihnen, der sich für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden interessiert
Jeden Heilberufler, der sich qualitativ hochwertig aus – und fortbilden möchte
Jedes Unternehmen, dem die Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter am Herzen liegen, der seine Produktivität erhöhen möchte und durch wissenschaftlich fundierte und unterhaltsame Maßnahmen seine Mitarbeiter an sein Unternehmen binden möchte.

länger ist (mal wieder) besser!
27/01/2016

länger ist (mal wieder) besser!

Nicht zuletzt die Teilnehmer des alljährlichen Ulmer Einstein-Marathons dürften aufatmen: Extreme Laufbelastungen führen bei durchtrainierten Sportlerinnen und Sportlern zu keinen dauerhaften Schädigungen am Hirn und den Gelenken. Vielmehr zeigte der Knorpel der Fuß- und Sprunggelenke auch während d…

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 04.07.2014:Ausstellung "GROßE FREIHEIT - l...
04/07/2014

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 04.07.2014:

Ausstellung "GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben." - in Saarbrücken Vom 04. bis zum 09. Juli 2014 dreht sich auf dem Tbilisser Platz alles um HIV, Syphilis, Chlamydien und andere sexuell übertragbare Infektionen

Köln, 04. Juli 2014. Unkonventionell, ohne falsche Hemmungen und mit Gespür fürs Zwischenmenschliche, thematisiert die Ausstellung "GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben." der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine weitgehend unbekannte Nebenwirkung des Geschlechtsverkehrs: Das Risiko, an einer STI, einer sexuell übertragbaren Infektion, zu erkranken.

Wie kann man sich aber vor HIV, Syphilis, Chlamydien und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützen, ohne den Spaß am S*x zu verlieren? Das zeigt die Mobilausstellung "GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben der BZgA und motiviert zum Mitmachen.

Mitmachen, Mithören, Miterleben
Wer hat vorher schon einmal eine "Kondomschule" besucht oder in einem (täuschend echten) Tonstudio sein eigenes Musikvideo zum Thema STI aufgenommen? Das und vieles mehr bietet die Ausstellung, denn über 50 interaktive Exponate zum Anfassen, Hören und Mitmachen laden dazu ein, sich spielerisch mit den "Tabu-Themen" STI und HIV zu befassen.

Acht Menschen, 24 Stunden, achtmal S*x, einmal HIV In der Erlebnis-Ausstellung begegnen Besucher und Besucherinnen acht fiktiven Protagonisten, mitten aus dem Leben gegriffen: Frauen und Männer, einige hetero-, andere homosexuell. Alle wünschen sich, die "GROßE FREIHEIT", ihre Liebe und Lust aus(zu)leben. Sie alle müssen entscheiden, wie sie dabei mit dem Thema STI umgehen. Dabei können die Besucher und Besucherinnen einen Tag im Leben der Protagonisten miterleben, sie beobachten, mit ihnen interaktiv in Kontakt treten und wichtige Entscheidungen mitbestimmen.

Die BZgA hat die Ausstellung als ein zentrales Element ihrer Schutzkampagne "mach’s mit - Wissen & Kondom entwickelt. Vom 04. bis zum 09. Juli ist sie auf dem Tbilisser Platz zu Gast. Lokale Fachstellen und freie Träger aus Saarbrücken und aus der Region wirken aktiv mit und bringen ihre Beratungsangebote in die Ausstellung ein. Gemeinsam mit dem BZgA-Ausstellungsteam stehen die Expertinnen und Experten den Besuchern für Gespräche und Beratungen zur Verfügung und beantworten gerne ihre Fragen.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung in Saarbrücken erklären:
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: "HIV/AIDS kennen die Menschen heute, aber die wenigsten wissen, was Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe, Hepatitis B, Hepatitis C, Herpes genitalis, HPV/Papillomavirus und Trichomonaden sind und dass sie zur Gruppe der sexuell übertragbaren Infektionen - kurz gesagt STI - gehören. STI können das Risiko einer HIV-Infektion um das Zwei- bis Zehnfache erhöhen."

Gaby Schäfer, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes: "Ich bin froh, dass diese Ausstellung nach Saarbrücken gekommen ist. Der hier präsentierte ungezwungene und kommunikative Umgang mit S*xualität stellt eine wesentliche Ergänzung und Bereicherung zu unserer saarlandweiten Testwoche auf HIV/AIDS und STI dar.”

Kooperationspartner/-innen in Saarbrücken Folgende Fachstellen unterstützen die "GROßE FREIHEIT” und wirken aktiv beim Einsatz der Ausstellung in Saarbrücken mit:

- Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes

- Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken

- Gesundheitsamt Saarlouis, Landkreis Saarlouis,

- Gesundheitsamt Merzig-Wadern, Landkreis Merzig-Wadern

- Gesundheitsamt Neunkirchen, Landkreis Neunkirchen

- Gesundheitsamt Homburg, Landkreis Homburg

- Gesundheitsamt St. Wendel, Landkreis St. Wendel

- AIDS-Hilfe Saar e.V.

- pro familia, Beratungsstelle Saarbrücken

- Drogenhilfezentrum Saarbrücken gGmbH

Insgesamt sind 2014 für die "GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben." acht Einsätze vorgesehen. Die nächste Station der mobilen BZgA-Ausstellung ist Münster, vom 01. bis zum 06. September 2014. Außerdem steht im September noch Essen in Nordrhein-Westfalen auf dem Tourplan. Weitere Termine werden zurzeit noch abgestimmt.

Weitere Informationen zur Ausstellung "GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben." und zur Tourplanung 2014 finden Sie hier:
www.große-freiheit.de [ http://www.große-freiheit.de ] und http://www.facebook.com/grossefreiheit.ausstellung
Der Eintritt ist kostenlos.

Informationen zu HIV/AIDS und STI:
http://www.gib-aids-keine-chance.de

Zahlen/Daten/Fakten zu HIV/AIDS und STI:
http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/

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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Pressesprecherin: Dr. Marita Völker-Albert Postfach 91 01 52
51071 Köln
Telefon: 0221 8992-0 / Durchwahl: -280
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"Aktuelle Studienergebnisse: Neue Therapie hilft depressiven Herzpatienten"Berlin – Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist...
28/03/2014

"Aktuelle Studienergebnisse: Neue Therapie hilft depressiven Herzpatienten"

Berlin – Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Für Betroffene, die zudem an einer Depression leiden, verringert sie die Lebensqualität und -erwartung besonders stark. In einer Studie an zehn Kliniken in Deutschland ist nun untersucht worden, ob depressiven Koronarpatienten eine spezielle Psychotherapie hilft. Vor allem sogenannte Typ-D-Persönlichkeiten profitierten von der neuen Therapie. Dieser Typ kommt bei mehr als der Hälfte aller Depressions-Patienten vor. Sie belasten besonders starke negative Gefühle. Die bisher noch unveröffentlichten Ergebnisse stellen Experten bei der heutigen Pressekonferenz vor.

Sind die Herzkranzgefäße derart verengt, dass es zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels kommt, sprechen Experten von der Koronaren Herzkrankheit (KHK). Sie kann zu den als Angina pectoris bekannten Schmerzen in der Brust und zum Herzinfarkt führen. Bei vielen Menschen, die zusätzlich an einer Depression leiden, verläuft die KHK schwerer als bei nicht depressiven Betroffenen. Sie haben ein etwa doppelt so hohes Risiko, in den nächsten Jahren zu versterben wie nicht depressive Patienten.

Depressive KHK-Patienten mit Antidepressiva oder einer Psychotherapie zu behandeln, war bisher meist erfolglos. Nach den Ergebnissen der aktuellen Studie ist eine neuartige Psychotherapie speziell für die Patienten mit einer Typ-D-Persönlichkeit jedoch vielversprechend, obwohl sich bei der gesamten Patientengruppe kein eindeutiger Effekt zeigte. Eine umfassende Gruppenpsychotherapie, die aus tiefenpsychologischen und auch kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapiebausteinen besteht, bildet die Basis der Behandlung. „Bei 60 Prozent der Probanden, die diesen Persönlichkeitstyp aufwiesen, konnten wir einen signifikanten Rückgang der depressiven Symptome beobachten“, sagt Professor Dr. med. Christoph Herrmann-Lingen vom Universitätsklinikum Göttingen, einer der leitenden Wissenschaftler der Studie.

Für die Studie namens SPIRR-CAD hatten 285 depressive Koronarpatienten zunächst drei Sitzungen Einzeltherapie und bei Fortbestehen der Depression zusätzlich 25 Stunden Gruppentherapie erhalten. Die Entwicklung ihrer depressiven Symptome war mit der von 285 Patienten, die keine Psychotherapie erhalten hatten, verglichen worden.

Die Typ-D-Persönlichkeit kennzeichne sich dadurch, immer wieder negative Gefühle wie Verärgerung oder Niedergeschlagenheit zu erleben und diese Mitmenschen gegenüber nicht zum Ausdruck bringen zu können. „Eine Typ-D-Persönlichkeit gilt neben einer Depression als eigenständiger Risikofaktor für den Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Beobachtung, dass solche Patienten überdurchschnittlich von unserer Behandlung profitiert haben, spricht dafür, die Therapie noch einmal gezielt an dieser Patientengruppe zu erproben“, sagt Herrmann-Lingen. Die detaillierten Ergebnisse diskutieren Experten im Rahmen der heutigen Pressekonferenz anlässlich des Deutschen Kongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Berlin Dahlem.

"Mythos „Digitale Demenz“: Machen digitale Medien tatsächlich dumm, aggressiv und einsam?"Forscher der Universität Koble...
28/03/2014

"Mythos „Digitale Demenz“: Machen digitale Medien tatsächlich dumm, aggressiv und einsam?"

Forscher der Universität Koblenz-Landau widerlegen Behauptungen zu den negativen Auswirkungen des Internets anhand einer systematischen Betrachtung der wissenschaftlichen Befundlage.

In populärwissenschaftlichen Büchern wie „Digitale Demenz“ von Manfred Spitzer wird über die schädlichen Auswirkungen von digitalen Medien berichtet und vor der Nutzung des Internets gewarnt. Medienpsychologen der Universität Koblenz-Landau zeigen, dass Spitzers Thesen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen wenig gemein haben. Die Bestandsaufnahme ist in der „Psychologischen Rundschau“ erschienen.

Um populäre Behauptungen zu den schädlichen Auswirkungen von Internet und Co. möglichst objektiv mit dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand abzugleichen, suchten Markus Appel und Constanze Schreiner gezielt nach Meta-Analysen zum Thema digitale Medien. Meta-Analysen sind Studien, in denen vorliegende Befunde vieler Untersuchungen gemeinsam betrachtet werden, mit dem Ziel, einen durchschnittlichen Trend der wissenschaftlichen Ergebnisse zu ermitteln.

Laut Appel und Schreiner widersprechen die wissenschaftlichen Ergebnisse auf vielen Gebieten klar den Thesen zu den schädlichen Auswirkungen des Internets. Nach dem jetzigen Stand der Forschung führe vermehrte Internetnutzung im Mittel weder zu weniger sozialem Austausch, noch zu weniger gesellschaftlich-politischem Engagement. Auch sind intensive Internetnutzer nicht einsamer als Wenignutzer.

Eltern fehlinformiert und fehlgeleitet durch „Digitale Demenz“?
„Die alarmistischen Thesen von Spitzer und Co. haben wenig mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand zu tun“ so Appel, der eine Professur für Medienpsychologie innehat. Laut den Studienautoren verschleierten die nicht sachgemäßen Thesen zu den Auswirkungen von Internetnutzung den Blick für die Herausforderungen, die mit einer Verbreitung von Computer und Internet im Alltag verbunden sind. Appel befürchtet, dass nicht zuletzt Eltern und Lehrkräfte durch Bücher wie „Digitale Demenz“ fehl informiert und damit fehlgeleitet werden. „Wichtig erscheint mir, dass Erziehungspersonen die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen nicht von Vorneherein verteufeln, denn dann wird es schwer, ein kompetenter Gesprächspartner in Sachen Internet zu sein“.

Neben den klaren Diskrepanzen mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand werden in der Studie auch Ergebnisse berichtet, in denen sich Spitzers Thesen und der wissenschaftliche Kenntnisstand überlappen. Diskutiert werden die Aspekte Wohlbefinden, Übergewicht und Aggressionen. Die Zusammenhänge fallen allerdings im Mittel eher schwach aus, so dass auch hier kein Anlass für eine alarmistische Haltung gegeben sei. Im Hinblick auf das menschliche Lernen widerspricht die Befundlage wiederum den Thesen zur „Digitalen Demenz“. Im Mittel ist der größte Wissenszuwachs zu verzeichnen, wenn Instruktionen Face-to-face-Anteile und Computer- bzw. und Internetanteile enthalten, auch die Wirkungsstudien zum Lernen mit Computerspielen zeigen im Durchschnitt positive Effekte.

Nicht berücksichtigt haben Appel und Schreiner Mythen über die keine bzw. keine meta-analytischen Erkenntnisse vorlagen. Dies betrifft beispielsweise die Vermutung, dass das routinemäßige Verwenden von Navigationssystemen zu einer schlechteren räumlichen Orientierung führt.

Ein Grund für die Popularität Medien-kritischer Publikationen sehen Appel und Schreiner in der Bezugnahme vieler Autoren auf neurowissenschaftliche Theorien und Befunde. Diese hätten allerdings in populärwissenschaftlichen Büchern häufig keinen direkten Bezug zu den Kerninhalten, wirkten aber dennoch gerade für Laien überzeugend.

"Neue Studie zu Stressbelastungen bei Erzieherinnen"Eine umfangreiche Studie zu den Berufsbelastungen von Erzieherinnen ...
20/01/2014

"Neue Studie zu Stressbelastungen bei Erzieherinnen"

Eine umfangreiche Studie zu den Berufsbelastungen von Erzieherinnen hat Professor Johannes Jungbauer von der Katholischen Hochschule NRW Aachen durchgeführt und fast 850 Erzieherinnen zu den speziellen Belastungen ihres Berufes befragt.

Das Ergebnis der Untersuchung ist alarmierend, denn viele Erzieherinnen und Erzieher sind extrem Burnout-gefährdet. Stressquelle Nummer eins der Berufsbelastungen für Erzieherinnen ist die mangelhafte Personalausstattung in den Einrichtungen. Das hat zur Folge: Zu große Gruppen, ein unzureichender Betreuungsschlüssel, Zeitdruck und Mehrarbeit wegen erkrankter Kolleginnen.

Weitere Stressoren im Kita-Alltag sind der Geräuschpegel in den Gruppenräumen und die umfangreichen Dokumentationspflichten. Kinder mit deutlichen Disziplinproblemen, einem zusätzlichen Betreuungs- und Förderbedarf und Verhaltensauffälligkeiten stellen ebenfalls starke Berufsbelastungen der Erzieherinnen dar. Viele der befragten Erzieherinnen beklagten auch die überhöhten Ansprüche mancher Eltern oder deren Neigung, Erziehungs- und Bildungsaufgaben an die Kita zu delegieren.

Die Studie zeigt aber auch, dass trotz aller Berufsbelastungen Erzieherinnen ihren Job lieben. Schwierige Kinder bewerten sie zwar als anstrengende Herausforderung, viel größeren Stress aber bereiten ihnen zu große Gruppen und gleichzeitig zu wenig Mitarbeiterinnen.

Je größer die Berufsbelastungen der Erzieherinnen und Erzieher sind, desto stärker sind ihre gesundheitlichen Beschwerden. Bei ihnen liegen die Werte für die Verdachtsdiagnose Burnout deutlich über dem Normwert. Fast ein Fünftel der befragten Personen (18,9 Prozent) leidet sogar unter sehr starken beruflichen Stressbelastungen und gilt damit als Hochrisiko-Gruppe für Burnout. Und fast 15 Prozent der Befragten gaben an, unter deutlichen bis starken psychosomatischen und psychischen Beschwerden zu leiden. „Die von uns analysierten Daten zeigen, dass bei hoher Stressbelastung auch die Betreuungsqualität leidet“, mahnt Prof. Jungbauer. „Strukturell mangelhafte Arbeitsbedingungen, z.B. im U3-Bereich, gehen damit letztlich auf Kosten der Kinder.“

Ein gesundheitsförderlicher Kita-Arbeitsplatz zeichnet sich aus durch ein realistisches, zu bewältigendes Arbeitspensum; ausreichend Zeit für die Kinder; eine angemessene Gruppengröße in Abhängigkeit vom Alter der betreuten Kinder; angemessene Möglichkeiten für Pausen und Erholung sowie tragfähige Lösungen bei Personalausfall. Prof. Jungbauer sieht die Politik hier in der Pflicht: „Schließlich geht es um die Zukunft unserer Kinder.“

"Hochwertige Molkenproteine für Nahrungsmittel"Bei der Käseherstellung anfallende Molke enthält wertvolle Proteine, die ...
20/01/2014

"Hochwertige Molkenproteine für Nahrungsmittel"

Bei der Käseherstellung anfallende Molke enthält wertvolle Proteine, die bisher häufig noch ungenutzt bleiben. Wie sich hochwertige Molkenproteine mithilfe eines neuen Elektromembranverfahrens für die Ernährung gewinnen lassen, untersuchen die Universität Hohenheim und das Fraunhofer IGB in dem von der EU geförderten Projekt Whey2Food mit Partnern aus der Industrie.

Bei der Herstellung von Käse und Kasein fallen große Mengen Molke an. 81 Mio Tonnen pro Jahr kommen allein in der EU an dem wässrigen Reststoff zusammen. Etwa 40 Prozent davon werden bereits heute über Filtration zu Molkekonzentrat und weiter zu verschiedensten Molkenprodukten verarbeitet. Der größte Teil der Molke allerdings bleibt immer noch ungenutzt. Dabei enthält Molke neben Milchzucker und Mineralstoffen vor allem wertvolle Milchproteine. »Als natürliche Bindemittel und Emulgatoren könnten die Proteine in der Lebensmittelindustrie Verwendung finden«, beschreibt Dr. Ana Lucia Vasquez, die das Projekt am IGB leitet, das wirtschaftliche Potenzial und Ziel des neuen Projekts. »Ebenso geeignet sind sie zur funktionellen Nahrungsergänzung z. B. in Säuglingsnahrung oder als Proteinquelle in Sportler-Drinks«, weiß die Expertin.

Für diese Anwendungen müssen die Proteine aus der Molke aber zunächst aufgereinigt werden. Zwar gibt es bereits Ansätze, spezifische Milchproteine, beispielsweise das antithrombogene Caseinmakropeptid, aus Molke zu gewinnen. Die dabei zum Einsatz kommenden chromatografischen Verfahren sind jedoch aufwendig und eignen sich nicht für einen hohen Durchsatz. Molkekonzentrat wird über Ultrafiltration gewonnen. Bei diesem Verfahren passieren die kleinen Moleküle der Molke – Wasser, Mineralstoffe und Milchzucker – die Poren einer Membran, während Proteine zurückgehalten werden. Allerdings werden die Proteine dabei nur in ihrer Gesamtheit konzentriert, nicht aber nach funktionellen Proteinfraktionen abgetrennt. Zudem lagern sich auf den Membranen schnell Rückstände ab. Dieses Fouling verschlechtert die Filtrationsleistung, so dass die Membranen häufig gereinigt werden müssen.

Um Proteine selektiv anzureichern und sie entsprechend ihrer ernährungsphysiologischen oder technologisch-funktionellen Eigenschaften Lebensmitteln zuzusetzen, will das Projekt Whey2Food ein an der Universität Hohenheim entwickeltes Elektromem-branverfahren weiterentwickeln. »Das Verfahren kombiniert die Druckfiltration durch eine poröse Membran mit einem elektrischen Feld. Die Proteine werden dabei nicht nur nach ihrer Größe, sondern gleichzeitig auch nach ihrer Ladung aufgetrennt«, erläutert Vasquez. Im Vergleich zur Ultrafiltration erhöht dies die Ausbeute und reduziert den Reinigungsaufwand. »In Vorversuchen konnten wir zeigen, dass sich mithilfe des Elektromembranverfahrens Peptide oder Proteinfragmente wie Caseinmakropeptid von zwei weiteren typischen Molkenproteinen, alpha-Lactalbumin und beta-Lactoglobulin, abtrennen lassen«, sagt Professor Dr.-Ing. Jörg Hinrichs vom Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie der Universität Hohenheim.

Nun wollen die Forscher das Verfahren für industriell relevante Mengen und nach den für Lebensmittelunternehmen vorgeschriebenen Hygiene- und Reinigungsstandards optimieren. »Mit einer automatisierten Pilotanlage werden wir das Verfahren dann im kontinuierlichen Betrieb bei unseren Projektpartnern Rovita und Schwarzwaldmilch unter realen Bedingungen testen«, so Vasquez. Ein weiterer Vorteil des Elektromem-branverfahrens ist ein reduziertes Fouling. Damit sinken die Betriebskosten und der Energieverbrauch.

Das Projekt »Whey2Food – Enhanced protein fractionation from protein sources for their use in special food applications« wird seit dem 1. November 2013 im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert (Grant Agreement No. 605807). Die deutschen Forschungspartner Fraunhofer IGB und Universität Hohenheim sowie die belgische VITO entwickeln das Verfahren gemeinsam mit einem europäischen Firmenkonsortium.

"Fit für die Zukunft – mit individuellem Sportprogramm für krebskranke Kinder"Sozialministerin lobt bundesweit einmalige...
16/01/2014

"Fit für die Zukunft – mit individuellem Sportprogramm für krebskranke Kinder"

Sozialministerin lobt bundesweit einmaliges Sportprojekt der MHH und Initiative eines Elternvereins / Techniker Krankenkasse übernimmt als erste Kasse die Kosten

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet krebskranken Kindern und Jugendlichen eine deutschlandweit einmalige Sporttherapie: Sie beginnt schon während der stationären Krebsbehandlung und soll dafür Sorge tragen, dass die jungen Patienten in ihrer körperlichen Entwicklung und Leistungsfähigkeit möglichst wenig beeinträchtigt werden. Der Verein für krebskranke Kinder Hannover hat das Projekt mit der Finanzierung einer Stelle erst ermöglicht. Als erste gesetzliche Krankenkasse übernimmt nun die Techniker Krankenkasse (TK) für ihre Versicherten die Kosten der Therapie.

Die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt lobt das Projekt: „Ein innovatives Behandlungskonzept – in Niedersachsen entwickelt, mitfinanziert von einem Elternverein – wird nun von der ersten Krankenkasse getragen. Ich hoffe, weitere Kassen werden folgen.“ Und die Ministerin ergänzt: „Bewegung ist gesund, das gilt auch für krebskranke Kinder. Durch passgenaue Angebote wird die sportliche Aktivität gezielt auf den körperlichen und seelischen Zustand jedes einzelnen Kindes abgestimmt.“

Krebsbehandlung oft über mehrere Jahre

Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland 1.800 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren neu an Krebs, Leukämien sind die häufigsten Diagnosen. „Die Therapien werden immer besser und die Lebenserwartung erhöht sich“, sagt Professor Dr. Christian Kratz, Direktor der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie. Bei einer Leukämie dauert eine komplette Therapie zwei Jahre, davon müssen die jungen Patienten bis zu einem halben Jahr stationär in der Klinik verbringen. „Unsere Kinder liegen oft für Monate im Bett, zu schwach, um auf Toilette zu gehen“, betont der Onkologe. „Ihre komplette Entwicklung liegt brach. Dieses neue Angebot ist eine riesige Ablenkung von der Krankheit und tut nicht nur der körperlichen Entwicklung gut, sondern auch der seelischen.“

Sporttherapie bringt Vertrauen in den Körper zurück

Das MHH-Institut für Sportmedizin hat mit der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie dieses Konzept entwickelt und seit Oktober 2012 getestet. „Wir passen die Trainingsform individuell an“, betont Professor Dr. Uwe Tegtbur. „Die Belastung wird so gewählt, dass wir das Immunsystem positiv beeinflussen“, erläutert der Direktor des Instituts für Sportmedizin. „Wir wollen das Selbstbewusstsein der Kinder oder Jugendlichen stärken und ihnen das Vertrauen in ihren Körper zurückbringen.“ Die körperliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit krebskranker Kinder und Jugendlicher liegt in vielen Fällen um 50 Prozent unter der von Altersgenossen. Gerade in der Pubertät ist der Körper aber besonders anpassungsfähig. „Mit unserem Bewegungskonzept wollen wir diese Chance nutzen, um die Entwicklungsverzögerung der jungen Patienten schon während der stationären Phase, aber auch danach, aufzuholen“, sagt Professor Tegtbur.

Eltern werden mit einbezogen

Das Konzept besteht aus drei Modulen: Sporttherapie, Sport- und Verhaltensschulung sowie einer Erstuntersuchung und Routinenachkontrolle. Die Sporttherapie – ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm – besteht aus Übungen zu Kraft, Ausdauer, Koordination und Stabilisation. Die Übungen finden entweder im oder am Bett des Patienten oder in Trainingsräumen des Instituts für Sportmedizin statt. Die Sport- und Verhaltensschulung schult die betroffenen Kinder und ihre Eltern, um die praktisch erlernten trainingstherapeutischen Maßnahmen auch dauerhaft zu Hause umsetzen zu können. Die Schulungen decken die Themen alters- und entwicklungsgerechte Aktivitäten, Aktivitäten und Training in der Schule und am Heimatort, aber auch Muskelwachstum, Ernährung, Motivationstraining, Selbstbehauptung und Persönlichkeitsentwicklung ab.

Techniker Krankenkasse geht mit MHH neue Wege – Investition in die Zukunft

Als erste gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Techniker Krankenkasse (TK) für ihre Versicherten im Alter vom 3. bis zum vollendeten 17. Lebensjahr die Kosten. „Wir wollen den schwerkranken Kindern eine annähernd normale Kindheit ermöglichen und einen guten Start ins Berufsleben. Dafür sind wir auch gerne bereit, mit der MHH neue Wege zu gehen. Unser Ziel ist es, dass die Patienten durch die neue Therapie mindestens 80 Prozent der altersgemäßen Leistungen bei der Herz- und Lungenfunktion, Muskelkraft und Koordinationsfähigkeit erreichen – zurzeit sind es geschätzt 60 Prozent“, sagt Andreas Meusch, Leiter der Landesvertretungen der TK. Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich evaluiert und die Sporttherapie laufend den Erfordernissen angepasst.

Kinder und Jugendliche nehmen freiwillig teil

Den Start des Projektes im Oktober 2012 hat der Verein für krebskranke Kinder Hannover ermöglicht, der seither die Stelle des Sportwissenschaftlers Torge-Christian Wittke finanziert. Die Professoren Kratz und Tegtbur sind sich einig, dass dieser Elternverein ein echter Glücksfall ist. Wittke, Sozialpsychologe und ehemaliger Leistungssportler, konnte seither etwa 40 Kinder und Jugendliche betreuen. „Jedes Angebot, dass ich den jungen Patienten mache, ist freiwillig – niemand muss an dem Programm teilnehmen“, betont er. „Der Sport ist hierbei nur Mittel zum Zweck: Er lässt die Krankheit für eine kurze Zeit in den Hintergrund treten und hilft, wieder zu einer Alltagsbeweglichkeit zu finden.“

Der 17-jährige Fabian erinnert sich noch gut daran, als Torge-Christian Wittke im Dezember 2012 zum ersten Mal vor seinem Bett in der Kinderklinik stand. „Als ich Torge das erste mal sah und er sich vorstellte, habe ich mich gefreut, dass ich endlich mal wieder körperlich gefordert werde“, sagt Fabian. Noch heute kommt er alle zwei Wochen zur Nachsorgetherapie in die onkologische Ambulanz – inklusive Sporttermin – und zusätzlich jede Woche zur Sportgruppe. Fabian rudert gern oder nutzt das Fahrradergometer.

"App warnt vor Handy-Abhängigkeit"Eine neue kostenlose App erlaubt es Smartphone-Nutzern, ihren Umgang mit dem Handy zu ...
16/01/2014

"App warnt vor Handy-Abhängigkeit"

Eine neue kostenlose App erlaubt es Smartphone-Nutzern, ihren Umgang mit dem Handy zu messen. Informatiker und Psychologen der Universität Bonn haben das Miniprogramm entwickelt. Wer es installiert, kann damit etwa sehen, wie viel Zeit er täglich mit dem Telefon verbringt und welche Anwendungen er am häufigsten verwendet. Die wichtigsten Kerndaten werden anonymisiert an einen Server übermittelt, wo die Wissenschaftler sie auswerten. Die Forscher nutzen bereits eine ähnliche Technik, um Depressionen frühzeitig zu erkennen.

Die Menthal benannte App erfordert das Betriebssystem Android 4.0 oder höher. Sie kann kostenlos aus dem Google Playstore oder unter www.menthal.org heruntergeladen werden. „Wenn Sie eine digitale Diät machen wollen, dann stellen wir Ihnen dazu die Waage zur Verfügung“, sagt Alexander Markowetz, Juniorprofessor für Informatik an der Universität Bonn.

Die App ist Teil eines größeren Forschungsvorhabens zur Untersuchung des Handygebrauchs. Die meisten Studien verlassen sich dazu bis jetzt auf Selbsteinschätzungen der Nutzer. Diese Angaben sind aber unzuverlässig. „Menthal liefert zum ersten Mal belastbare Daten“, betont Markowetz. „Die App kann uns detailliert zeigen, wie der durchschnittliche Mobiltelefonkonsum pro Tag ausfällt.“

Alle zwölf Minuten aktiviert ein Durchschnitts-Nutzer sein Smartphone

In einer bislang unveröffentlichten Studie haben die Forscher mit Menthal das Telefonverhalten von 50 Studenten über einen Zeitraum von sechs Wochen untersucht. „Die Ergebnisse waren zum Teil erschreckend“, kommentiert Dr. Christian Montag, Privatdozent für Psychologie an der Bonner Universität. So nutzte ein Viertel der Probanden sein Telefon mehr als zwei Stunden pro Tag. Im Schnitt aktivierten die Studienteilnehmer 80 Mal täglich ihr Telefon – tagsüber durchschnittlich alle zwölf Minuten. Bei einigen Probanden fielen diese Zahlen gar doppelt so hoch aus.

Der typische Nutzer telefonierte lediglich acht Minuten am Tag und schrieb 2,8 SMS. Der Hauptnutzen des Telefons lag dennoch in der Kommunikation: Mehr als die Hälfte der Zeit nutzten die Probanden Messenger oder tummelten sich in Sozialen Netzwerken. Alleine What'sApp schlug mit 15 Prozent zu Buche, Facebook mit neun Prozent. Spiele brachten es auf 13 Prozent, wobei einige Probanden mehrere Stunden am Tag spielten.

Das Hauptinteresse der Bonner Forscher gilt dem problematischen Handygebrauch. „Wir wollen wissen, wie viel Mobiltelefon-Konsum normal ist und ab wann von einem Zuviel zu sprechen ist“, erläutert Christian Montag. Das Nutzen eines Handys ähnele dem Umgang mit einem Glücksspielautomaten – deswegen werde das Telefon so oft angeschaltet. Bei dieser möglichen neuen Sucht handele es sich noch nicht um eine offiziell anerkannte Erkrankung. „Dennoch wissen wir, dass der Umgang mit dem Mobiltelefon suchtähnliche Symptome hervorrufen kann“, betont Montag. So könne ein übermäßiger Konsum zur Vernachlässigung von wichtigen täglichen Aufgaben oder des direkten sozialen Umfelds führen. „Bei Nichtnutzung kann es sogar zu regelrechten Entzugserscheinungen kommen.“

Handy als Depressions-Detektor

Die App entstand im Rahmen einer breiteren Initiative, Methoden der Informatik in die Psycho-Wissenschaften zu tragen – die Wissenschaftler sprechen auch vom neuen Forschungsfeld der Psycho-Informatik. In einer aktuellen Publikation in der Zeitschrift „Medical Hypothesis“ erläutern sie, inwiefern Psychologie und Psychiatrie von den damit verbundenen Möglichkeiten profitieren könnten. „Es ist beispielsweise denkbar, Handydaten dazu zu nutzen, um Schwere und Verlauf einer Depression zu messen“, erläutert Montag. „Wir führen dazu gerade gemeinsam mit dem Psychiater Prof. Dr. Thomas Schläpfer vom Bonner Universitätsklinikum eine weitere Studie durch.“

Depressionen äußern sich unter anderem in sozialem Rückzug und der Unfähigkeit, sich an Aktivitäten zu erfreuen. Die Krankheit verläuft oft episodisch. „Wir vermuten, dass sich während einer depressiven Phase die Handy-Nutzung messbar ändert“, erläutert Prof. Schläpfer. „Der Kranke ruft dann beispielsweise weniger oft an und geht seltener vor die Tür – eine Verhaltensänderung, die Smartphones dank GPS ebenfalls registrieren können.“ Ein Psychiater könnte das Handy seiner Patienten also als Diagnose-Instrument nutzen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern. „Das geht natürlich nur unter strikter Beachtung des Datenschutzes und nach Einwilligung der Erkrankten“, betont Markowetz.

Überhaupt sei die Einhaltung strenger Datenschutz-Regelungen bei der Auswertung derartiger Daten immens wichtig, sagt Markowetz. Die beteiligten Forscher gehen in ihrer Veröffentlichung explizit auf die daten-ethischen Aspekte ihrer Arbeit ein. Mit der ärztlichen Schweigepflicht existiere eine bewährte Methode für den Umgang mit Informationen, die strikt auf die erhobenen Daten angewendet werde.

"Neue Langzeitstudien-Daten zu Alkoholkonsum und Sterblichkeitsrisiko"Wie eine große europäische Langzeitstudie (EPIC*) ...
15/01/2014

"Neue Langzeitstudien-Daten zu Alkoholkonsum und Sterblichkeitsrisiko"

Wie eine große europäische Langzeitstudie (EPIC*) mit mehr als 380.000 Studienteilnehmern zeigt, haben Frauen und Männer, die lebenslang im Durchschnitt nicht mehr als ein Glas bzw. zwei Gläser Alkohol pro Tag trinken, im Vergleich zu Viel- oder Wenigtrinkern** ein vermindertes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Dies gilt allerdings nur für die Teilnehmer, die zu Beginn der Studie keine Vorerkrankungen aufwiesen. Das Forscherteam unter Führung von Manuela Bergmann und Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung publizierte seine Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift International Journal of Epidemiology (Bergmann et al., 2013; DOI: 10.1093/ije/dyt154).

Viele Studien zeigen, dass der Konsum von Alkohol mit einem höheren Risiko verbunden ist, an bestimmten Krankheiten zu sterben. Hierzu zählen einige Krebsarten, Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer Alkoholabhängigkeit auftreten oder Krankheiten des Verdauungstraktes. Hinzu kommen Todesfälle durch Unfälle oder Gewalteinwirkungen. Die Untersuchungen lassen aber auch annehmen, dass Menschen, die öfter Alkohol trinken, seltener an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung versterben. Allerdings haben nur wenige dieser Studien die Langzeittrinkgewohnheiten der Studienteilnehmer berücksichtigt.

Um zur Klärung der Datenlage beizutragen, haben die an der neuen Untersuchung beteiligten Wissenschaftler Informationen zum Trinkverhalten von Studienteilnehmern im Alter von 20, 30, 40 und 50 Jahren in die Auswertung einbezogen.

Nach den Studiendaten hatten Teilnehmer, die seit ihrem 20. Lebensjahr durchschnittlich nicht mehr als die maximal empfohlene Menge Alkohol pro Tag*** konsumierten, ein um ca. 9-14 Prozent vermindertes Sterberisiko. Dieses machte sich besonders bei den Herz-Kreislauf-Todesursachen bemerkbar und galt nur für Teilnehmer, die bei Studieneintritt nicht an Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs erkrankt waren und zuvor nie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten. Wie die Studie zudem erstmalig zeigt, hatten ehemalige Vieltrinker, die zu Beginn der Studie nur noch ein bzw. zwei Gläser Alkohol pro Tag konsumierten, dennoch ein deutlich erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu Personen, die lebenslang nicht über diese Trinkmenge kamen. So erhöhte sich z. B. ihr Risiko, an bestimmten alkoholbedingten Todesursachen zu sterben, um das 7-fache. Ihr Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung, Krebs oder einer anderen Erkrankung zu sterben, war 1,2- bis 1,8-fach erhöht.

„Auch wir konnten in unserer Studie beobachten, dass Menschen, die lebenslang nur moderate Mengen Alkohol zu sich nehmen, generell ein vermindertes Sterberisiko haben, was besonders deutlich bei den Herz-Kreislauf-Todesursachen zu sehen ist. Da wir diesen günstigen Zusammenhang aber nur bei Menschen beobachteten, die zu Beginn der Studie gesund waren und auch in ihrer Vergangenheit nie zu den Vieltrinkern zählten, gehen wir eher von keinem kausalen Zusammenhang aus“, sagt Manuela Bergmann. „Vielmehr bestärken unsere Ergebnisse die Vermutung, dass gesunde Menschen Alkohol in moderaten Mengen ohne größere nachteilige Folgen für ihre Gesundheit verkraften, der Alkohol aber nicht die Ursache für ihre Gesundheit ist“, ergänzt Heiner Boeing.

Link zur Studie:http://ije.oxfordjournals.org/content/42/6/1772.full.pdf

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