20/08/2026
Im letzten Beitrag haben wir euch bereits die Grundlagen der Eisenaufnahme erklärt. Heute schauen wir uns genauer an, wie Eisen im Darm aufgenommen und ins Blut weitergegeben wird.
Dabei unterscheiden wir zwischen Häm-Eisen und Nicht-Häm-Eisen, da sie unterschiedliche Aufnahmewege nutzen.
Nicht-Häm-Eisen liegt in der Nahrung überwiegend als Fe³⁺ vor und muss zunächst zu Fe²⁺ reduziert werden. Erst dann kann es über den Divalent Metal Transporter 1 (DMT1) in die Darmzelle aufgenommen werden. DMT1 ist dabei kein spezifischer Eisentransporter, sondern kann verschiedene zweiwertige Metallionen transportieren – darunter beispielsweise Mangan, Cobalt und Nickel.
Häm-Eisen wird dagegen als Bestandteil des Häm-Moleküls über das Heme Carrier Protein 1 (HCP1) aufgenommen. Allerdings sind auch weitere Transporter und Aufnahmewege beteiligt, die jedoch noch nicht vollständig geklärt sind.
In der Darmzelle wird das Häm anschließend abgebaut und das darin enthaltene Eisen freigesetzt. Nun liegt es in derselben grundlegenden Eisenform vor wie das aus Nicht-Häm-Eisen aufgenommene Eisen.
Was anschließend mit dem Eisen passiert, hängt vom Bedarf des Körpers ab: Es kann in den Darmzellen im Ferritin gespeichert werden oder über den Eisenexporter Ferroportin ins Blut gelangen.
Im Blut wird Eisen an das Transportprotein Transferrin gebunden. So kann es gezielt zu den verschiedenen Geweben und Organen transportiert werden.
Doch wie gelangt das Eisen anschließend aus dem Blut in unsere Körperzellen?
Genau darum geht es in unserem nächsten Beitrag – denn auch dieser Schritt ist durch ein faszinierendes Zusammenspiel verschiedener Proteine und Regulationsmechanismen streng kontrolliert!