10/08/2026
LED Masken: Anti-Aging mit Farblicht
Futuristisch, fast ein wenig spooky wirken diese neuartigen Gesichtsmasken aus Silikon und mit integrierten LED-Lämpchen. Sie leuchten in verschiedenen Farben und sollen die Haut zum jugendlichen Strahlen bringen. Heimische Hautpflege mit Hightech – ein neuer Beauty-Trend?
Einfach Maske aufsetzen, per Fernbedienung eine Farbe wählen, zurücklehnen und einige Minuten zu Hause auf dem Sofa entspannen. Danach soll die Gesichtshaut erfrischt aussehen, Falten sollen geglättet und Pickel verschwunden sein. Smarte Beauty-Technik begeistert in den sozialen Medien, sogenannte Skinfluencer hypen diese LED-Masken, die ohne viele Cremes und Salben auskommen. Daher begeistern sich vor allem „pflegemuffelige“ Männer dafür. Was aber können die Masken genau und wo ist Vorsicht angesagt?
Wirkung geht unter die Haut
Anders als eine Creme dringt LED-Licht in tiefer liegende Hautschichten ein. Das ist bei der meist etwas dickeren Männerhaut, in der kosmetische Wirkstoffe schlechter ans Ziel gelangen, von Vorteil. Das Licht regt die Zellregeneration an und kann das Hautbild verbessern. Je nach Farbe und Wellenlänge entfaltet es seine Wirkung: Rot fördert die Durchblutung und mobilisiert die Kollagenbildung, kann Fältchen glätten und den Teint straffen. Blaues Licht wirkt antibakteriell, kann gegen Unreinheiten, Rasierpickelchen und Akne helfen. Leuchten die LEDs grün, soll dies die Haut beruhigen und den Teint frischer wirken lassen, gelbes Licht kann zudem Altersflecken, eine Hyperpigmentierung, mildern. Infrarot-Licht wiederum erwärmt die Haut, hemmt Entzündungen und fördert die Regeneration. Mehrere kleine Studien belegen diese Wirkungen, Langzeitstudien stehen bei einer so neuen Technologie noch aus. Übrigens: Ganz ohne Creme funktioniert auch diese Behandlung nicht und nach einer „Sitzung“ sollten Sie immer eine feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen.
Schattenseiten der Lichttherapie
Auch wenn die LEDs gesundheitlich verträgliche Wellenlängen nutzen, sollte das Licht nicht direkt in die Augen strahlen. Viele Anbieter liefern daher ein Augenpad mit. Wichtig: Auch mit Schutz nie direkt in die LEDs schauen! Zudem sollte die Anwendung nicht länger als 20 Minuten dauern, zwei- bis dreimal pro Woche maximal. Bei Allergien, Hauterkrankungen wie Rosacea und Ekzemen sowie bei sehr empfindlicher Haut unbedingt erst den Rat eines Dermatologen einholen. Wer eine Augenerkrankung, zum Beispiel altersbedingte Makuladegeneration, Glaukom oder Retinopathie hat, sollte LED-Masken nicht anwenden. Sprechen Sie auch zuerst mit Ihrem Arzt, wenn Sie unter Epilepsie, lichtbedingter Migräne oder Depressionen leiden. Ein No-Go sind die Masken auf verletzter, verbrannter oder wunder Gesichtshaut. Auch nach einer Gesichtsbehandlung, etwa mit Laser oder einem chemischen Peeling, muss sich die Haut erst erholen, ehe sie wieder bereit für eine LED-Therapie ist.
Sicher kaufen und anwenden
LED-Masken werden mit verschiedenen Licht-Kombinationen angeboten und hauptsächlich übers Internet vertrieben. Erhältlich sind sie jedoch auch in Ihrer Vor-Ort-Apotheke – meist auf Bestellung. Der große Vorteil: Hier erhalten Sie kompetente Beratung und Anwendungs-Tipps. Außerdem kann das Apothekenteam mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten prüfen – denn wer Präparate nimmt, die die Haut lichtempfindlich machen, muss LED-Masken (leider) meiden.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de