11/06/2026
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Krafttraining im Alter – eine differenzierte Betrachtung
Die wissenschaftliche Datenlage zeigt, dass regelmäßiges Krafttraining im höheren Lebensalter einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Muskelmasse, Knochendichte, Gleichgewicht und funktioneller Leistungsfähigkeit leisten kann. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des altersbedingten Muskelabbaus von Bedeutung.
Dabei wird jedoch häufig übersehen, dass der Nutzen nicht allein von der Trainingsform abhängt, sondern vor allem von einer angemessenen Belastung, einer korrekten Ausführung und einer individuellen Anpassung an die jeweiligen Voraussetzungen.
Gerade bei Personen ohne Trainingserfahrung können unzureichende Anleitung, fehlerhafte Bewegungsmuster oder ungeeignete Belastungen das Verletzungsrisiko erhöhen und bestehende Beschwerden verstärken.
Aus trainingswissenschaftlicher Sicht ist daher nicht entscheidend, ob Kraft an Geräten, mit freien Gewichten, durch funktionelles Training oder durch entsprechend belastende Yoga-Praxis aufgebaut wird. Entscheidend ist, dass Muskulatur, Knochen und neuromuskuläre Steuerung regelmäßig und angemessen gefordert werden.
Die Empfehlung sollte daher nicht lauten: „Jeder muss Kraftsport machen“, sondern: „Jeder sollte seine Kraftfähigkeiten auf eine qualifizierte und individuell passende Weise erhalten und fördern.“