09/07/2026
Stress im Alltag führt nicht nur zu…
… einem Gefühl von Überforderung.
Dauerhafter Stress beeinflusst den gesamten Körper.
Zum einen kann er die Psyche stark belasten und zu Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen oder anhaltender Erschöpfung führen.
Zum anderen kann er das Risiko für körperliche Erkrankungen erhöhen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck), Magen-Darm-Beschwerden, ein geschwächtes Immunsystem oder chronische Schmerzen.
Auch eine erhöhte Muskelanspannung ist eine häufige Folge.
Und genau hier beginnt häufig auch unsere Arbeit in der Physiotherapie.
Denn viele Menschen reagieren auf Stress mit einer dauerhaft erhöhten Muskelspannung.
Die Schultern ziehen nach oben.
Der Nacken wird fest.
Die Atmung wird flacher.
Der Körper bleibt im „Anspannungsmodus“.
Bleibt dieser Zustand über Wochen oder Monate bestehen,
können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen entstehen.
Deshalb behandeln wir in der Physiotherapie oft nicht nur Muskeln und Gelenke.
Wir betrachten den Menschen als Ganzes.
Ein spannender Ansatz, um Lösungsansätze für ein gesundes Leben zu finden, stammt vom Gesundheitswissenschaftler Aaron Antonovsky.
Er stellte sich nicht die Frage:
„Warum werden Menschen krank?“
Sondern:
„Warum bleiben manche Menschen trotz großer Belastungen gesund?“
Seine Forschung zeigte:
Entscheidend ist nicht nur, wie viel Stress wir erleben.
Sondern auch, wie wir ihn verstehen, bewältigen und welche Ressourcen uns zur Verfügung stehen.
Genau deshalb lohnt es sich,
nicht nur den Körper zu stärken,
sondern auch auf ausreichend Bewegung, Erholung, Schlaf und soziale Kontakte zu achten.
Denn Gesundheit entsteht nicht durch einen einzelnen Faktor.
Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Körper und Psyche.