29/05/2026
Ich kenne das Imposter-Syndrom. Gut.
Wenn ich glaube, ich bin nie genug. Und ach, ich kann eigentlich gar nichts und wie konnte ich so tollkühn sein zu glauben, dass ich irgendwas schaffen könnte und überhaupt, wer hat mir eigentlich erlaubt, mich als Therapeutin auf die Menschheit loszulassen.
Und dann höre ich wegen Hartmut Rosa den Hielscher Podcast und möchte weinen vor freudiger Begeisterung. Ich bin so dermaßen angetan gewesen, dass ich beim Wäsche aufhängen im Keller mit den EarPods drin und ganz alleine andauernd „Jaaa, genau“ vor mich hin gerufen habe.
In dem Podcast erzählt dieser berühmte Soziologe über seine Wahrnehmung von Zeit und Raum. Darüber, wie wir Räume um uns erleben. Und wie wir die Räume immer enger machen. Durch eine Verengung des Fokus und wie wir die Welt wahrnehmen.
Allein durch die Nutzung von Karten wie Maps entgeht uns der Weltenraum um uns herum. Alles wird eindimensionaler und wir verlieren den Bezug zu Umwelten und Zeit und Raum.
Wir bilden Hüllen um unsere Innenräume. Die Haut und darüber die Kleidung als eine Art Gefäß um uns herum. Er erweitert es um absurd große Autos.
Etwas geht mir unter die Haut, sagen wir ja auch, wenn uns etwas in unserem Innen berührt.
Und genau das sind meine Themen. Fast täglich in meiner Hypnosepraxis, wenn es um Metaphern geht und Veränderungen in unseren Räumen. Mit dem Raum als Grundmetapher des Menschen.
Vielleicht kennst du sprachliche Ausdrücke wie: Wir sind ein Stück des Weges zusammen gegangen, ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut, in mir trage ich diese Verletzung, ich bin irgendwo hängen geblieben.
All das sind räumliche Metaphern und über diese Metaphern lässt sich Veränderung hypnotisch schnell und nachhaltig erleben.
Innen, außen, oben, unten, jenseits dessen oder darüber hinaus?
Ich arbeite mit Neugier statt Spannung. Kindliche Neugier ist so kraftvoll als Ressource und Hartmut Rosa benennt einen Spielraum, den Kinder in der Ganzheit erkunden.
Ich glaube, das war der Moment, in dem ich in meinem inneren Erlebnisraum vor Freude etwas eskaliert bin.
Weil es genau darum in meinem offenen Seminar im September geht.
Darum, wie wir uns wahrnehmen, wo unsere Aufmerksamkeit fokussiert ist. Im Weitwinkel oder als fokussierte Aufmerksamkeit.
Es geht im Lehrraum um einen Zwischenraum, in dem ein Leerraum entsteht und den füllen wir an. Mit all dem, was bisher fehlte, um sich in sich zu fühlen.
Wir nutzen den Raum wie einen Co-Trainer und erobern im Lehrraum rebellisch unsere Spielräume zurück. Wir arbeiten mit Metaphern und Veränderungen in Raum und Zeit.
Ich bin begeistert.
Und um Hannah Arendt zu zitieren:
„Wenn Menschen zusammenkommen, muss man mit Wundern rechnen“.
Ich gebe schon mal eine Hörempfehlung für den Podcast, obwohl ich es noch gar nicht richtig zu Ende gehört habe.
Und für mein Seminar gebe ich natürlich auch eine Anmeldeempfehlung. Es wird toll! Lasst uns zusammenkommen.
Wir erleben:
„Ein Abenteuer in Raum und Zeit“ Den Seminartitel habe ich mir beim Doctor ausgeborgt. Doctor? Doctor Who.
Schreib mir gerne, wenn du Fragen dazu hast, damit wir gemeinsam schauen können, ob es was für dich ist.
Und jetzt habe ich den Faden verloren …
Ach so, genau.
Und schon kickt mich das Imposter Syndrom weniger. Den Link zum Seminar packe ich in die Kommentarspalte.
Habt ein gutes Wochenende