Neuropsychologie und Psychotherapie/ Neuropsychology and Psychotherapy

Neuropsychologie und Psychotherapie/ Neuropsychology and Psychotherapy Grundlagenforschung & Interventionen für psychologische Störungen (u.a. Psychosen, Zwangsstörungen, Impulskontrollstörungen)

Neue Publikation im Deutschen Ärzteblatt 🎉Unsere randomisierte klinische Studie unter der Leitung von Anna Baumeister, L...
17/09/2026

Neue Publikation im Deutschen Ärzteblatt 🎉
Unsere randomisierte klinische Studie unter der Leitung von Anna Baumeister, Lea Schuurmans und Steffen Moritz zur Wirksamkeit einer Selbsthilfe-App für Erwachsene mit ADHS ist in der 14. Ausgabe 2026 des Deutschen Ärzteblatt International erschienen!
Danke an alle Kolleg:innen, Ko-Autor:innen und natürlich Teilnehmer:innen, die diese Publikation möglich gemacht haben.
Warum das wichtig ist
Erwachsene mit ADHS sind psychotherapeutisch häufig unterversorgt. Digitale, selbstgeführte Angebote könnten helfen, diese Versorgungslücke zu verkleinern – flexibel und niedrigschwellig.
Die Studie
307 Erwachsene mit gesicherter ADHS-Diagnose nahmen teil. Über 12 Wochen wurde die digitale Intervention zusätzlich zur üblichen Versorgung mit einer Kontrollgruppe in Bezug auf Lebensqualität und ADHS-Symptomatik verglichen.
Das Ergebnis
Nach 12 Wochen zeigte sich eine signifikant stärkere Verbesserung der ADHS-bezogenen Lebensqualität in der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe (d = 0,54). Auch ADHS-Symptome und funktionelle Beeinträchtigungen verbesserten sich stärker.

Die Ergebnisse zeigen das vielversprechende Potenzial selbstgeführter digitaler Interventionen für Erwachsene mit ADHS. Wir freuen uns sehr, dass die App mit der Publikation nun eine Vielzahl von Fachkräften erreicht und damit hoffentlich vielen Patient:innen zugutekommt!
📖 Jetzt im Deutschen Ärzteblatt: DOI 10.3238/arztebl.m2026.0065

P.S.: Auch die Folgestudie ist bereits abgeschlossen und befindet sich in Vorbereitung zur Veröffentlichung. Beide Studien sind im Rahmen des DiGA-Zulassungsprozesses entstanden und von der MiNDNET E-Health Solutions AG gesponsort worden.

Helfen Sie mit, das Bergen 4-Day Treatment für Menschen mit Zwangsstörungen zugänglich zu machen.  Die Nachfrage ist da....
03/09/2026

Helfen Sie mit, das Bergen 4-Day Treatment für Menschen mit Zwangsstörungen zugänglich zu machen.

Die Nachfrage ist da. Die Behandlung ist da. Der Zugang fehlt.
Über 750 Menschen stehen auf unserer Warteliste für das Bergen 4-Day Treatment (B4DT) für Menschen mit Zwangsstörungen. Das B4DT ist eine neue, wirksame Behandlungsmethode aus Norwegen, welche wir in Deutschland eingeführt haben. Trotz der großen Nachfrage können wir sie derzeit nicht regelhaft anbieten.
„Für mich hat das B4DT im Grunde alles verändert. Ich hätte nicht gedacht, dass sich in so kurzer Zeit so viel bewegen kann. Der Zwang ist mittlerweile Geschichte.“
– Teilnehmer des B4DT
Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie uns, das zu ändern:
👉 change.org/B4DT_Zwangsstörung Vier Tage intensive Behandlung
📅 Das B4DT ist eine konzentrierte Form der Expositionstherapie an vier aufeinanderfolgenden Tagen.
Die Ergebnisse bei uns am UKE sind vielversprechend: Ein Jahr nach der Behandlung zeigten 78 % eine klinisch relevante Verbesserung (mindestens 35 % weniger Zwangssymptome als zu Beginn), 51 % hatten keine klinisch relevante Zwangssymptomatik mehr.
Gerade jetzt braucht es wirksame Versorgung
🏥 Die Versorgung psychisch erkrankter Menschen steht unter Druck: Steigende Inanspruchnahme, knappe Ressourcen und Fachkräftemangel stellen das Versorgungssystem vor große Herausforderungen.
Umso wichtiger ist es, wissenschaftlich geprüfte und effiziente Behandlungsmöglichkeiten in die Versorgung zu bringen – statt sie nach Ende eines Forschungsprojekts wieder zu verlieren.

Forschung muss Versorgung werden
🔬 Das B4DT wurde in Deutschland wissenschaftlich untersucht und Therapeut:innen wurden bereits geschult. Trotzdem kann die Behandlung außerhalb von Forschungsprojekten derzeit nicht regelhaft angeboten und angemessen abgerechnet werden.
Das möchten wir ändern.

Ihre Unterschrift kann helfen
✍️ Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die Forderung, die notwendigen Schritte für eine Überführung des B4DT in die Regelversorgung einzuleiten.
Je mehr Menschen unterschreiben und die Petition teilen, desto sichtbarer wird der Bedarf gegenüber den verantwortlichen Entscheidungsträger:innen.
📣 Unterzeichnen. Teilen. Weitersagen.

Neue Publikation zu Achtsamkeit bei Brustkrebs in Psycho-Oncology 🎉Achtsamkeit bei Krebspatient:innenKann ein vollständi...
27/08/2026

Neue Publikation zu Achtsamkeit bei Brustkrebs in Psycho-Oncology 🎉
Achtsamkeit bei Krebspatient:innen
Kann ein vollständig online durchgeführter MBSR-Kurs (Intervention zu Achtsamkeit) kognitive Beschwerden wie Vergesslichkeit nach einer Krebsbehandlung lindern? Unsere randomisierte kontrollierte Studie in Kooperation mit dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) unter der Leitung von Matthias Rostock und Steffen Moritz liefert neue Erkenntnisse.

Worum geht es?
Kognitive Beeinträchtigungen nach einer Krebs-Behandlung können Alltag und Lebensqualität zusätzlich stark belasten. Untersucht wurde ein klassischer 8-wöchiger MBSR-Kurs – vollständig online! Die Idee zu dieser Studie hatte Matthias Rostock vom UCCH währendder Corona-Pandemie. Online-Angebote können natürlich auch außerhalb von Pandemien und Ausgangsbeschränkungen sinnvoll sein, besonders für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder ein geschwächtes Immunsystem haben – denn sie können unkompliziert von zu Hause aus teilnehmen.

Die Ergebnisse
Nach 8 Wochen verbesserten sich die subjektiv wahrgenommenen kognitiven Funktionen in der Interventionsgruppe signifikant stärker als in der Kontrollgruppe. Auch Lebensqualität, Fatigue und depressive Symptome verbesserten sich.

Auch langfristig?
Die beobachteten Verbesserungen berichteten die Teilnehmenden der Interventionsgruppe auch noch 3 Monate später. Auch der Vorher-Nachher-Vergleich in der Kontrollgruppe, die nach 8 Wochen Wartezeit ebenfalls am Kurs teilnehmen konnten, bestätigten die positiven Wirkungen.

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Online-MBSR eine gut zugängliche supportive Option bei krebsbezogenen kognitiven Beschwerden sein kann. Dies ist natürlich nur als komplementäre Behandlung und nicht als Ersatz für eine Leitlinientherapie zu sehen.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Studien-Kursleiterin Renate Kommert, die die MBSR-Kurse mit großer Expertise und Leidenschaft durchgeführt hat, sowie an alle Patient:innen für ihr Engagement in der Studie.

Die Studie wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Hamburger Krebsgesellschaft e. V. unterstützt. Die Open-Access-Veröffentlichung wurde durch Projekt DEAL ermöglicht.

📖 Open Access in Psycho-Oncology: DOI 10.1002/pon.70566

Was macht ein Clinical Scientist?Zwischen Station und Statistik Unser Team-Mitglied Jakob versorgt an einigen Tagen als ...
14/08/2026

Was macht ein Clinical Scientist?
Zwischen Station und Statistik
Unser Team-Mitglied Jakob versorgt an einigen Tagen als Psychotherapeut Patient:innen auf der Station für Angst- und Zwangsstörungen, an anderen Tagen schreibt er Artikel als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Damit vereint er als Clinical Scientist klinische Erfahrung mit wissenschaftlicher Neugier. Auf Station koordiniert er mehrere Studien.

Was wirkt wie?
Zum Beispiel läuft auf Station aktuell die „Wie wirkt was?“-Studie. Die untersucht, wie gut die Regelversorgung wirkt und welche Bedeutung einzelne Therapiebausteine für den Behandlungserfolg haben – zum Beispiel die Therapieerwartung von Patient:innen.

Wenn Klinikalltag auf Forschung trifft
Die Forschungsinfrastruktur ermöglicht weitere Studien. So haben wir zum Beispiel den Einsatz von Avataren in einzelnen Sitzungen getestet, um die Distanzierung von Zwangsgedanken zu erleichtern. Außerdem untersuchten wir, welche therapeutischen Prozesse in welchen Sitzungen beim Metakognitiven Training bei Depressionen angestoßen werden. Auch konnten wir den DIAMOND als diagnostisches Interview validieren (Download: uke.de/diamond).

Das sagt Jakob:
„Forschung im Stationsalltag ist manchmal herausfordernd... gleichzeitig enorm wichtig, um damit langfristig Psychotherapie auch für jene Menschen weiterzuentwickeln, die sich in sehr schweren psychischen Krisen befinden.“

💡🔬📊 StudieVon der Idee zur Studie: Warum Forschung Förderung braucht💡 Warum gute Ideen allein nicht reichenBevor ein For...
05/08/2026

💡🔬📊 StudieVon der Idee zur Studie: Warum Forschung Förderung braucht
💡 Warum gute Ideen allein nicht reichen
Bevor ein Forschungsprojekt startet, liegt oft schon viel Arbeit hinter uns: zunächst muss natürlich eine neue Idee vorhanden sein. Danach muss dieser „Rohling“ geschärft, wissenschaftlich begründet und realistisch umsetzbar gemacht werden. Dafür braucht es Ressourcen – also Personal, Materialien und Technik. Da diese oft nicht zur Verfügung stehen, müssen für die meisten neuen Projekte zunächst Fördermittel eingeworben werden.
📝 Was ist ein Förderantrag?
Ein Förderantrag ist mehr als ein Antrag auf finanzielle Zuwendung: Er enthält ein ausführliches Konzept für das geplante Forschungsprojekt. Darin beschreiben wir die Fragestellung und ihre Relevanz, wem das Projekt helfen und wie die Studie konkret durchgeführt werden soll. Auch Zeitplan, Personalbedarf, Budget und geplante Auswertungen müssen bereits mitgedacht werden.
🏛️ Wer fördert Forschung?
Fördermittel können z. B. von öffentlichen Geldgebern, Ministerien, Stiftungen oder lokalen Förderprogrammen kommen. Häufig spricht man hier von Drittmitteln: Das sind Gelder, die zusätzlich zum regulären Budget einer Universität oder Klinik für bestimmte Forschungsprojekte eingeworben werden. Förderer veröffentlichen Ausschreibungen, in denen steht, welche Forschung sie aktuell unterstützen möchten. Wir prüfen dann, ob eine Projektidee dazu passt oder entwickeln eine neue Idee aus einer beobachteten Forschungs- oder Versorgungslücke.
🔍 Warum ist das so aufwändig?
Viele zentrale Entscheidungen müssen bereits im Vorwege sehr genau durchdacht werden: Studiendesign, Zielgruppe, Ein- und Ausschlusskriterien, zentrale Outcomes, Zeitplan, Personalbedarf, Ethik, Datenschutz und Sicherheit. Ein guter Antrag muss nicht nur eine gute Idee beschreiben, sondern auch zeigen, dass sie wissenschaftlich fundiert, ethisch vertretbar und praktisch umsetzbar ist.
👥 Wofür braucht Forschung Geld?
In der Psychotherapieforschung geht es oft weniger um teure Geräte, sondern vor allem um qualifiziertes Personal: Menschen, die z.B. Studien vorbereiten, Diagnostik durchführen, und Ergebnisse auswerten. Hinzu kommen zum Beispiel Mittel für therapeutische Materialien oder Hardware/Software. Wird ein Antrag bewilligt, müssen die Fördermittel genau für die im Antrag beschriebenen Zwecke eingesetzt werden.
🔁 Und wenn ein Antrag nicht bewilligt wird?
Auch das gehört zur Forschung dazu. Nicht jeder Antrag wird gefördert, selbst wenn die Idee gut ist. Bei einigen Programmen ist die Förderquote weiter unter 10%. Oft müssen Anträge überarbeitet, weiterentwickelt und erneut eingereicht werden. Förderanträge kosten viel Zeit, aber sie sind häufig die Grundlage dafür, dass aus einer klinischen Beobachtung oder Versorgungslücke ein neues Forschungsprojekt, ein Hilfsangebot oder eine Therapieinnovation entstehen kann.

Von persönlicher Erfahrung zur Forschungsidee: Die Geschichte hinter MukoHelp📌 MukoHelp – CF Therapie für die SeeleMukoH...
31/07/2026

Von persönlicher Erfahrung zur Forschungsidee: Die Geschichte hinter MukoHelp
📌 MukoHelp – CF Therapie für die Seele
MukoHelp ist ein psychologisches Selbsthilfeprogramm für Menschen mit Mukoviszidose, auch Cystische Fibrose genannt. Es wurde entwickelt, um Betroffene niedrigschwellig im Umgang mit psychischen Belastungen im Alltag zu unterstützen.
💡 Wie alles begann...
Während ihres Psychologiestudiums lernten sich PD Dr. Franziska Miegel und Carina von Stackelberg kennen. Für Carina war das Thema psychische Gesundheit bei chronischen Erkrankungen nicht nur wissenschaftlich relevant – sie lebt selbst mit Mukoviszidose.
Bereits in ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit der Therapiemotivation von Menschen mit Mukoviszidose. Dabei wurde deutlich: Trotz großer körperlicher Belastungen erhalten viele Betroffene kaum psychologische Unterstützung.
🧠 Aus der Idee wird ein Projekt
Aus dieser Beobachtung entstand MukoHelp: ein Selbsthilfeprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Mukoviszidose zugeschnitten ist.
Mit Förderung durch den Mukoviszidose e.V. wurde das Programm entwickelt und in einer ersten randomisiert-kontrollierten Studie untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Teilnehmenden.
🏆 Weiterentwicklung
Auf Basis dieser Erfahrungen wurde MukoHelp weiterentwickelt. Für das Folgeprojekt wurde das Team mit dem Christiane-Herzog-Forschungspreis ausgezeichnet.
In der anschließenden Studie zeigte sich, dass MukoHelp insbesondere die Krankheitsakzeptanz verbessern kann – ein wichtiger Faktor für den Umgang mit einer chronischen Erkrankung.
🔄 Mehr als ein Manual
Aus der ersten Forschungsidee entstanden neue Kooperationen mit Mukoviszidose-Ambulanzen, Rehabilitationskliniken und Patientenorganisationen in ganz Deutschland.
Expertin von Beruf & Expertin von Erfahrung
Was mit einer Masterarbeit begann, wurde zu einem mehrfach ausgezeichneten Forschungsprojekt – mit dem Ziel, psychologische Unterstützung für Menschen mit chronischen Erkrankungen langfristig zugänglicher zu machen.
Vielen Dank an alle Betroffenen, Kooperationspartner:innen, Fördernden und Unterstützer:innen, die MukoHelp möglich gemacht haben.

Team-Retreat zur Neuausrichtung unserer ForschungWo wollen wir hin? Unser Forschungsbereich (damals noch Arbeitsgruppe K...
22/07/2026

Team-Retreat zur Neuausrichtung unserer Forschung

Wo wollen wir hin?
Unser Forschungsbereich (damals noch Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie) existiert seit 1995. Angefangen hat alles mit drei Männern im Keller der Psychiatrie: Burghard Andesen, Steffen Moritz und Reinhard Maß (mittlerweile sind die Männer im Team klar in der Unterzahl). Die letzten 30 Jahre folgten selten einer ausgetüftelten Strategie. Unsere Forschung war vielfach bestimmt durch Gelegenheiten, spontane Ideen, Bauchgefühl, Interesse (z.B. in Bezug auf Apps) und vielvielviel Zufall. Daher widmeten wir uns im Mai in Timmendorf zwei volle Tage diesen beiden Fragen: Was ist uns wirklich wichtig und wo wollen wir hin?

Werte und Ziele
Zunächst überlegte jedes Team-Mitglied, was ihr:ihm besonders wichtig ist. Jakob Scheunemann moderierte das gemeinsame Clustern, worüber wir zunächst sieben Werte erarbeiteten. Wir beschäftigten uns mit vier davon vertiefend: gesellschaftlicher Einfluss (also Forschung, die wirklich etwas bewegt), finanzielle Unabhängigkeit (Bestandsicherung des Forschungsbereichs), Miteinander (gegenseitige Unterstützung, familiäres Miteinander) und Qualität (wie sichern wir Zugang zu hochkarätigen Journalen und vermeiden Fehler). Uns allen ist wichtig: Unsere Arbeit sollte tatsächlich etwas bewirken und bei Betroffenen ankommen– nicht nur Forschung für Publikationen und Anträge zur Stellensicherung.
Spannungsfelder erarbeiten
Lara Wille leitete uns im „Polarity Mapping“ an. Darin beschäftigten wir uns mit einzelnen Spannungsfeldern, beispielsweise wie wir Quantität und Qualität miteinander in Einklang bringen. Qualität ist die Grundlage jeder Forschung, jedoch erreichen wir v.a. über Quantität Sichtbarkeit, gesellschaftlichen Einfluss und Skalierbarkeit. Danke an Lara, Jakob und Lea and dieser Stelle für die hervorragende Vorbereitung.

Open Science
Franziska Miegel und Lena Jelinek leiteten eine Einheit zum Thema Open Science an, denn wir wollen unsere Forschung noch transparenter gestalten. Sowohl für andere Forschende, zum Beispiel durch die Bereitstellung von genauen Analysen, aber natürlich auch für die breite Öffentlichkeit, damit unsere Erkenntnisse den berühmten Elfenbeinturm verlassen.

Am zweiten Tag wurden wir konkret
Gemeinsam vereinbarten wir konkrete Schritte, wie wir unsere Werte und Ziele erreichen, darunter wie wir neue Finanzierungswege erschließen, Anleitungen fürs Artikelschreiben und und und. Wichtig. „Butter bei die Fische“– wie man im Norden sagt: es wurden konkrete Deadlines und Verantwortliche benannt und v.a. Kriterien entwickelt, anhand derer wir merken, dass wir Ziele erreicht haben.

Klare Empfehlung!
Wir können allen Teams so ein Retreat nur empfehlen… nächstes Mal planen wir einen Tag mehr ein, damit mehr Zeit für Team-Aktivitäten wie Wikinger-Schach oder Hitster bleibt.

🎺🎺🎺 Neue Unterstützung für Menschen mit BFRBs (Nägelkauen, Skin Picking & Co.): mygruup startet am 1. August!Body-focuse...
15/07/2026

🎺🎺🎺 Neue Unterstützung für Menschen mit BFRBs (Nägelkauen, Skin Picking & Co.): mygruup startet am 1. August!

Body-focused Repetitive Behaviors (BFRBs) wie Nägelkauen, Lippen- und Wangenbeißen, Trichotillomanie (Haareausreißen), Zähneknirschen (tagsüber), Daumenlutschen im Erwachsenenalter oder Skin Picking (Dermatillomanie, Knibbeln) betreffen weit über eine Million Menschen allein in Deutschland. Dennoch erhalten viele Betroffene aufgrund langer Therapiewartezeiten oder fehlender spezialisierter Angebote keine passende Unterstützung. Aus Scham oder Hoffnungslosigkeit unternehmen viele nicht einmal den Versuch, sich Hilfe zu suchen.
Deshalb freuen wir uns sehr, mygruup wissenschaftlich begleiten zu dürfen (https://www.mygruup.com).
mygruup baut auf einem von uns entwickelten Online-Konzept auf, das wir über zwei Jahre geplant und durchgeführt haben. Die Rückmeldungen der mehr als 80 Teilnehmenden waren ermutigend; die Gruppen wurden insgesamt als hilfreich erlebt.
Das Konzept hat also Potenzial. Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass es wichtigen Weiterentwicklungsbedarf gibt – insbesondere inm Hinblick auf Nachhaltigkeit, Anonymität, Nutzerfreundlichkeit und die langfristige Begleitung nach dem Programm. Das können wir als universitäre Abteilung allein nicht leisten.
Deshalb haben wir uns nach Partnern umgesehen, die unsere Selbsthilfe-Idee nicht nur weitertragen, sondern konsequent weiterentwickeln möchten. So entstand die Zusammenarbeit mit der Healthy Projects GmbH. mygruup hebt unseren Ansatz auf ein neues Level: Das Programm bietet wissenschaftlich fundierte, moderierte Online-Selbsthilfegruppen, in denen etablierte und wissenschaftlich untersuchte Selbsthilfetechniken vermittelt werden. Ergänzt wird das Angebot durch eine App, die den Transfer in den Alltag unterstützt und auch nach dem achtwöchigen Programm verfügbar bleibt. Das Programm ersetzt keine Psychotherapie.
Uns war vor allem wichtig, hierfür einen Partner zu finden, dem soziale Verantwortung am Herzen liegt. Deshalb wird für jede Gruppe ein kostenloser Platz für Menschen angeboten, die sich das Programm sonst nicht leisten könnten.
Wir verstehen unsere Rolle weiterhin als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wir sind wirtschaftlich nicht an mygruup beteiligt. Unsere Aufgabe am UKE besteht in der wissenschaftlichen Begleitung, der inhaltlichen Mitgestaltung und der ergebnisoffenen Evaluation.
📅 Die ersten Gruppen starten am 1. August.
Alle Informationen zum Programm und zu den Startterminen: https://www.mygruup.com
Wenn Sie Betroffene, Angehörige oder Kolleginnen und Kollegen kennen, für die dieses Angebot interessant sein könnte, freuen wir uns sehr, wenn Sie diesen Beitrag teilen. Auf der Website finden Sie außerdem frei zugängliche Blogbeiträge und Podcasts mit Informationen rund um BFRBs.

🎉Luzie Lohse hat ihre Dissertation erfolgreich verteidigt!Wir freuen uns sehr, dass unsere Kollegin Luzie Lohse erfolgre...
10/07/2026

🎉Luzie Lohse hat ihre Dissertation erfolgreich verteidigt!

Wir freuen uns sehr, dass unsere Kollegin Luzie Lohse erfolgreich ihre Dissertation verteidigt hat! Verteidigung? Doofes Wort… heißt aber so.

Mit ihrer Dissertation zum Thema „Psychotherapy in Virtual Reality: Clinical Applications for Obsessive-Compulsive Disorder and Depression“ hat sie einen wichtigen Beitrag zu einem hochaktuellen Forschungsfeld geleistet – an der Schnittstelle von Psychotherapie, Digitalisierung und klinischer Versorgung.

Virtuelle Realität eröffnet spannende Möglichkeiten für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Gleichzeitig gilt: Neue Technologien verbessern Therapie nicht automatisch. Daher bleibt es wichtig, ihren Einsatz wissenschaftlich zu untersuchen, ihre Wirksamkeit nachzuweisen und ihren Nutzen für Patientinnen und Patienten evidenzbasiert zu bewerten.

Genau hier setzt Luzies Forschung an. Sie untersuchte, wie Virtual Reality sinnvoll in die Psychotherapie von Menschen mit Zwangsstörungen und Depressionen integriert werden kann, und trägt somit dazu bei, innovative Behandlungsansätze verantwortungsvoll in die klinische Praxis zu überführen.

Wir freuen uns nicht nur über eine weitere promovierte Kollegin, sondern auch über eine Wissenschaftlerin, die Forschung und klinische Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verbindet.
Liebe Luzie, wir gratulieren Dir herzlich zu dieser großartigen Leistung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in Forschung und Klinik! 🎉

🎂🥳✨Herzlichen Glückwunsch zur Promotion, Anna!Unsere Doktorandin Anna Baumeister hat ihre Dissertation mit der Bestnote ...
01/07/2026

🎂🥳✨Herzlichen Glückwunsch zur Promotion, Anna!

Unsere Doktorandin Anna Baumeister hat ihre Dissertation mit der Bestnote summa cm laude verteidigt, und wir könnten uns kaum mehr freuen!

Seit vielen Jahren prägt Anna den digitalen Arm unseres Forschungsbereichs mit ihrer Expertise, ihrem wissenschaftlichen Anspruch und ihrer Fähigkeit, auch die komplexesten Projekte erfolgreich voranzubringen. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit Chancen und Herausforderungen digitaler Interventionen bei psychischen Erkrankungen.
Dazu gehörten unter anderem Studien zu Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) bei Depressionen, Angststörungen ADHS, Nebenwirkungen digitaler Psychotherapie, Adhärenz/Haltequote sowie Einflussfaktoren auf den Behandlungserfolg digitaler Interventionen.

Wer mit Anna zusammenarbeitet, weiß: Sie findet nicht nur Antworten auf wissenschaftliche Fragen, sondern häufig auch auf alle anderen. Nicht ohne Grund wird sie bei uns manchmal scherzhaft als „Expertin für alles“ bezeichnet.

Auch den Titel „Queen of DiGA Germany“ hat sie sich mit ihrer beeindruckenden Expertise rund um DiGA-Studien und Zulassungsverfahren ohnehin längst verdient.

Hinter diesen Spitznamen stehen jedoch vor allem außergewöhnliches Engagement, wissenschaftliche Exzellenz, eine beeindruckende Publikationsliste und der Anspruch, Forschung zu betreiben, die einen echten Unterschied für Patient:innen macht.
Liebe Anna, wir sind unglaublich stolz auf dich, freuen uns über diesen mehr als verdienten Erfolg und sind gespannt, welche Projekte du als Nächstes anstoßen wirst.

Adresse

Martinistraße 52
Hamburg
20246

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