13/08/2026
Coole Drinks für heiße Tage
Klettern die Temperaturen nach oben, meldet sich der Durst schneller als sonst. Kein Wunder: Unser Körper verliert bei Hitze durchs Schwitzen laufend Flüssigkeit. Schon ein kleines Minus im Wasserhaushalt macht sich bemerkbar mit Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen.
Zudem weisen Urologen darauf hin, dass Flüssigkeitsmangel im Sommer das Risiko für schmerzhafte Nierensteine und Harnwegsinfekte deutlich erhöht. Deshalb tut regelmäßiges Trinken jetzt besonders gut. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke pro Tag. An heißen Tagen darf’s gern etwas mehr sein. Eine einfache Sommerregel: lieber über den Tag verteilt trinken statt erst dann, wenn der große Durst kommt.
Wasser marsch!
Wasser bleibt der beste Durstlöscher – schlicht, günstig und überall verfügbar. Dabei muss es nicht immer Mineralwasser sein. Leitungswasser zählt in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt und eignet sich hervorragend zum Trinken. Mineralwasser kann je nach Sorte zusätzlich Calcium oder Magnesium liefern, automatisch »gesünder« ist es deshalb aber nicht.
Auch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees machen sich prima im Sommerglas. Pfefferminze schmeckt herrlich frisch, Kamille gilt als magenfreundlich und Salbei kennt man traditionell bei starkem Schwitzen. Wichtig ist: Kräutertees immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen.
Cool down!
Kalte Getränke können an heißen Tagen angenehm erfrischen und bei Hitze guttun. Manche Menschen reagieren auf eiskalte Schlucke allerdings empfindlich und bekommen Bauchgrummeln oder Krämpfe. Oft ist angenehm kühl deshalb die bessere Wahl als arktisch kalt. Und heißer Tee bei Sommerhitze? Der kann theoretisch helfen, wenn der Schweiß auf der Haut gut verdunstet – etwa bei trockener Luft und luftiger Kleidung. Bei schwüler Hitze, engem Stoff oder starkem Schwitzen ohne Verdunstung klappt dieser Effekt nicht zuverlässig. Dann wärmt der Tee eher zusätzlich von innen.
Kein Zaubertrank
Zitronenscheiben, Gurkenstreifen und Minzblätter im Wasserglas sehen hübsch aus und helfen vielen Menschen tatsächlich dabei, mehr zu trinken. Einen geheimen Detox-Effekt liefert Infused Water allerdings nicht. Ähnlich sieht’s bei Smoothies aus: Sie enthalten zwar Vitamine, bringen oft aber auch überraschend viel Zucker und Kalorien mit. Als täglicher Durstlöscher eignen sie sich daher eher nicht.
Drinks mit Stolperfallen
Limo, süßer Eistee oder Energy Drinks wirken im ersten Moment erfrischend, enthalten jedoch ebenfalls oft reichlich Zucker. Besonders heikel wird’s bei Alkohol in der Sonne: Die Blutgefäße erweitern sich, der Kreislauf sackt schneller ab und Schwindel meldet sich meist überraschend. Beim Baden steigt zusätzlich das Unfallrisiko.
Der Morgenkaffee darf dagegen für viele bleiben. In normalen Mengen wirkt Kaffee im Alltag nicht automatisch entwässernd. Vorsicht gilt eher bei hoch koffeinhaltigen Energy Drinks – besonders zusammen mit Sport und Sommerhitze.
Wenn der Körper SOS funkt
Starker Schwindel, Verwirrtheit, Kreislaufkollaps oder kaum noch Wasserlassen sind Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Und noch etwas ist wichtig: Nicht jeder Mensch sollte bei Hitze einfach unbegrenzt trinken. Wer schwere Herz- oder Nierenerkrankungen hat, braucht oft ganz individuelle Vorgaben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de