Naturheilkundepraxis Mosaik

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Komplementäre Onkologie Informieren Sie sich doch einfach auf meiner Internetseite.

Neben den Schwerpunkten der Krebstherapie und der individuellen Schmerztherapie biete ich in der angenehmen Atmosphäre meiner modernen Naturheilkundepraxis verschiedene andere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten an. Dort erhalten sie auch zu den interessanten Patientenvorträgen alle Informationen. Ich freue mich auf Sie...Ihre Kerstin Dinse.

21/06/2026

Ein Anstupser zum Thema Vitamin C

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝗳ü𝗿 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗮𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘀𝗼 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴 𝗶𝘀𝘁

Vitamin C gehört zu den wichtigsten Vitaminen für unseren Körper. Da wir es nicht selbst herstellen können, müssen wir es regelmäßig über die Ernährung aufnehmen. Eine ausreichende Versorgung unterstützt viele wichtige Körperfunktionen und trägt dazu bei, gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Vitamin C ist dabei weit mehr als nur ein Vitamin für das Immunsystem. Es ist an hunderten von Stoffwechselprozessen beteiligt und wirkt sowohl direkt als auch als sogenannter Cofaktor. Das bedeutet, dass zahlreiche Enzyme Vitamin C benötigen, um ihre Aufgaben überhaupt erfüllen zu können. Ohne ausreichend Vitamin C können viele wichtige Abläufe im Körper nicht optimal funktionieren.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝘀𝘁ä𝗿𝗸𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗸ö𝗿𝗽𝗲𝗿𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲 𝗔𝗯𝘄𝗲𝗵𝗿

Vitamin C unterstützt die normale Funktion des Immunsystems. Es hilft den Abwehrzellen, Krankheitserreger zu erkennen und zu bekämpfen. Besonders in Zeiten erhöhter Belastung, bei Infekten, Stress oder während der Genesung nach einer Erkrankung steigt der Bedarf oft an.
Wichtig zu wissen: Vitamin C ist kein Wundermittel gegen Erkältungen. Eine gute Versorgung unterstützt jedoch die natürliche Immunabwehr und kann helfen, den Körper widerstandsfähig zu halten.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝘀𝗰𝗵ü𝘁𝘇𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗭𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻

Im Alltag entstehen durch Stoffwechselvorgänge, Umweltbelastungen, Rauchen, Stress oder Entzündungen sogenannte freie Radikale. Diese können Zellen schädigen. Vitamin C wirkt als Antioxidans und hilft, die Zellen vor solchen Belastungen zu schützen.
Darüber hinaus unterstützt Vitamin C die Regeneration anderer körpereigener Schutzsysteme und trägt damit zu einem ausgeglichenen Zellstoffwechsel bei.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝗵ä𝗹𝘁 𝗛𝗮𝘂𝘁, 𝗚𝗲𝗳äß𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗚𝗲𝗹𝗲𝗻𝗸𝗲 𝗴𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱

Vitamin C wird für die Bildung von Kollagen benötigt. Kollagen ist ein wichtiges Eiweiß, das unserem Körper Stabilität und Festigkeit verleiht.
Es ist unter anderem wichtig für:
• Haut und Bindegewebe
• Blutgefäße
• Knochen und Knorpel
• Sehnen und Bänder
• Zahnfleisch
Eine gute Vitamin-C-Versorgung unterstützt daher die Gesundheit des gesamten Bewegungsapparates und des Bindegewebes.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝗳ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗪𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝗹𝘂𝗻𝗴

Da Vitamin C an der Bildung von neuem Gewebe beteiligt ist, spielt es auch bei der Wundheilung eine wichtige Rolle. Nach Operationen, Verletzungen oder Erkrankungen benötigt der Körper häufig mehr Vitamin C als gewöhnlich. Hier können speziell die Infusionen unmittelbar vor und nach einer OP einen Vorteil liefern.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘁ü𝘁𝘇𝘁 𝘇𝗮𝗵𝗹𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗦𝘁𝗼𝗳𝗳𝘄𝗲𝗰𝗵𝘀𝗲𝗹𝘃𝗼𝗿𝗴ä𝗻𝗴𝗲

Vitamin C ist an der Bildung verschiedener Hormone, Botenstoffe und körpereigener Substanzen beteiligt. Es unterstützt unter anderem die Energiegewinnung in den Zellen, die Funktion des Nervensystems sowie zahlreiche Enzymreaktionen im gesamten Organismus.
Aus diesem Grund können sich niedrige Vitamin-C-Spiegel nicht nur auf das Immunsystem, sondern auch auf Leistungsfähigkeit, Regeneration und allgemeines Wohlbefinden auswirken.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝘃𝗲𝗿𝗯𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗘𝗶𝘀𝗲𝗻𝗮𝘂𝗳𝗻𝗮𝗵𝗺𝗲

Vitamin C hilft dem Körper, Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln besser aufzunehmen. Das ist besonders wichtig für Menschen mit Eisenmangel, Vegetarier oder Veganer.
Ein einfacher Tipp: Kombinieren Sie eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin-C-haltigem Obst oder Gemüse, beispielsweise Haferflocken mit Beeren oder Linsen mit Paprika.

𝗪𝗲𝗿 𝘀𝗼𝗹𝗹𝘁𝗲 𝗯𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 𝗮𝘂𝗳 𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 𝗮𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻?

Ein erhöhter Bedarf kann bestehen bei:
• Rauchern
• älteren Menschen
• chronischem Stress
• häufigen Infekten
• chronischen Entzündungen
• chronischen oder schweren Erkrankungen
• nach Operationen oder Verletzungen
• in Schwangerschaft und Stillzeit
• bei einseitiger Ernährung

𝗪𝗶𝗲 𝗲𝗿𝗸𝗲𝗻𝗻𝘁 𝗺𝗮𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗠𝗮𝗻𝗴𝗲𝗹?

Ein Vitamin-C-Mangel entwickelt sich meist schleichend. Mögliche frühe Anzeichen sind:
• Müdigkeit und Erschöpfung
• erhöhte Infektanfälligkeit
• Zahnfleischbluten
• verzögerte Wundheilung
• Muskel- und Gelenkbeschwerden
• allgemeine Leistungsschwäche

𝗪𝗮𝘀 𝗹𝗶𝗲𝗳𝗲𝗿𝘁 𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖?

Besonders gute natürliche Quellen sind:
• Paprika
• Brokkoli
• Kohlgemüse
• Beeren
• Kiwi
• Zitrusfrüchte
• Petersilie

Schon wenige Portionen frisches Obst und Gemüse täglich können zu einer guten Versorgung beitragen.

Hochwertige Nahrungsergänzungen oder Infusionen stellen eine zuverlässige weitere Quelle dar. Hierzu sollte jedoch stets eine fachliche Beratung durch den erfahrenen Behandler erfolgen.

𝗩𝗶𝘁𝗮𝗺𝗶𝗻 𝗖 – 𝗴𝘂𝘁 𝘃𝗲𝗿𝘁𝗿ä𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵 𝘂𝗻𝗱 𝘃𝗶𝗲𝗹𝘀𝗲𝗶𝘁𝗶𝗴 𝗲𝗶𝗻𝘀𝗲𝘁𝘇𝗯𝗮𝗿

Vitamin C gilt allgemein als sehr gut verträglich. Überschüssige Mengen werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Erst bei sehr hohen Dosierungen können gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall auftreten.
In bestimmten Situationen kann eine ergänzende Einnahme sinnvoll sein, insbesondere wenn ein erhöhter Bedarf besteht oder eine ausreichende Versorgung über die Ernährung allein nicht gewährleistet werden kann.
Bei bestimmten Erkrankungen, chronischen Entzündungen, ausgeprägtem oxidativem Stress, schweren Infekten oder in der begleitenden Therapie anderer Erkrankungen können auch hochdosierte Vitamin-C-Infusionen sinnvoll sein. Durch eine Infusion werden deutlich höhere Vitamin-C-Spiegel im Blut erreicht als durch die Einnahme von Tabletten oder Kapseln. Solche Therapien sollten jedoch immer individuell erstellt und therapeutisch beurteilt und begleitet werden. Eine erfahrene naturheilkundliche Praxis stellt hierzu eine ideale Anlaufstelle dar.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁

Vitamin C ist weit mehr als ein „Erkältungsvitamin“. Es unterstützt das Immunsystem, schützt die Zellen, fördert die Wundheilung, stärkt Bindegewebe und Blutgefäße und verbessert die Eisenaufnahme. Darüber hinaus ist es als Cofaktor zahlreicher Enzyme an hunderten von Stoffwechselprozessen beteiligt und damit für viele Funktionen unseres Körpers unverzichtbar. Eine ausreichende Versorgung ist daher ein wichtiger Baustein für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden – am besten durch eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. In besonderen Belastungs- oder Krankheitssituationen kann auch eine gezielte Supplementierung oder Infusionstherapie sinnvoll sein. (TD 6/2026)

07/06/2026

Ein Anstupser zum Thema Selen:

𝐒𝐞𝐥𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐨𝐟𝐭 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡ä𝐭𝐳𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐛𝐞𝐢 𝐝𝐨𝐜𝐡 𝐬𝐨 𝐛𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐬𝐚𝐦.

Selen gehört zu den essentiellen Spurenelementen – ist also lebensnotwendig. Auch wenn der Körper nur kleinste Mengen benötigt, ist seine Wirkung enorm: Selen ist funktioneller Bestandteil wichtiger Enzyme, die unsere Zellen vor oxidativem Stress schützen. Mindestens 25 von diesen Enzymen können ohne ausreichendes Selen gar nicht arbeiten! Gerade bei Tumorpatienten unter Chemo- oder Strahlentherapie spielt dieser Aspekt eine entscheidende Rolle, da beide Therapieformen vermehrt freie Radikale freisetzen und die körpereigenen Abwehrsysteme stark beanspruchen. In der Summe ist Selen, auch indirekt, an hunderten von Stoffwechselprozessen beteiligt.

Selen unterstützt unter anderem: die Funktion des Immunsystems, die Entgiftungsprozesse der Leber, die Schilddrüsenfunktion, die Zellschutzmechanismen gegen Entzündungen und oxidativen Stress.

Ein Mangel an Selen ist in Europa aufgrund der selenarmen Böden weit verbreitet. Auch wenn dies in verschiedenen Medien oft anders behauptet wird. Bei Krebspatienten konnte in Studien gezeigt werden, dass ein zu niedriger Selenstatus mit einem schlechteren Ansprechen auf Therapien, vermehrtem Auftreten von Nebenwirkungen und auch einer höheren Infektanfälligkeit einhergehen kann.

Es ist daher sinnvoll, den Selenspiegel (regelmäßig) bestimmen zu lassen. Wichtig ist, dass die Bestimmung hier wieder mal nicht nur im Serum, sondern ebenfalls im Vollblut erfolgt, da sich so ein wesentlich aussagekräftigeres Bild über die Versorgungslage ergibt.
Ein gut eingestellter Selenspiegel kann die Therapie verträglicher machen, die Regeneration der gesunden Zellen unterstützen und ist auch für den Normalgesunden wichtig.
Die Produktauswahl und die Dosierung sollten nach Messung mit dem Behandler, auch in Bezug auf eine Therapiekompatibilität individuell abgesprochen werden. Grundsätzlich ist Selen bis auf in Ausnahmen gut verträglich und sicher.

Wir bieten in unserer Praxis eine Laboruntersuchung dazu an und können Sie auch zu einer passenden Dosis beraten.

Ein Anstupser zum Thema Magnesium:Es ist wichtiger als man denkt! Für uns Alle!Magnesium gehört zu den essentiellen Mine...
23/05/2026

Ein Anstupser zum Thema Magnesium:

Es ist wichtiger als man denkt! Für uns Alle!

Magnesium gehört zu den essentiellen Mineralstoffen; es ist also lebensnotwendig. Mittlerweile sind mehr als 300 (Stoffwechsel-)Vorgänge bekannt, bei denen es nötig ist. Es ist besonders wichtig für die Zellteilung, dass Zusammenspiel von Muskeln und Nerven und die Festigkeit unserer Knochen. Knapp 60% der im menschlichen Organismus durchschnittlich vorhandenen 24g Magnesium finden sich in den Knochen und knapp 40% in der Muskulatur. Nur rund 1% zirkuliert frei im Blut. Auch bei oxydativem Stress, Entzündungsreaktionen und den Blutdruck betreffend zeigt sich Magnesium positiv. Neuere Studien zeigen den Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und Erkrankungen. Es macht also durchaus Sinn, den Magnesiumspiegel einmal bestimmen zu lassen. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass eine Bestimmung neben dem Serumwert auch in den Erythrozyten (Vollblut-Mineralstoffdiagnostik) erfolgt, da die Mengenverhältnisse sehr unterschiedlich sind. Magnesium wird in der Substitution in Form sogenannter Magnesiumsalze verabreicht. Diese unterscheiden sich stark in ihrer Löslichkeit, der Bioverfügbarkeit und der Verträglichkeit im Körper. Für die gezielte Nahrungsergänzung ist es entscheidend, das passende Salz für den individuellen Bedarf auszuwählen. Jedoch gibt es kein „falsches“ Magnesiumsalz. Im Grunde benötigt der Körper lediglich das Magnesium-Ion (Mg²+). Im Magen und im Darm wird dieses aus der Verbindung zum „Salz“ (z.B. Citrat, Oxid, Glycinat, Malat) gelöst und beides dann weiterverarbeitet. Das Magnesium selbst kann im Körper je nach Bedarf an Proteine, Aminosäuren, ATP, Phosphate oder organische Säuren gebunden werden. Warum werden dann spezifische Formen oder Kombinationsprodukte empfohlen? Vor allem Aufgrund der Unterschiede bei Resorption, Verträglichkeit und der Wirkung im Darm.

Dazu drei kurze Beispiele:

Magnesiumcitrat wird gut aufgenommen, kann aber abführend wirken. Magnesiumglycinat gilt als magenfreundlich und Magnesiumoxid bindet einen hohen Anteil an Magnesium, wird jedoch schlechter resorbiert.

Lassen Sie sich am besten bei einem erfahrenen Behandler beraten und kaufen Sie nicht einfach das erstbeste Produkt. Gerne stehen wir mit unserer Erfahrung, Laborleistungen und hochwertigen Produktempfehlungen Ihnen und Ihrer Gesundheit zur Verfügung.

Praxisschwerpunkte: Komplementäre Onkotherapie und individuelle Schmerztherapie. Weitere Leistungen u.a.: Labordiagnostik, Infrarottiefenwärmekabine, Bioresonanz, Oxyvenierung, Akkupunktur, Homöopathie...

28/04/2026

Ich stoße in Beiträgen und Foren immer wieder auf Bezugnahmen zu einzelnen Studien.

Auch Patienten in meiner Praxis fangen gerne an mit „Ich habe da von einer Studie gehört…“.

Da hier viel falsches Wissen entsteht und somit Behauptungen zu falschen Entscheidungen führen können, möchte ich etwas grundsätzlich dazu sagen.

Warum man medizinische Studien nicht nur nach der Zusammenfassung beurteilen sollte – und warum wenige oder sogar nur eine einzelne Studie keine verlässliche Evidenz liefern?
Immer wieder liest man Schlagzeilen wie „Studie beweist: Kaffee verlängert das Leben“ oder „Neue Studie: Dieses Vitamin schützt vor Krebs“oder „Nahrungsergänzungsmittel sind unnötig“ und auch „Vitamin C schadet der Chemotherapie“. Klingt natürlich interessant und eventuell überzeugend – doch oft steckt hinter solchen Aussagen Unsicherheit und oft nur eine erste Vermutung oder gar veraltetes Wissen. Insbesondere, wenn sich die Behauptung nur auf eine einzelne Studie oder deren Zusammenfassung oder gar nur auf eine Anwendungsbeobachtung oder noch schlimmer auf „hören sagen“ stützt.

1. Die Zusammenfassung ist nur ein grober Überblick
In medizinischen Fachartikeln gibt es stets am Anfang eine kurze Zusammenfassung („Abstract“). Sie enthält die zentralen Ergebnisse – aber nicht, wie diese zustande kamen.
Daher bleiben an dieser Stelle sehr wichtige Fragen offen:
Wie viele Patient:innen wurden eingeschlossen und untersucht?
Wie viele Teilnehmer wurden während der Studie ausgeschlossen? Warum?
Gab es eine Vergleichsgruppe (z. B. mit Placebo)?
Wie wurde gemessen, was „wirkt“ oder „nicht wirkt“?
Wer hat die Studie womöglich per Sponsoring unterstützt?
Ohne diese und weitere Details ist es schwer bis unmöglich zu beurteilen, ob die Ergebnisse wirklich zuverlässig sind – oder vielleicht Zufall.

2. Nicht jede Studie ist gleich gut gemacht
Eine medizinische Studie kann klein, schlecht geplant für das Thema oder ungenau sein. Vielleicht wurden nur 2 Personen untersucht, oder es fehlte die Kontrollgruppe. Eventuell wurden Ergebnisse „schöngerechnet“. Solche Studien können irreführen – auch wenn ihre Zusammenfassung erst einmal gut klingt. Zu bedenken ist, dass nur weil etwas veröffentlicht wurde, es allerdings noch lange nicht gute Wissenschaft ist. In der Tat lässt sich auch absoluter Blödsinn veröffentlichen. Sogar bewusst gefälschte Studien sind heutzutage im Umlauf.

3. Eine Studie ist noch lange keine medizinische Wahrheit
In der Medizin gilt zudem: Eine einzelne Studie ist nie genug, um Therapien zu empfehlen, davon abzuraten oder Risiken sicher zu beurteilen. Erst wenn mehrere hochwertige Studien ähnliche Ergebnisse zeigen – idealerweise in sogenannten systematischen Übersichtsarbeiten (Review) oder Metaanalysen zusammengefasst – kann man von einer belastbaren Evidenz sprechen. Eine einzelne Studie hat also minimales Gewicht; sie ist eher ein Hinweis als ein verlässliches Instrument und für den Einzelnen im engeren Sinn nicht von Belang.

4. Statistisch signifikant heißt nicht automatisch medizinisch relevant
In Studien liest man auch oft, das Ergebnis sei „statistisch signifikant“. Das heißt: Es ist auffällig und wahrscheinlich kein Zufall. Aber: Das Ergebnis kann trotzdem winzig und therapeutisch unbedeutend sein. Dazu ein Beispiel: Ein Medikament senkt den Blutdruck – aber nur um 1 mmHg. Klingt gut, ist statistisch signifikant, bringt aber in der Praxis eigentlich nichts. Gerade diese Feinheiten werden in Zusammenfassungen nur in den seltensten Fällen aufgeführt.
Fazit: Medizinische Studien sind wichtig – aber oft schwer zu beurteilen

Oft werden einzelne Effekte aufgeführt ohne weitere Zusammenhänge zu betrachten. Gerade in der Tumorbehandlung muss jedoch hochindividuell gedacht werden. Die Schubladenmedizin ist eher nicht von Vorteil. Mittlerweile gibt es Fortschritte in der Individualmedizin, doch stehen wir hier alle quasi noch am Anfang. Trotzdem kann man als Behandler durchaus auch heute individuelle Komponenten einbauen; wenn man denn will! Evidenz ist etwas sehr Nützliches; jedoch lohnt es auch, den eigenen Kopf und das Bauchgefühl zu befragen. Hinterfragen Sie Begründungen, Vorschläge oder Entscheidungen Ihres Behandlers. Denn es ist Ihre Erkrankung und Sie tragen die Konsequenzen der Entscheidungen, nicht der Behandler.

Trotz aller Evidenz, müssen trotzdem oft Zugeständnisse gemacht werden. Gerade im Fall unkonventioneller, komplementärer Behandlung kann es nicht immer eine ausreichende Evidenz geben. Insbesondere die Naturheilkunde, welche sich deutlich individueller mit dem Individuum Mensch beschäftigt, kann Schubladendenken und Evidenz aus ganz offensichtlichen Gründen nicht immer als Beweis anführen.

23/12/2023

Ich wünsche allen Freunden, Bekannten und Patienten ein frohes Weihnachtsfest, bleiben Sie gesund.

Einladung zum PatientenvortragNach längerer Pause möchten wir Aufgrund von Nachfragen mal wieder einen Vortrag zum Thema...
10/11/2023

Einladung zum Patientenvortrag

Nach längerer Pause möchten wir Aufgrund von Nachfragen mal wieder einen Vortrag zum Thema "Komplementäre Onkologie" anbieten. Sie erhalten Informationen zu Diagnostik und Therapie als Ergänzung zur Schulmedizin. Was kann so eine Therapie und was nicht?

Der kostenfreie Vortrag findet am 06.12.23 in unseren Räumen in Hannover statt, beginnt um 17.30Uhr und dauert ca. 1,5 bis 2 Stunden. Eine Anmeldung ist der begrenzten Plätze wegen nötig.

Lernen Sie wissenswertes über Ihre Erkrankung und zu meinen Therapien! Damit Sie mitreden können und Alternativen kennenlernen. Denn auch Aufklärung trägt zur Heilung bei. Die Teilnahme ist regelmäßig kostenfrei.

Jobangebot: Verstärkung gesuchtWir suchen als naturheilkundliche Praxis mit Schwerpunkt in der komplementären Onkologie ...
01/05/2023

Jobangebot: Verstärkung gesucht

Wir suchen als naturheilkundliche Praxis mit Schwerpunkt in der komplementären Onkologie eine Verstärkung vorerst in Teilzeit zu sofort.

Um unser Team zu unterstützen, benötigen wir eine(n) MFA mit nichtsektoraler HP-Erlaubnis (m/w/d).
(Gerne auch wenn Sie gerade erst die HP-Erlaubnis erworben haben. Wir bilden Sie fundiert mit Schwerpunkt komplementäre Onkologie weiter.)
Alle Infos jetzt dazu unter:

Wir suchen als naturheilkundliche Praxis mit Schwerpunkt in der komplementären Onkologie eine Verstärkung vorerst in Teilzeit zu sofort.

Bestrahlung nach Brustkrebs-OP:Auch wenn nicht mehr ganz neu, ist es doch immer wieder erwähnenswert.In vielen Fällen is...
09/02/2023

Bestrahlung nach Brustkrebs-OP:
Auch wenn nicht mehr ganz neu, ist es doch immer wieder erwähnenswert.
In vielen Fällen ist keine Ganzbrustbestrahlung nötig. Dies verringert die Strahlenbelastung und die unangenehmen Folgen deutlich. Fragen Sie Ihren Radiologen (oder den überweisenden Gynäkologen/Onkologen) nach einer Teilbrustbestrahlung. Leider wird nicht immer automatisch der beste Weg gewählt; als Patient tragen Sie aber auch eine Mitverantwortung an Ihrer Gesundung, fragen Sie also nach. Denn es ist in Ihrem Sinn!

Nach einer brusterhaltenden Brustkrebs-Operation schließt sich bei Patientinnen fast immer eine Strahlentherapie an.

Man beachte die Grafik etwas weiter unten im Beitrag, welche sich auf offizielle Zahlen des Paul-Ehrlich-Instituts bezie...
26/05/2021

Man beachte die Grafik etwas weiter unten im Beitrag, welche sich auf offizielle Zahlen des Paul-Ehrlich-Instituts bezieht. Und wie immer, jeder macht sich seine eigenen Gedanken dazu.

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