11/11/2021
So wenig, wie Du in der Schwangerschaft für zwei essen musst, so wenig musst Du auch für zwei schlafen.
Dein Baby nimmt sich in Deinem Bauch alle Ruhepausen, die es braucht – zu jeder Tages- und Nachtzeit, ganz unabhängig davon, ob Du wach bist oder schläfst. Du kannst bei diesem Thema also ganz auf Dein eigenes Bedürfnis hören.
Vielleicht ist Dein Schlafbedürfnis größer als vor Deiner Schwangerschaft – dann solltest Du Dir auch mehr Schlaf gönnen. Vor allem anfangs, wenn Dein Körper sich mit ganzer Kraft auf das wachsende Kind in Deinem Bauch einstellt, kannst Du müder sein als sonst. Dann tut ein kleines Nickerchen zwischendurch Wunder.
Auch in den Wochen vor der Geburt bist Du wahrscheinlich öfter und schneller müde, denn Du schleppst inzwischen einiges mit Dir herum und Dein Körper sammelt Energie in Vorbereitung auf die Geburt. Nachts drückt die Blase jetzt häufiger und es wird schwieriger, eine bequeme Schlafposition zu finden. Das stört den nächtlichen Schlaf und kann tagsüber zusätzlich müde machen. Vielen Frauen hilft hier eine Seitenlage mit einem Stillkissen zwischen den Beinen. Vermeiden solltest Du die Rückenlage, die zum sogenannten Vene-Cava-Syndrom führen kann. Dabei kann durch den Druck der Gebärmutter, die Blutzirkulation beeinträchtigt werden. Ein Stillkissen im Rücken verhindert das versehentliche Einnehmen der Rückenlage im Schlaf.
In der Mittel der Schwangerschaft wiederum sind viele Frauen sehr fit, mit noch überschaubarem Bauch sehr unternehmungslustig und haben kein größeres Schlafbedürfnis als früher. Dann gibt es auch keinen Grund, sich selbst abends ins Bett zu zwingen. Vielleicht möchtest Du auch noch bewusst ein paar lange, freie Abende „für Dich“ genießen, bevor Du Dich für einige Zeit ganz und gar auf den Rhythmus Deines Kindes einlassen wirst.
Grundsätzlich gilt: Das Schlafbedürfnis von Frauen ist sehr unterschiedlich, das gilt schwanger genauso wie sonst. Du selbst fühlst am besten, was gut für Dich ist!