03/01/2026
Wie komme ich eigentlich dazu, mit Methoden zu arbeiten, die nicht dem offiziellen wissenschaftlichen Bild folgen? Und wer kommt eigentlich zu mir?
Nun, allen voran:
ich werde meist erst konsultiert, wenn alles Andere schon ausprobiert wurde. Würde ich das Gleiche machen wie der Arzt, nur mit etwas mehr Zeit für Individualität, würde ich nur wenig bessere Ergebnisse erzielen. Und das ist nicht der Sinn.
Genauso sieht es mit den allgemein bekannten Gesundheitstipps aus, die in der heutigen Zeit immer zahlreicher werden, was ich sehr begrüße: so allgemeine Tipps wie Magnesium, Omega 3, oder ein neues Kraut, das für total viel helfen soll: das kann man auf diversen Kanälen erfahren und selbst probieren.
Obwohl ich ein Fan von Nahrungsergänzungsmitteln bin und sie in vielen Fällen gezielt begleitend zur Therapie einsetze, ist auch das nicht der Grund, weshalb man zu mir kommt.
Zu mir kannst du kommen, wenn du nicht mehr weiter weißt. Wenn du denkst, eigentlich gibt es jetzt nichts mehr, aber so ganz aufgeben willst du dann doch nicht.
Und wie erziele ich meine Ergebnisse? Mit dem Wissen, das so in die Tiefe geht, abseits von dem, was man so weiß oder sich noch vorstellen kann. Das sich dem allgemeinen Marketingmarkt verschließt, weil es zu komplex, und auch zu individuell ist, um eine One-Fits-All-Lösung für alle zu machen, die sich super verkauft.
Zu mir kommen Menschen, die selbst nicht mehr wissen, was nun helfen könnte, die aber wissen, dass hinter ihrem eigenen Horizont die Welt weiter geht.
Menschen, die offen sind, Dinge zu probieren, die sie nicht verstehen.
Wobei: eigentlich bin ich schon die engagierte Erklärerin, die gerne ihr ganzes Wissen weiter gibt. Und ich denke tatsächlich, dass hier die Zukunft liegt. Wissen zur Selbsthilfe weiter geben ist wertvoller als Einzelhilfe.
Nur ist das dem Menschen, dem das Wasser gerade schon zum Hals steht, zu viel.
Wissensweitergabe ist etwas für Interessierte, die genauso wie ich beständig in ihre Weiterentwicklung investieren, und keinen Halt vor den Stopschildern des wissenschaftlich Begründbaren machen.
Ganz viel ist natürlich Erfahrung. Nach 15 Jahren habe ich genug Gelegenheit gehabt zu erfahren, welche Konzepte wann in welchem Kontext funktionieren. Deshalb ist Naturheilkunde auch Erfahrungsheilkunde.
Warum das nicht empirisch sein soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Denn wie kamen die großen, heute anerkannten Hypothesen zustande? Jemand machte eine Beobachtung, erdachte sich dazu eine These, machte mehrere Untersuchungen dazu, um mehr Beobachtungswerte zu sammeln, untermauerte damit die These, und in Ermangelung anderer, erfolgreicherer Thesen, sowie einer gewissen Reproduzierbarkeit wurde das Ganze dann allgemein anerkannt.
Das Selbe mache ich eigentlich auch. Nur dass ein Großteil meiner Hypothesen nicht auf meinem Mist gewachsen sind, sondern ich aus einem jahrtausendealten Fundus an Erfahrungen schöpfe. Das ist der Reichtum der Naturheilkunde.