06/09/2026
Mir fällt hier im Campingurlaub etwas auf: Ein „Hallo“ scheint manchmal schon zu viel verlangt.
Auf dem Weg über den Platz.
Wenn man am Abwaschbecken direkt nebeneinander steht.
Manchmal kommt es nicht einmal dann, wenn sich die Blicke treffen.
Jeder bleibt irgendwie bei sich.
Und gerade deshalb muss ich an Amiens denken.
Dort standen drei Parteien eher zufällig nebeneinander – und plötzlich entstand so etwas wie eine kleine Gemeinschaft. Man grüßte sich, kam ins Gespräch, erzählte, lachte, tauschte sich aus.
Und mittendrin ein Taijilehrer, mit dem ich wunderbare, inspirierende Gespräche hatte.
Begegnungen, die man nicht planen kann.
Vielleicht fällt mir der Unterschied gerade deshalb so auf: Nicht, weil auf dem Campingplatz niemand Kontakt möchte. Sondern weil manchmal schon der erste kleine Schritt fehlt.
Denn Kontakt braucht eigentlich gar nicht viel.
Kein großes Gespräch. Keine Gemeinsamkeiten, die vorher feststehen müssen. Keine besondere Offenheit.
Manchmal beginnt er einfach mit einem Blick.
Mit einem Lächeln.
Mit einem „Hallo“.
Und manchmal bleibt es dabei.
Manchmal entsteht daraus aber auch etwas, das den Tag – oder sogar die Reise – ein kleines bisschen reicher macht.
Ich glaube, ich möchte mir diese Offenheit bewahren.
Nicht überall vorbeigehen, als wären da keine anderen Menschen.
Sondern wenigstens die Tür einen Spalt offenlassen.
Für das, was vielleicht entstehen möchte.