19/10/2023
e-Rezept - es geht voran - Wichtige Hinweise für alle:
Seit 1. Oktober versuchen wir am Standort Heroldsbach mit dem e-Rezept klarzukommen. Bisherige Praxisabläufe ändern sich und wir müssen uns auch erst daran gewöhnen.
Wie auch die bisherigen Rezepte auf Muster 16 (die rosa-farbenen DIN A6 quer) müssen e-Rezepte unterschrieben werden. Hier jedoch digital mit einer eindeutigen personengebundenen Signatur. Im Ablauf bedeutet das unter Umständen, dass Medikamente in der Praxis bestellt wurden, das e-Rezept vorbereitet aber noch nicht signiert ist. Wir versuchen 2x täglich die von extern bestellten Rezepte zu signieren.
Wie funktioniert nun so ein e-Rezept:
Patienten bestellen per Telefon, Kontaktformular oder per E-Mail ihre notwendige Dauermedikation in der Praxis. Unsere Mitarbeiteren arbeiten die Bestellungen ab und bereiten das e-Rezept für die Signatur vor. Unsere Ärztinnen und Ärzte signieren dann die e-Rezepte.
Erst wenn die e-Rezepte signiert sind, werden sie digital auf den Cloudservern der Gematik zum Abrufen durch die Apotheke abgelegt. Patienten können dann mittels ihrer Versichertenkarte in der Apotheke ihrer Wahl die abgelegten e-Rezepte einlösen. Alternativ kann auch die e-Rezept-App auf dem Handy oder ein QR-Code-Ausdruck (versuchen wir zu vermeiden - denn ein A6-Papier gegen ein A5-Papier zu tauschen geht irgendwie am e-Rezept-Sinn u.M.n. vorbei) verwendet werden.
Wo entstehen nun noch Probleme:
1. zwischen Ihrer Bestellung und unserer Signatur können manchmal auch Stunden liegen (je nachdem was in der Praxis so los ist). Patienten gehen aber schon in die Apotheke und versuchen ein in der Praxis bestelltes und auch schon vorbereitetes e-Rezept einzulösen, welches aber leider noch nicht signiert werden konnte, weil einfach dafür noch keine Zeit war. Den Frust können wir verstehen...
2. Die Karte als Versicherungsnachweis fehlt noch in der Praxis. Ohne einen gültigen Versicherungsnachweis mittels Online-Versichertenstammdatenabgleich (also, das Pat. xy aktuell bei Kasse xy versichert ist) trägt die Praxis das Regress-Risiko für die Medikamentenkosten.
Wie lösen wir nun gemeinsam die beiden Probleme:
ad 1: Bestellung heute - Morgen zur Apotheke
ad 2: Erst die Karte in der Praxis einlesen lassen, die Signatur abwarten und erst dann in die Apotheke gehen.
Ach ja - wir haben uns das mit dem Karteneinlesen nicht ausgedacht, aber wir werden nicht das Risiko für eine Verordnung die Kosten zu tragen.
Ab 1.1.24 sollen e-Rezepte verpflichten eingesetzt werden....
Würde uns noch eine bessere Möglichkeit für den Versicherungsnachweis angeboten werden, könnten wir Problem 2 streichen. Bei Verordnungen während der Praxisbehandlung (also direkt mit Dr.) sollte das e-Rezpet schon vor Verlassen der Praxis zum Abruf bereitliegen.
Wir versuchen weiterhin unsere über Jahre optimierten Arbeitsabläufe an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Mal geht es schneller und leise, mal ruckelts und manchmal ist irgendwie der Wurm drin. Für unser Team ist es neben all den anderen bürokratischen Problemen oft nicht einfach alles "nebenher" zu machen. Wir sind aber sehr stolz auf uns, dass wir es dennoch meist gut für euch geräuschlos hinbekommen.
Bleibt freudig und gesund.
Eure Praxis Dr. Fiermann & Dr. Eller