Man and Dog

Man and Dog Hier geht es um die verborgenen Fäden zwischen Ernährung, Nervensystem, Verhalten und dem Alltag mit unseren Hunden.
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Begleitet von Wissenschaft, Erfahrung und Bauchgefühl öffne ich den Blick auf komplexe Zusammenhänge hinter Gesundheit und Verhalten.

Freytagsgedanken 🐾In den letzten Tagen habe ich wieder viele Diskussionen über Lerntheorien gelesen.Und je länger ich da...
12/06/2026

Freytagsgedanken 🐾

In den letzten Tagen habe ich wieder viele Diskussionen über Lerntheorien gelesen.

Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr beschäftigt mich eigentlich etwas ganz anderes.

Was passiert, wenn wir einen Schritt zurücktreten?

Wenn wir für einen Moment nicht darüber diskutieren, welche Methode die bessere ist, welche Form der Verstärkung die richtige oder welche Lerntheorie das Verhalten am treffendsten erklärt?

Was passiert, wenn wir den Blick weiten?

Ich frage mich manchmal, ob wir in der Hundewelt so sehr auf das Verhalten schauen, dass wir leicht vergessen, dass hinter jedem Verhalten ein lebender Organismus steht.

Vielleicht liegt es daran, dass Verhalten sichtbar ist. Es springt uns förmlich ins Auge. Der Hund zieht an der Leine, bellt andere Hunde an, wirkt unruhig oder zieht sich zurück. Das können wir beobachten. Darüber können wir sprechen. Dafür können wir Erklärungen finden.

Was wir nicht sehen können, ist das, was darunterliegt.

Wir sehen nicht, wie viel Energie es den Organismus vielleicht gerade kostet, überhaupt durch den Alltag zu kommen. Wir sehen nicht, ob der Körper mit Entzündungen beschäftigt ist, ob Schmerzen vorhanden sind oder ob ein Hund seit Wochen keinen wirklich erholsamen Schlaf findet. Wir sehen nicht, ob das Nervensystem ständig auf Empfang steht oder ob die vielen kleinen Regulationsprozesse im Hintergrund gerade aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, der mich zunehmend beschäftigt.

Wir sprechen häufig darüber, wie Lernen funktioniert. Deutlich seltener sprechen wir darüber, welche Voraussetzungen überhaupt vorhanden sein müssen, damit Lernen stattfinden kann.

Denn Lernen geschieht nicht losgelöst vom Körper, ein Hund lernt nicht nur mit seinem Gehirn, sondern der gesamte Organismus ist daran beteiligt.

Je länger ich Hunde begleite, desto häufiger erlebe ich Situationen, in denen die spannende Frage gar nicht lautet: „Wie trainieren wir dieses Verhalten?“

Sondern vielmehr:

„Wie geht es diesem Hund eigentlich?“

Ist er in der Lage, sich zu regulieren?

Kann er zur Ruhe kommen?

Hat er ausreichend Ressourcen zur Verfügung, um sich anzupassen, Neues zu verarbeiten und mit Herausforderungen umzugehen?

Genau deshalb faszinieren mich die Themen Gesundheit, Darmgesundheit, Nervensystem und Verhalten inzwischen so, denn sie lenken den Blick auf den Teil des Eisbergs, der unter der Wasseroberfläche liegt.

Und manchmal habe ich das Gefühl, dass dort die eigentliche Geschichte beginnt.

💚

Darum mag ich die KI. 😄Alle, die schon einmal bei mir in der Aromatherapie, Darmgesundheit oder Biochemie unterwegs ware...
11/06/2026

Darum mag ich die KI. 😄

Alle, die schon einmal bei mir in der Aromatherapie, Darmgesundheit oder Biochemie unterwegs waren, wissen: Mein Herz schlägt nicht nur für Hunde, Pflanzen und Düfte, sondern auch für Biochemie. ❤️

Vor ein paar Jahren habe ich deshalb „Carolin Kohlenstoff“ ins Leben gerufen. Eine kleine Figur mit einer großen Aufgabe: Biochemie verständlich machen, Bilder im Kopf entstehen lassen und zeigen, dass Moleküle alles andere als trocken sind.

Denn Kohlenstoff ist ein echtes Verbindungs-Talent. Vier freie Andockstellen, unzählige Möglichkeiten und damit die Grundlage für das Leben selbst.

Dank KI hat Carolin jetzt ein neues Gesicht bekommen. Und ich gebe zu: Ich bin ein kleines bisschen verliebt. 🥰

Für mich macht sie Biochemie genau so, wie ich sie liebe:
lebendig, greifbar, sympathisch und mit einem Augenzwinkern.

Wie gefällt euch Carolin Kohlenstoff in ihrem neuen Aquarell-Look? 😊

Als ich euch gefragt habe, welche Themen euch gerade beschäftigen, war ich ehrlich gesagt zunächst ein wenig enttäuscht....
10/06/2026

Als ich euch gefragt habe, welche Themen euch gerade beschäftigen, war ich ehrlich gesagt zunächst ein wenig enttäuscht. Es kam genau eine Antwort.

Dann habe ich sie gelesen:

„Blut-Hirn-Schranke und was die Genetik alles so mit sich bringt.“

Und plötzlich war die Enttäuschung verschwunden.

Stattdessen war ich ziemlich glücklich, denn in dieser einen Frage stecken so viele Themen, die mich seit Jahren faszinieren.

Genetik. Nervensystem. Verhalten. Gesundheit. Entwicklung. Umwelt.

Und natürlich die Frage, wie all diese Dinge miteinander zusammenhängen.

Tatsächlich sind genau das die Fragen, die mich oft am längsten begleiten. Die Fragen, bei denen man nach kurzer Zeit merkt, dass es keine einfache Antwort gibt. Denn schon beim Begriff Genetik beginnen die nächsten Überlegungen.

Sprechen wir von körperlichen Merkmalen? Von Verhalten? Von Stressreaktionen? Von Erkrankungen? Und was davon ist tatsächlich genetisch bedingt? Welche Rolle spielen Erfahrungen? Was beeinflussen Ernährung, Umwelt oder chronischer Stress?

Je tiefer man eintaucht, desto größer wird das Bild.

Genau deshalb liebe ich solche Fragen, weil sie den Blick weiten und uns dazu einladen, genauer hinzuschauen.

ich denke das ein schöner Auftakt für die neue Reihe „Der Blick dahinter“.

Lasst uns gemeinsam schauen, was sich hinter Begriffen wie Genetik oder Blut-Hirn-Schranke eigentlich verbirgt und warum diese Themen oft viel näher an unserem Alltag mit Hund sind, als wir zunächst vermuten. 🌿🐾

Immer wenn es hier etwas ruhiger wird, passiert im Hintergrund meist eine ganze Menge. 💚In den vergangenen Tagen sind gl...
09/06/2026

Immer wenn es hier etwas ruhiger wird, passiert im Hintergrund meist eine ganze Menge. 💚

In den vergangenen Tagen sind gleich zwei neue kleine Workbooks entstanden.

📖 Spurensuche im Futternapf – als Begleitung für Hunde in der Ausschlussdiät.

📖 Belohnung trotz Verdauungsschwäche – für Hunde mit EPI oder vorübergehender Unterstützung der Verdauung durch Enzyme.

Tatsächlich begegnen mir beide Themen in der Beratung inzwischen regelmäßig. Denn auch wenn der Verdauungstrakt Unterstützung braucht, bleiben die Fragen der Halter oft dieselben:

„Was darf mein Hund noch fressen?"
„Womit kann ich ihn belohnen?"
„Wie gestalte ich unseren Alltag trotzdem schön?"

Genau dafür entstehen diese Unterlagen.

Praktisch, alltagstauglich und mit vielen Ideen, die sich in der Begleitung meiner Kundenhunde bewährt haben.

Und weil Ideen selten alleine kommen, wartet bereits Workbook Nummer drei auf seine Fertigstellung. 😊

Wir haben unsere Hunde schließlich nicht nur, um Futterpläne zu schreiben oder Laborwerte zu betrachten.

Wir möchten gemeinsam trainieren, Suchspiele machen, Erfolge feiern, kuscheln, verwöhnen und den Alltag miteinander genießen. 🐾

Wenn es hier also manchmal etwas ruhiger wird, wird im Hintergrund meist geschrieben, gestaltet, recherchiert, verworfen, neu gedacht und weiterentwickelt.

Für die Hunde.
Und für die Menschen, die sie begleiten. 💚

🐾 Ein Hund, eine FrageKennst Du das auch?Du hast es eigentlich ein wenig eilig und Dein Hund braucht gefühlt eine Ewigke...
08/06/2026

🐾 Ein Hund, eine Frage

Kennst Du das auch?

Du hast es eigentlich ein wenig eilig und Dein Hund braucht gefühlt eine Ewigkeit, bis endlich der perfekte Platz für das große Geschäft gefunden ist.

Ein paar Schritte hierhin.

Noch einmal schnüffeln.

Dort vielleicht?

Nein, doch nicht.

Noch eine kleine Runde.

Und man denkt:

> Ernsthaft jetzt?

Und irgendwann ist es dann endlich so weit. 😅

Die spannende Frage ist:

Warum eigentlich?

Tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass Hunde sich beim Kotabsetzen bevorzugt entlang der magnetischen Nord-Süd-Achse der Erde orientieren, vorausgesetzt, das Magnetfeld ist stabil.

Beobachtet wurde das unter anderem in einer Studie der Universität Duisburg-Essen.

Was bedeutet das für unseren Alltag?

Vor allem eines:

Hunde nehmen ihre Umwelt oft auf eine Weise wahr, die wir uns kaum vorstellen können.

Selbst bei einem Vorgang, der für uns völlig banal wirkt, spielen offenbar Informationen eine Rolle, die unseren eigenen Sinnen verborgen bleiben.

Genau sowas ist genau eine schöne Erinnerung daran, wie faszinierend Hunde eigentlich sind.

Und dass sich hinter scheinbar alltäglichen Beobachtungen oft viel mehr verbirgt, als wir zunächst vermuten. 🌿🐾

🦷 Heute steht bei mir ein Vortrag zum Thema Zahngesundheit beim Hund auf dem Programm und ich freue mich tatsächlich seh...
07/06/2026

🦷 Heute steht bei mir ein Vortrag zum Thema Zahngesundheit beim Hund auf dem Programm und ich freue mich tatsächlich sehr darauf. 😊

Dabei ist das Thema eines, mit dem ich mich in den letzten Jahren immer wieder intensiv beschäftigt habe. Gerade im Zusammenhang mit Ernährung, Darmgesundheit und Verhalten begegnet es mir regelmäßig in der Praxis.

In der Vorbereitung habe ich mir deshalb einmal die Frage gestellt:

Welche Empfehlungen rund um die Zahnpflege begegnen uns eigentlich am häufigsten und was können sie tatsächlich leisten?

Ein paar Beispiele:

🦷 Rinderkopfhaut
Viele Hunde lieben sie und sie sorgt oft für lange Beschäftigung.
Für das Kaubedürfnis also durchaus interessant.
Der tatsächliche Effekt auf Zahnstein oder Zahnfleisch wird dagegen häufig überschätzt.

🌱 Kaffeeholz
Beliebt bei vielen Hundehaltern, besonders bei empfindlichen oder futtersensiblen Hunden.
Es beschäftigt, ohne zusätzliche Proteine oder Fette in den Verdauungstrakt einzubringen.
Für die Zahnpflege sehe ich den Nutzen eher begrenzt, als Beschäftigung kann es durchaus sinnvoll sein.

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr komme ich zu dem Schluss:

💚 Nicht jede Zahnpflege ist Beschäftigung.
💚 Nicht jede Beschäftigung ist Zahnpflege.
💚 Und nicht alles, was die Zähne unterstützt, freut automatisch auch den Darm.

Umso gespannter bin ich, welche Gedanken und Erfahrungen die Referentin heute mitbringt. 😊

Heute bin ich zu Gast bei einem Vortrag von Tierarztpraxis Sarina Köhler in der Hundeschule Sarstedt und freue mich auf neue Impulse, fachlichen Austausch und vielleicht den einen oder anderen Gedanken, den ich bisher noch nicht auf dem Schirm hatte.

Und jetzt interessiert mich eure Erfahrung:

🐾 Was nutzt ihr zur Zahnpflege bei eurem Hund?

Zahnbürste? Fingerling? Kauartikel? Seealgen? Oder etwas ganz anderes?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. 😊

Meine FreytagsgedankenIn meiner Praxis begegnen mir immer häufiger Hunde, die ursprünglich wegen chronischer Darmproblem...
05/06/2026

Meine Freytagsgedanken

In meiner Praxis begegnen mir immer häufiger Hunde, die ursprünglich wegen chronischer Darmproblematiken vorgestellt werden. Fast ebenso häufig erzählen die Halter von Veränderungen im Verhalten. Der Hund wirkt reizbarer, ängstlicher, schneller überfordert oder reagiert plötzlich aggressiver als früher.

Natürlich spielen Erziehung, Training und Lernerfahrungen eine Rolle. Verhalten entsteht nie im luftleeren Raum.

Und dennoch beobachte ich immer wieder, dass wir Verhalten häufig auf der Ebene betrachten, die für uns sichtbar ist. Wir sehen die Reaktion. Wir sehen die Unsicherheit. Wir sehen die fehlende Impulskontrolle. Was wir nicht sehen, sind die biologischen Prozesse, die im Hintergrund ablaufen.

Gerade in der modernen Hundewelt wird viel über Methoden diskutiert. Welche Trainingsform die richtige ist. Wie fair Training gestaltet werden sollte. Welche Form von Verstärkung genutzt wird. Wie Verhalten aufgebaut, verändert oder begleitet werden kann.

Das sind wichtige Fragen.

In den letzten Jahren habe ich jedoch gelernt, noch eine weitere Frage zu stellen:

In welchem Zustand befindet sich der Organismus, der dieses Verhalten zeigt?

Denn Lernen geschieht nicht losgelöst vom Körper.

Während die Lerntheorie beschreibt, wie Verhalten entsteht, aufrechterhalten oder verändert wird, beschäftigt sich die Psychoneuroimmunologie mit den Wechselwirkungen zwischen Nervensystem, Hormonen, Immunsystem und Stoffwechsel. Sie betrachtet den Organismus als Ganzes und lenkt den Blick auf Faktoren, die auf den ersten Blick oft wenig mit Verhalten zu tun haben: Schlaf, Entzündungen, Darmgesundheit, Schmerzen, hormonelle Veränderungen oder die Verfügbarkeit von Energie und Nährstoffen.

Je tiefer wir in diese Zusammenhänge eintauchen, desto deutlicher wird, wie eng Körper und Verhalten miteinander verbunden sind.

Ein Hund, dessen Nervensystem dauerhaft unter Belastung steht, trifft nicht dieselben Entscheidungen wie ein Hund, der sich in einem Zustand innerer Stabilität befindet. Ein Organismus, der kontinuierlich Ressourcen für Entzündungsprozesse, Stressbewältigung oder körperliche Regulation aufbringen muss, verfügt nicht über dieselben Kapazitäten für Lernen, Anpassung und Selbstkontrolle.

Das bedeutet nicht, dass Lerntheorie an Bedeutung verliert. Ganz im Gegenteil. Sie liefert uns wichtige Werkzeuge, um Verhalten zu verstehen und zu begleiten.

Gleichzeitig zeigt die moderne Forschung immer deutlicher, dass Verhalten nicht ausschließlich auf der Verhaltensebene entsteht. Hinter jedem Verhalten steht ein Organismus mit seiner individuellen Biochemie, seiner Lerngeschichte, seinen Erfahrungen und seinen körperlichen Möglichkeiten.

Besonders dankbar bin ich meinen Trainerkolleginnen Kirsten von Hundeschule Sarstedt und InCanetion - Nanette Will. Beide begleiten Mensch-Hund-Teams mit viel Fachwissen und einem offenen Blick. Immer wieder verweisen sie Hunde an mich, bei denen sie das Gefühl haben, dass hinter den gezeigten Verhaltensweisen mehr steckt als eine Frage von Training oder Erziehung.

Diese Bereitschaft, über den eigenen fachlichen Tellerrand hinauszuschauen, empfinde ich als große Bereicherung. Denn je länger ich Hunde begleite, desto seltener erscheint mir Verhalten als isoliertes Problem. Häufig zeigt es sich vielmehr als sichtbarer Ausdruck von Prozessen, die tief im Organismus stattfinden.

Je mehr wir über Hunde lernen, desto deutlicher wird, wie eng Körper, Emotionen, Umwelt und Lernen miteinander verwoben sind. Viele Zusammenhänge, die lange als selbstverständlich galten, werden heute differenzierter betrachtet. Neue Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft, der Immunologie und der Stoffwechselforschung erweitern unser Verständnis Schritt für Schritt.

Für mich liegt genau darin der eigentliche Wert wissenschaftlicher Entwicklung: nicht darin, auf jede Frage sofort eine Antwort zu haben, sondern immer bessere Fragen stellen zu können.

Fragen, die uns helfen, Hunde nicht nur über ihr Verhalten zu betrachten, sondern als das, was sie sind – komplexe Lebewesen, deren Körper und Psyche untrennbar miteinander verbunden sind.

Am Montag habe ich geschrieben, dass mein Weg nicht mit Antworten begann, sondern mit Fragen.Wenn ich auf die vergangene...
03/06/2026

Am Montag habe ich geschrieben, dass mein Weg nicht mit Antworten begann, sondern mit Fragen.

Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückblicke, dann waren es oft genau diese Fragen, die mich weitergebracht haben.

Fragen zu Verhalten.

Zu Gesundheit.

Zu Ernährung.

Zu Stress.

Zu den Dingen, die nicht so recht in die üblichen Erklärungen passen wollten.

Viele der Themen, mit denen ich mich heute beschäftige, sind genau auf diese Weise entstanden.

Deshalb möchte ich heute den Spieß einmal umdrehen:

Welche Fragen begleiten euch und eure Hunde gerade?

Gibt es ein Verhalten, das ihr nicht so recht einordnen könnt?

Ein Gesundheitsthema, bei dem ihr das Gefühl habt, dass noch ein wichtiges Puzzleteil fehlt?

Oder eine Beobachtung, bei der ihr euch schon lange fragt, was eigentlich dahintersteckt?

Schreibt eure Fragen gerne in die Kommentare.

In den kommenden Wochen möchte ich genau dort ansetzen und gemeinsam mit euch einen Blick auf die Zusammenhänge werfen.

Manchmal liegt die spannendste Antwort nicht dort, wo wir zuerst suchen. 🌿🐾

Ich glaube, viele Menschen haben eine bestimmte Vorstellung davon, wie mein Weg ausgesehen hat.Von außen wirkt es vielle...
01/06/2026

Ich glaube, viele Menschen haben eine bestimmte Vorstellung davon, wie mein Weg ausgesehen hat.

Von außen wirkt es vielleicht so:

Andrea kennt sich mit Verhalten aus.

Andrea kennt sich mit Darmgesundheit aus.

Andrea kennt sich mit Aromatherapie aus.

Andrea kennt sich mit PNEI aus.

Punkt.

Fertig.

Expertin.

Die Wahrheit sieht etwas anders aus.

Mein Weg begann nicht mit Fachbüchern, Fortbildungen oder Konzepten.

Er begann mit Hunden, mit meinen eigenen Hunden, mit den Hunden meiner Kunden. Mit vielen Jahren auf dem Hundeplatz.

Mit Welpengruppen, Junghunden, Mantrailing, Fährtenarbeit, Longieren, Futterdummyarbeit, Workshops und unzähligen Gesprächen mit Menschen, die ihre Hunde besser verstehen wollten.

Vor allem begann er mit Fragen.

Mit Hunden, die nicht in die üblichen Erklärungen passten.

Mit Verhaltensweisen, die mich neugierig machten.

Mit Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, dass irgendwo noch ein Puzzleteil fehlt.

Also habe ich weitergesucht. Und je mehr ich suchte, desto größer wurde das Bild.

Irgendwann führte mich dieser Weg zur Darmgesundheit. Später zum Nervensystem, zur Stressphysiologie, zur Aromatherapie, zur PNEI.

Und immer wieder zurück zum Verhalten.

Heute weiß ich:

Die spannendsten Antworten liegen oft nicht in einem einzelnen Fachgebiet.

Sie entstehen dort, wo verschiedene Bereiche zusammentreffen.

Genau das ist der rote Faden meiner Arbeit. Nicht, dass ich auf alles eine Antwort habe, sondern dass ich nie aufgehört habe, Fragen zu stellen.

Und dass mich Hunde seit vielen Jahren lehren, wie viel mehr es zu entdecken gibt, wenn wir bereit sind, hinter das Offensichtliche zu schauen.

Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, dann denke ich oft daran, wie viele unterschiedliche Wege ich gegangen bin....
31/05/2026

Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, dann denke ich oft daran, wie viele unterschiedliche Wege ich gegangen bin.

Manche führten mich tief in die Verhaltensbiologie, andere in die Welt der Darmgesundheit. Ich habe meine Facharbeit zur Schilddrüsenunterfunktion geschrieben, mich mit Stressphysiologie beschäftigt, mit Lernen, mit Ernährung, mit Aromatherapie, mit dem Nervensystem und mit der Frage, was Hunde eigentlich brauchen, um sich sicher und wohl zu fühlen.

Lange Zeit wirkten diese Themen wie einzelne Inseln.

Spannend für sich betrachtet, wertvoll in ihrer eigenen Tiefe und doch habe ich immer wieder nach den Verbindungen gesucht.

Heute sehe ich sie überall.

Denn je mehr ich gelernt habe, desto deutlicher wurde: Es geht nie nur um Verhalten. Nie nur um Gesundheit. Nie nur um Training, Ernährung oder Beziehung.

Es geht immer um das Zusammenspiel.

Darum, wie Körper und Nervensystem miteinander kommunizieren. Wie Erfahrungen Spuren hinterlassen. Wie Stress Wahrnehmung und Lernen beeinflusst. Wie der Darm mit dem Gehirn in Verbindung steht. Wie Beziehungen Sicherheit schaffen und Sicherheit wiederum Verhalten verändert.

Was früher wie viele verschiedene Themen aussah, hat sich nach und nach zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Und plötzlich wurde vieles erstaunlich klar.

Verhalten beginnt nicht am Kopf und endet nicht beim Training. Es entsteht aus dem Zusammenspiel von Körper, Nervensystem, Umwelt, Erfahrungen und Beziehung.

Je mehr ich diese Zusammenhänge verstanden habe, desto weniger habe ich nach einzelnen Ursachen gesucht. Stattdessen habe ich begonnen, Fragen zu stellen:

Was braucht dieser Hund gerade?

Welche Geschichte bringt er mit?

Welche Einflüsse wirken auf ihn ein?

Was möchte sein Verhalten vielleicht erzählen?

Für mich liegt genau darin die größte Veränderung der vergangenen Jahre.

Ich kenne nicht alle Antworten. Doch ich erkenne immer mehr die Zusammenhänge.

Denn erst wenn wir den Blick weiten, wird sichtbar, wie faszinierend komplex Hunde wirklich sind – und wie viel Verständnis entstehen kann, wenn wir aufhören, einzelne Puzzleteile zu betrachten und beginnen, das ganze Bild zu sehen.

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Hildesheim
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