05/08/2026
Vielleicht bist Du schon beim Wort Trauma raus.
Vielleicht, weil Du denkst:
"Das ist nicht mein Thema."
"Ich bin doch nicht traumatisiert."
"Meine Kindheit war doch eigentlich schön."
"Ich habe doch nichts „Schlimmes“ erlebt."
"Mich betrifft das Thema nicht."
Vielleicht auch, weil Du denkst: Trauma, das ist Krieg, Folter, Unfall, Katastrophe oder körperliche Gewalt.
Aber doch nicht mein Leben.
Und vielleicht stimmt ein Teil davon sogar.
Vielleicht gab es schöne Momente.
Vielleicht gab es Menschen, die Dich geliebt haben.
Vielleicht war nicht alles so schlimm wie bei anderen.
Und trotzdem kann es sein, dass Dein Körper, Dein Fühlen oder Dein Verhalten heute manchmal auf etwas reagiert, das Du mit Deinem Kopf gar nicht so richtig verstehst.
Es kann sein, dass Du plötzlich zumachst,
dass Du Dich erklärst,
dass Du Dich anpasst,
dass Du laut wirst, obwohl Du das gar nicht willst,
dass Du verschwindest, obwohl Du Nähe bräuchtest oder
dass Du Dich selbst kaum noch spürst und größtenteils nur noch funktionierst.
Vielleicht geht es gar nicht darum, Dich jetzt traumatisiert zu nennen.
Vielleicht geht es erst einmal nur darum, ernst zu nehmen, dass etwas in Dir reagiert, was Du Dir nicht immer logisch erklären kannst.
Und vielleicht ist dieses genervte
„Boah, nicht schon wieder Trauma“
nicht nur Ablehnung.
Vielleicht ist es auch ein Wächter an der Tür, der sagt:
"Komm mir mit dem Thema nicht näher."
"Nicht jetzt!"
Oder auch: "Das wird mir zu viel."
Statt genervt zu sein könnest Du auch neugierig auf andere Perspektiven sein. Du machst nicht grundlos zu.
Vielleicht willst Du gerade nicht näher ran, weil schon der Gedanke daran zu viel mit Dir macht.
Du musst da gar nicht näher ran.
Vielleicht reicht es erst einmal zu merken:
💛Was willst Du in diesem Moment des Genervtseins möglichst schnell wieder weit weg haben?💛
Bild: KI-generiertes Symbolbild.
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