21/07/2026
Neue WHO Empfehlungen zur Risikoreduktion von kognitivem Verfall und Demenz: „Bis zu 45 % des Demenzrisikos können auf veränderbare Risikofaktoren zurückgeführt werden.“
Warum Prävention wichtig ist: Demenz entsteht nicht plötzlich. Viele Risikofaktoren wirken über Jahrzehnte – und viele davon sind beeinflussbar. Es ist nie zu spät, mit Prävention zu beginnen.
1) Bewegung – der stärkste Schutzfaktor
• Mindestens 150 Minuten pro Woche zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen.
• Krafttraining 2× pro Woche.
• Schon kleine Schritte helfen.
2) Geistige Aktivität – das Gehirn herausfordern
• Lesen, Lernen, neue Hobbys, Spiele, Sprachen, Musikinstrumente.
• Wichtig: Neuheit + Herausforderung.
• Regelmäßigkeit zählt mehr als Perfektion.
3) Soziale Kontakte – Einsamkeit vermeiden
• Treffen mit Freunden, Familie, Gruppen, Vereinen.
• Gemeinsame Aktivitäten schützen messbar.
4) Ernährung – mediterran & ausgewogen
• Viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse, Olivenöl.
• Wenig rotes Fleisch, Zucker, Fertigprodukte.
• Keine Nahrungsergänzung zur Demenzprävention (außer bei nachgewiesenem Mangel).
5) Alkohol reduzieren – am besten vermeiden
• Kein „schützender“ Konsum.
• Weniger Alkohol = geringeres Risiko.
6) Rauchen stoppen
• Einer der stärksten Risikofaktoren.
• Jeder Rauchstopp verbessert die Hirngesundheit.
7) Blutdruck, Zucker, Gewicht, Cholesterin kontrollieren
• Besonders wichtig im mittleren Lebensalter.
• Gute Behandlung senkt das Risiko für spätere kognitive Einschränkungen.
8) Hörverlust behandeln
• Hörgeräte frühzeitig nutzen.
• Gute Hörfähigkeit schützt soziale Teilhabe und kognitive Funktionen.
9) Schlaf verbessern
• Schlafstörungen behandeln – wichtig für Gesundheit.
• Aber: keine gesicherte Demenzprävention durch Schlaftherapie.
10) Depression ernst nehmen
• Behandlung wichtig für Lebensqualität.
• Kein direkter präventiver Effekt auf Demenz.
11) Schlaganfall & Kopfverletzungen vermeiden
• Schlaganfall ist ein starker Demenztreiber → Prävention entscheidend.
• Nach Schädelhirntraume: keine spezifische Präventionsmaßnahme, aber Risikofaktoren kontrollieren.
12) HIV gut behandeln
• AntiRetroviraleTherapie nach WHO Standard schützt auch die Hirngesundheit.
13) Luftverschmutzung reduzieren
• Wenn möglich: weniger Verkehrsexposition, Luftreiniger, Lüften nach Verkehrszeiten.
14) Kombination wirkt am besten
• Bewegung + Ernährung + geistige Aktivität + Risikofaktoren Management.
• Kleine Effekte, aber konsistent und lebenslang sinnvoll.