13/04/2026
Heute hat mich jemand gefragt:
„Warum nennst du deine Ausbildung Somatic Soul?
Wird dieses Wort nicht inzwischen überall benutzt?“
Und ehrlich gesagt:
Ich konnte diese Frage verstehen.
„Somatisch“.
„Trauma“.
„Nervensystem“.
Diese Begriffe sind gerade überall.
Viele wissen inzwischen, dass es sie gibt.
Aber Wissen allein bedeutet noch lange nicht,
dass man damit auch arbeiten kann.
Für mich geht es bei Somatic Soul nicht darum,
noch eine Methode über Trauma zu lernen.
Nicht darum, ein paar Übungen zu kennen
oder Begriffe richtig zu benutzen.
Es geht darum, Erfahrung zu sammeln.
So viel echte Erfahrung wie möglich.
Mit Menschen.
Mit Geschichten.
Mit Emotionen.
Mit Nervensystemen, die ganz unterschiedlich reagieren.
Während meiner Ausbildung sagte einmal ein Professor zu mir einen Satz,
der mich bis heute begleitet:
„Du kannst jedes Medikament verabreichen.
Du musst nur mit jeder Nebenwirkung umgehen können.“
Und genau so sehe ich heute meine Arbeit.
Jeder Mensch bringt seine Geschichte mit.
Seine Verletzungen.
Seine Schutzmechanismen.
Seine Art zu reagieren.
Und wenn du Räume hältst,
dann ist die wichtigste Frage nicht:
Welche Methode kenne ich?
Sondern:
Bin ich stabil genug, präsent genug und ehrlich genug mit mir selbst,
um mit dem umgehen zu können, was wirklich auftaucht?
Somatische Arbeit bedeutet für mich genau das.
Den Körper zu verstehen.
Das Nervensystem zu lesen.
Und einen Raum zu halten,
in dem alles da sein darf, was sich zeigt.
Nicht perfekt.
Aber bewusst.
Somatic Soul ist deshalb keine Ausbildung,
in der du nur Wissen sammelst.
Es ist ein Raum,
in dem du lernst, mit dem umzugehen,
was Menschen wirklich mitbringen.
Ihre Geschichten.
Ihre Emotionen.
Ihre Realität.
Und dafür braucht es vor allem eines:
Erfahrung.
Deine Ela
verkörperung leaderinnen