23/08/2026
Wenn wir heute von Yoga sprechen, denken wir zuerst an die Haltungen, die wir auf der Matte üben. Im Yoga Sutra von Patanjali beginnt Yoga allerdings an einer ganz anderen Stelle. Bevor die körperliche Praxis an dritter Stelle des achtgliedrigen Pfades auftaucht, geht es um die Frage, wie wir anderen Menschen begegnen und wie wir mit uns selbst umgehen. Die Yamas und Niyamas bilden die ethische Grundlage des Yoga als praktische Lebensphilosophie.
Die fünf Yamas, wörtlich übersetzt „Gebote“, beschreiben unsere Haltung und Handeln gegenüber anderen Menschen und unserer Umwelt. Die fünf Niyamas (wörtlich „Gebote nach innen“) richten den Blick auf unseren Umgang mit uns selbst – nicht zur Selbstoptimierung, sondern weil die alten Yogis erkannt haben, dass wir Liebe und Frieden nur dann mit anderen teilen können, wenn wir selbst mit uns in einer gesunden Balance leben.
Die Yamas und Niyamas lassen sich nicht nur auf der Yoga-Matte üben, sondern auf ganz unterschiedliche Bereiche unseres Lebens übertragen. Für die folgenden Beispiele nutzen wir die fünf Säulen der Identität, ein Modell des Psychologen und Psychotherapeuten Hilarion G. Petzold aus der Integrativen Therapie. Es betrachtet Identität als etwas, das sich fortlaufend entwickelt und von verschiedenen, miteinander verbundenen Lebensbereichen getragen wird. Das Modell unterscheidet fünf Säulen: soziale Beziehungen, Beruf und Leistung, Körper & Geist, materielle Sicherheit und Lebensraum sowie Werte und Zukunft.
Was passiert, wenn wir nun jedes Yama und Niyama einmal durch diese fünf Perspektiven betrachten? Das kannst du in unserem Blog nachlesen unter beyogi.de/blog (Link in der Bio).