Anwaltskanzlei Bauer & Kollegen Brühl

Anwaltskanzlei Bauer & Kollegen Brühl ⚖️Bauer & Kollegen⚖️
Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Baurecht, Gesellschaftsrecht

Die Anwaltskanzlei Bauer & Kollegen ist eine zivilrechtlich ausgerichtete, wirtschaftsnahe Rechtsanwaltskanzlei. Unsere Schwerpunkte liegen insbesondere auf dem Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Miet- und Baurecht sowie dem Gesellschaftsrecht. Aufgrund jahrelanger Erfahrung können wir Sie auch in vielen weiteren Bereichen unterstützen – rufen Sie uns einfach an. Informieren Sie sich auch gerne auf unserer Website oder auf unserem Instagram.

Entgelttransparenz bedeutet nicht automatisch Auskunft über alle Jahre und alle Standorte.Eine Vertriebsmitarbeiterin wo...
25/08/2026

Entgelttransparenz bedeutet nicht automatisch Auskunft über alle Jahre und alle Standorte.

Eine Vertriebsmitarbeiterin wollte wissen, wie ihr Gehalt im Vergleich zu männlichen Kollegen einzuordnen ist. Die Arbeitgeberin verweigerte die Auskunft unter anderem mit dem Hinweis, am Standort gebe es nicht genügend vergleichbare Beschäftigte. Der Fall landete beim Bundesarbeitsgericht (Urteil vom 19. Februar 2026, Az. 8 AZR 83/25).

Das Gericht gab der Klägerin nur teilweise recht. Maßgeblich ist grundsätzlich das letzte abgeschlossene Kalenderjahr vor dem Auskunftsverlangen. Außerdem bezieht sich die Vergleichsgruppe auf den Betrieb, nicht automatisch auf das gesamte Unternehmen. Offen blieb, ob für 2018 tatsächlich ein Anspruch auf die verlangten Angaben bestand.

Warum das für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wichtig ist, lesen Sie in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Untervermietung während eines längeren Auslandsaufenthalts kann sinnvoll sein. Wer dabei aber mehr verlangt, als zur Dec...
22/08/2026

Untervermietung während eines längeren Auslandsaufenthalts kann sinnvoll sein. Wer dabei aber mehr verlangt, als zur Deckung der eigenen wohnungsbezogenen Kosten nötig ist, riskiert die Kündigung.

In dem Berliner Fall zahlte der Mieter selbst zunächst 460 Euro, später 497,35 Euro Nettokaltmiete. Von seinen Untermietern verlangte er 962 Euro Nettokaltmiete zuzüglich Betriebskosten und Heizkosten, insgesamt 1.100 Euro monatlich. Eine erneute Erlaubnis der Vermieterin lag nicht vor.

Der Bundesgerichtshof (Urteil vom 28. Januar 2026, Az. VIII ZR 228/23) bestätigte die Räumung. Zwar kann die Verringerung eigener Mietkosten ein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung sein. Dieses Interesse endet aber, wenn die Untervermietung über Kostendeckung hinaus zur Gewinnerzielung genutzt wird. Die ordentliche Kündigung war wirksam.

Den vollständigen Fall lesen Sie in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Fenster müssen erneuert werden, aber die Eigentümer wollen nur ein Angebot eines vertrauten Handwerkers einholen. Reicht...
13/08/2026

Fenster müssen erneuert werden, aber die Eigentümer wollen nur ein Angebot eines vertrauten Handwerkers einholen. Reicht das für einen wirksamen Beschluss?

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft wurden Arbeiten an Fenstern, Vordachverglasungen und Malerarbeiten beschlossen. Vergleichsangebote sollten nicht eingeholt werden, weil die beauftragten Unternehmen der Gemeinschaft bekannt waren und bereits zuverlässig gearbeitet hatten. Einige Eigentümer fochten die Beschlüsse an.

Der Bundesgerichtshof entschied mit Urteil vom 27. März 2026, Aktenzeichen V ZR 7/25: Eine starre Pflicht zu mehreren Vergleichsangeboten gibt es nicht. Entscheidend ist, ob die Eigentümer auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage wirtschaftlich vernünftig entscheiden konnten. Ein bewährter Handwerker kann dabei ein wichtiger Gesichtspunkt sein.

Für Wohnungseigentümer und Verwalter bleibt wichtig: Der Verzicht auf Vergleichsangebote sollte nachvollziehbar begründet und dokumentiert werden. Mehr dazu in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Heute geht es um einen unserer Schwerpunkte: das allgemeine Zivilrecht. Egal ob Schmerzensgeld, Beistand bei Verkehrsunf...
08/08/2026

Heute geht es um einen unserer Schwerpunkte: das allgemeine Zivilrecht.

Egal ob Schmerzensgeld, Beistand bei Verkehrsunfällen oder auch bei Problemen am Arbeitsplatz.
Bei uns finden Sie die Unterstützung, die Sie brauchen.

Das Haus ist schon gebaut, eine Rechtsänderung steht bevor, und trotzdem kann die Nachbarklage gegen die Baugenehmigung ...
28/07/2026

Das Haus ist schon gebaut, eine Rechtsänderung steht bevor, und trotzdem kann die Nachbarklage gegen die Baugenehmigung weiter relevant bleiben.

In einem baurechtlichen Nachbarstreit berief sich der Bauherr darauf, dass das errichtete Wohnhaus durch eine bereits verkündete, aber noch nicht in Kraft getretene Rechtsänderung künftig genehmigungsfähig werde. Der Nachbar könne mit seiner Klage daher nichts mehr erreichen.

Das Bundesverwaltungsgericht (Beschluss vom 02.04.2026, Az. BVerwG 4 B 9.25) sah das anders und ließ die Revision nicht zu. Maßgeblich ist nicht ein künftiger Rechtszustand, sondern das geltende Recht. Eine Klage ist nur dann ohne Rechtsschutzbedürfnis, wenn eindeutig feststeht, dass sie keinerlei Verbesserung der Rechtsstellung mehr bringen kann.

Für Nachbarn und Bauherren ist das praktisch wichtig: Angekündigte Gesetzesänderungen schaffen im laufenden Verfahren keine sichere Grundlage. Mehr dazu in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Eine Genehmigungsfiktion kann ein Vorhaben beschleunigen. Aber was gilt, wenn die Behörde in der Bescheinigung zugleich ...
23/07/2026

Eine Genehmigungsfiktion kann ein Vorhaben beschleunigen. Aber was gilt, wenn die Behörde in der Bescheinigung zugleich auf angeblich weitere nötige Zulassungen hinweist?

Im Fall vor dem Bundesverwaltungsgericht ging es um zwei Windenergieanlagen, deren Anlagentyp noch vor der Errichtung geändert werden sollte. Nach Fristablauf bescheinigte die Behörde den Eintritt der Genehmigungsfiktion, verwies aber auf mögliche weitere Zustimmungen und Genehmigungen.

Das Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 25.03.2026, Az. BVerwG 7 C 3.25) stellte klar: Solche Hinweise sind nicht automatisch verbindliche Regelungen. Zugleich bestätigte das Gericht, dass im konkreten Verfahren keine zusätzliche Zustimmung der Luftfahrtbehörde, keine gesonderte Baugenehmigung und keine Waldumwandlungsgenehmigung erforderlich waren.

Für Betreiber ist das wichtig, weil unklare behördliche Schreiben nicht vorschnell als bindende Einschränkung verstanden werden sollten. Mehr dazu in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Gleicher Betrag für alle Wohnungen, obwohl die Einheiten sehr unterschiedlich groß sind.In einer Wohnungseigentümergemei...
14/07/2026

Gleicher Betrag für alle Wohnungen, obwohl die Einheiten sehr unterschiedlich groß sind.

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft sollte eine Sonderumlage von 25.000 Euro für die Instandsetzung einer Heizungsanlage in Haus A erhoben werden. Statt nach Wohnungsgröße oder Miteigentumsanteilen sollten alle 15 Wohneinheiten jeweils 1.666,67 Euro zahlen. Eigentümer einer kleineren Wohnung wehrten sich dagegen.

Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass Wohnungseigentümer Kostenverteilungen zwar grundsätzlich per Mehrheitsbeschluss ändern können. Das Ergebnis muss aber sachgerecht bleiben. Eine Verteilung nach Einheiten kann kleinere Wohnungen unangemessen belasten, wenn die Anlage sehr unterschiedlich große Einheiten hat. Das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main wurde deshalb teilweise aufgehoben und der Fall zurückverwiesen (Urteil vom 24. April 2026, Az. V ZR 50/25).

Wichtig für Eigentümer: Nicht jede einfache Kostenverteilung ist auch rechtlich tragfähig. Mehr dazu in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Datenweitergabe im Bauvertrag kann praktisch sein, aber unklare Klauseln können unwirksam sein.In einem Bauvertrag sollt...
07/07/2026

Datenweitergabe im Bauvertrag kann praktisch sein, aber unklare Klauseln können unwirksam sein.

In einem Bauvertrag sollte die Weitergabe personenbezogener Daten der Bauherren an vom Unternehmer beauftragte Dritte erlaubt sein. Das Oberlandesgericht Koblenz hielt die Klausel für unwirksam, unter anderem weil sie nicht transparent genug formuliert war.

Der Bundesgerichtshof bestätigte im Ergebnis, dass die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision keinen Erfolg hat (Beschluss vom 8. April 2026, Aktenzeichen VII ZR 213/24). Entscheidend war auch: Die Intransparenz der Klausel trug die Entscheidung selbständig und wurde nicht erfolgreich angegriffen.

Für Bauherren und Unternehmer zeigt der Fall, wie wichtig klare Vertragsbedingungen sind. Wer Daten weitergeben möchte, sollte präzise regeln, welche Daten betroffen sind, an wen sie gehen und zu welchem Zweck. Mehr dazu in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

Heute möchten wir Ihnen Frau Eva Müller vorstellen. Rechtsanwältin Müller ist seit 2008 zugelassene Rechtsanwältin und P...
30/06/2026

Heute möchten wir Ihnen Frau Eva Müller vorstellen. Rechtsanwältin Müller ist seit 2008 zugelassene Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei Bauer und Kollegen. Frau Müller ist spezialisiert auf Investmentrecht und Versicherungsaufsichtsrecht.
Mehr über Frau Müller finden Sie auf unserer Website in der Kategorie “Rechtsanwälte”.

Ein schneller Klick in den privaten ChatGPT Account kann für Unternehmen zum echten Risiko werden.Wenn Mitarbeitende ges...
28/06/2026

Ein schneller Klick in den privaten ChatGPT Account kann für Unternehmen zum echten Risiko werden.

Wenn Mitarbeitende geschäftliche Inhalte, Kundendaten, Bewerbungsunterlagen oder interne Strategiepapiere in offene KI Dienste eingeben, verlieren Unternehmen schnell die Kontrolle über Datenflüsse, Vertraulichkeit und Compliance. Besonders kritisch sind mögliche Drittlandübermittlungen und fehlende vertragliche Absicherung.

Auch arbeitsrechtlich kann das Folgen haben. Wer trotz fehlender Freigabe oder klaren Verbots vertrauliche Daten über private Accounts verarbeitet, riskiert je nach Einzelfall eine Abmahnung oder sogar eine außerordentliche Kündigung. Zusätzlich können Fragen der Mitbestimmung eine Rolle spielen.

Warum klare Regeln, Schulungen und freigegebene KI Lösungen so wichtig sind, lesen Sie in unserem Blogartikel. Link in der Bio.

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