30/08/2026
Eine EEG-Studie aus dem Jahr 2024 von den Neurowissenschaftlern Audrey van der Meer und F. R. Van der Weel untersuchte, wie Handschrift und Tippen die Gehirnaktivität beeinflussen. 36 Studierende trugen EEG-Hauben mit 256 Sensoren, während sie dieselben Wörter entweder von Hand schrieben oder auf einer Tastatur tippten.
Die Ergebnisse zeigten, dass Handschreiben umfassendere Muster der Gehirnvernetzung erzeugte, darunter Bereiche, die mit Gedächtnis, sensorischer Verarbeitung und Lernen verbunden sind. Beim Tippen war die Vernetzung weniger weitreichend.
Handschrift erfordert koordinierte Bewegungen von Fingern, Handgelenk, Augen und räumlicher Verarbeitung. Da jeder Buchstabe eine andere Bewegung erfordert, muss das Gehirn mehr sensorische und motorische Informationen verarbeiten.
Frühere Untersuchungen von Pam Mueller und Daniel Oppenheimer zeigten ebenfalls, dass Studierende, die Notizen von Hand machten, bei Fragen zum Verständnis besser abschnitten als Studierende, die ihre Notizen tippten. Wer am Laptop schrieb, hielt zwar mehr Inhalte fest, verarbeitete sie aber weniger.
Zusammen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Handschreiben das Gehirn anders beansprucht als Tippen und Lernen sowie Gedächtnis unterstützen kann.
Bilder wurden mit KI erzeugt und dienen ausschließlich Demonstrationszwecken.
Quelle: Van der Weel & Van der Meer (2024), Frontiers in Psychology; Mueller & Oppenheimer (2014), Psychological Science.