04/10/2022
𝗪𝗮𝘀 𝘁𝘂𝗻 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗛𝗲𝗿𝗯𝘀𝘁𝗴𝗿𝗮𝘀𝗺𝗶𝗹𝗯𝗲𝗻?
Es ist wieder so weit. Der Sommer ist in seinen letzten Zügen und der Herbst kündigt sich an. Und damit eine nervige Zeit für uns Tierfreunde. Vielleicht hast du in diesem Jahr schon den ersten Kontakt mit 𝗛𝗲𝗿𝗯𝘀𝘁𝗴𝗿𝗮𝘀𝗺𝗶𝗹𝗯𝗲𝗻 bzw. mit ihren Larven gehabt.
Vielleicht fragst du dich aber auch gerade, warum sich dein Tier häufig am 𝗕𝗮𝘂𝗰𝗵, 𝗮𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗣𝗳𝗼𝘁𝗲𝗻 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗮𝗺 𝗞𝗼𝗽𝗳 𝗸𝗿𝗮𝘁𝘇𝘁. Und du dort auch 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗿𝗼𝘁𝗲 𝗤𝘂𝗮𝗱𝗱𝗲𝗹𝗻 siehst. Dann wurde dein Tier wahrscheinlich von den Larven der 𝗛𝗲𝗿𝗯𝘀𝘁𝗴𝗿𝗮𝘀𝗺𝗶𝗹𝗯𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗯𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻.
𝗔𝗯𝗲𝗿 𝘃𝗼𝗿𝘄𝗲𝗴: 𝗱𝗶𝗲 𝗕𝗶𝘀𝘀𝗲 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝘂𝗻𝗴𝗲𝗳ä𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵.
Im Spätsommer und Herbst ist ihre Hochsaison. Die Larven lieben ein trockenes, warmes Klima bei 25 bis 30 Grad. Da sind sie am aktivsten. Deswegen tauchen sie vor allem auch am Nachmittag auf. Ab 10 Grad kannst du aber auch schon die Ersten sehen.
Wo? Auf 𝗙𝗲𝗹𝗱𝗲𝗿𝗻, 𝗪𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻, 𝗮𝗺 𝗪𝗮𝗹𝗱𝗿𝗮𝗻𝗱 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗶𝗺 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗻 𝗚𝗮𝗿𝘁𝗲𝗻. Und generell am Boden. Sie verabscheuen Nässe, brauchen aber eine hohe Luftfeuchtigkeit zum Existieren. Da siehst du sie dann als Rudel an einer oder mehreren Stellen. Nie überall gleichmäßig.
Bei deinem Vierbeiner kannst du die Larven als 𝘄𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗲 𝗼𝗿𝗮𝗻𝗴𝗲𝗿𝗼𝘁𝗲 𝗣𝘂𝗻𝗸𝘁𝗲 erkennen. Sie suchen sich gerne 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴 𝗯𝗲𝗵𝗮𝗮𝗿𝘁𝗲, 𝘄𝗮𝗿𝗺𝗲, 𝗱ü𝗻𝗻𝗲 𝗛𝗮𝘂𝘁𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻. Aber vor allem sind sie in Körperbereichen, die Kontakt zum Boden hatten. Also zwischen den 𝗭𝗲𝗵𝗲𝗻, 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗰𝗵𝘀𝗲𝗹, 𝗮𝗺 𝗞𝗶𝗻𝗻 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗢𝗵𝗿𝗳𝗮𝗹𝘁𝗲.
Dort beißen sich die Larven fest und trinken das Gewebe, um zu wachsen. Wenn sie satt sind, lösen sie sich nach einigen Stunden bis zu wenigen Tagen wieder ab.
Der rote Ausschlag bei deinem Tier wurde durch den Speichel der Larven ausgelöst. Was schnell und grundsätzlich gegen den 𝗝𝘂𝗰𝗸𝗿𝗲𝗶𝘇 hilft, ist 𝗞ä𝗹𝘁𝗲. Als Coolpack, kühlende Salben oder Aloe vera Gel. Und meistens geht es wieder von selbst weg. Wenn das aber nicht hilft, empfehlen wir, eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu Rate zu ziehen. Gerade wenn der Ausschlag länger als ein paar Tage anhält.
Wenn die Quaddeln zu sehen sind, findest du wahrscheinlich auch Larven im Fell. Spül die betroffenen Stellen mit Wasser ab. Oder für die weniger Wasser liebenden Vierbeiner: kämme die Stellen und wische sie mit einem feuchten Tuch ab. Am besten wäschst du auch einmal das Tierbett oder entsprechende Decken. 𝗔𝗹𝗹𝗲𝗿𝗱𝗶𝗻𝗴𝘀 ü𝗯𝗲𝗿𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗮𝗿𝘃𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗹𝗮𝗻𝗴𝗲 𝗮𝘂𝗳 𝗧𝗲𝘅𝘁𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻.
𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗶𝗲 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗲𝗶𝗱𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗮𝗿𝘃𝗲𝗻 𝗶𝗺 𝗩𝗼𝗿𝘄𝗲𝗴𝗲?
Durch Vorbereitung und Umgehen der befallenen Gebiete.
Ob ein Gebiet befallen ist, findest du mit einem Trick raus. Nimm einen weißen oder schwarzen Teller zur Hand und platziere ihn auf dem Boden. Wenn sich hier Larven aufhalten, dann wirst du nach einiger Zeit die orangeroten Punkte darauf sehen. Vermutlich auf dem schwarzen Teller schneller, da die Farbe mehr Wärme anzieht und die Larven diese lieben.
Wenn dein Garten betroffen ist, solltest du regelmäßig gießen, mähen und den Grasschnitt außerhalb deines Grundstücks fachgerecht entsorgen. Zusätzlich kannst du deinen Rasen an den befallenen Stellen mit 𝗡𝗲𝗲𝗺ö𝗹 einsprühen, weil das abschreckend auf die Larven wirkt.
Ist allerdings die Lieblingswiese betroffen, solltet ihr die möglichst meiden. Oder sie nur 𝗳𝗿ü𝗵 𝗺𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗮𝗯𝗲𝗻𝗱𝘀 besuchen. Oder bei Regen. Und für die Spaziergänge am Mittag oder Nachmittag eine andere Route wählen. Sofern es möglich ist. Denn manchmal lassen es die Gegebenheiten einfach nicht zu.
Für Katzen ist dann leider nur Nachtgang angesagt. Zusätzlich empfehlen wir, nach jedem Ausgang in der Hauptsaison das Tier abzusuchen. Und gegebenenfalls die Körperstellen mit Wasser abzuspülen.
Außerdem kann es helfen, dem Tier im Vorwege unser Ergänzungsfuttermittel „𝗔𝗿𝗯𝗼𝗿“ mit ins Futter mischen. Denn dadurch „𝗱𝘂𝗿𝗳𝘁𝗲𝘁“ dein Tier nicht mehr attraktiv für die kleinen Larven.
https://www.waldkraft.bio/hund/parasitenbefall/
So ermüdend das auch alles klingt, so lange dauert die Hochsaison nicht mehr. Ende Oktober verziehen sich die Herbstgrasmilben wieder!
Bis dahin wünschen wir dir eine möglichst larvenfreie Zeit und viel Ausdauer