31/08/2026
Welchen Unterschied macht es, ob eine Urinprobe von Tieren "aufgesammelt " wurde oder direkt aus der Blase gewonnen wird , zum Beispiel über eine schmerzfreie Punktion? Und in welcher Zeit sollte er untersucht werden, um chemische Veränderungen auszuschließen?
Harn, der in einem Becher oder einem anderen Sammelgefäß aufgefangen wird, enthält auch Sustanzen, die sich in den Harnwegen von der Blase nach außen befinden (bestimmte Zellen, Substanzen durch Entzündung, Pilze etc) und auch Substanzen aus dem Fell fallen hinein. Selbst wenn das Fell sehr sauber ist, bleibt zu berücksichtigen, dass Urin unter dem Mikroskop untersucht wird und selbst Staubteile dargestellt werden. Bei manchen Kontrollen jedoch, spielt das keine Rolle. Wird zum Beispiel die Dichte oder das Vorhandensein von bestimmten Kristallen kontrolliert, so geht das auch mit aufgefangenem Urin.
Bei einer Analyse, in der die Beteiligung der Niere an der Erkrankung ausgeschlossen werden soll oder Blasenzellen untersucht werden sollen( wie z.B.bei einer Entzündung oder Krebserkrankung) so ist Punktionsurin besonders wichtig.
Zellige Bestandteile können nach einer Zentrifugation und Einfärbung des Präparates mittels mikroskopischer Untersuchung festgestellt werden.
Entzündliche Blasenerkrankungen durch Bakterien können unterschiedlich sein und zeigen sich manchmal resistent gegenüber üblichen Antibiotika. Ein Punktionsurin kann zu einem Labor geschickt werden, in dem festgestellt wird, welches Antibiotikum genau gegen diese Infektion wirksam ist.
Bei Katzen ist das Ausdrücken der Blase meist mit viel Schmerzen verbunden. Sie wehren sich dagegen, sodass das Ausdrücken ohne Narkose auch als traumatisches Erlebnis abgespeichert wird.
In der Tat ist das bei einer Punktion nicht so.
Wenn sich die Katze bestimmte Berührungen gefallen lässt, so ist eine Punktion schnell und sie empfindet, wenn überhaupt, nur einen winzigen Piekser. Wenn das Tier eine Sedierung oder Narkose braucht, so ist es sinnvoll, die für die Analyse bessere Form, die Blasenpunktion zu wählen.
Bei Hunden ist die Blasenpunktion etwas aufwendiger, aber meistens auch nicht nötig.