07/08/2026
Heute in der Siegener Zeitung: Ein Blick hinter die Kulissen bei familydocs
„Absurd und unumsetzbar“ – wie politische Entscheidungen den Praxisalltag zusätzlich belasten können.
Die Siegener Zeitung hat uns in unserer Praxis in Fellinghausen begleitet – an einem eigentlich „ruhigen“ Vormittag.
Das Ergebnis: 300 Patientenkontakte in nur fünf Stunden.
Davon allein 13 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.
Wir arbeiten seit Jahren daran, unsere Praxen konsequent zu digitalisieren: mit Online-Rezeption, Online-Terminbuchung, digitalen Prozessen und klaren Abläufen. Nicht, weil Digitalisierung Selbstzweck ist – sondern weil sie unserem Team mehr Zeit für das Wesentliche geben soll: unsere Patientinnen und Patienten.
Umso kritischer sehen wir politische Vorschläge, die wieder zusätzliche Kontakte und Bürokratie erzeugen.
Die diskutierte verpflichtende persönliche Vorstellung für eine Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag halten wir im hausärztlichen Alltag für kaum umsetzbar.
„Es gibt keinen medizinisch sinnvollen Grund dafür, dass infektiöse Patienten für eine Krankschreibung in die Praxis kommen.“
Wer wirklich krank ist, braucht selbstverständlich ärztliche Versorgung. Aber Menschen ausschließlich für eine Bescheinigung in eine ohnehin volle Praxis zu bestellen, bindet Ressourcen, verlängert Wartezeiten und erhöht bei Infekten zusätzlich das Ansteckungsrisiko.
Unser Ziel bei familydocs bleibt deshalb:
moderne Medizin, sinnvolle Digitalisierung und möglichst viel Zeit vor Ort für die Menschen, die uns wirklich brauchen.
Vielen Dank an Paul Schulz und die Siegener Zeitung für den ausführlichen Einblick in unseren Praxisalltag!