Praxis für Physiotherapie & Prävention Henning und Varga

Praxis für Physiotherapie & Prävention Henning und Varga Die Praxis für Physiotherapie & Prävention Henning & Varga bietet zahlreiche Gesundheitsleistungen an, von KG über MTT bis hin zur Sportphysiotherapie.

Unsere Leistungen:

- Physiotherapie/Krankengymnastik/Sportphysiotherapie
- Massage
- Rückenschule
- MTT
- Elektrobehandlung
- Ultraschall
- Lymphdrainage
- Hausbesuche
- Kieferbehandlung (CMD)
- Präventionstraining
- Manuelle Therapie
- Kältetherapie
- Wärmebehandlung
- Fango/Heiße Rolle
- Bobath

03/06/2022

Was Schmerz und ein Kuchen miteinander gemein haben! 🥞🥧

Wenn ein Mensch in einem bestimmten Kontext Schmerzen erleidet, dann kann das streng genommen nicht auf einen einzigen Faktor (z. B. verletztes Gewebe) oder die bloße Ansammlung verschiedener anderer „Schmerztreiber“ reduziert werden.

Wir können den Körper nicht wie ein mechanisches Uhrwerk ⏰betrachten, bei dem der Schmerz der Indikator für ein defektes Zahnrad ist, das repariert werden kann. Um uns das konkret vor Augen zu führen, beziehen sich Cormack und Kollegen in einer aktuellen Publikation zum Biopsychosozialen Modell und seinem enaktiven Verständnis auf die „Kuchen“-Analogie von de Haan (https://muse.jhu.edu/article/751751).

Die Beziehung zwischen globalen und lokalen Prozessen lässt sich analog zur Beziehung eines Kuchens zu seinen Zutaten wie Salz, Wasser, Mehl, Zucker und Eiern betrachten. Der Kuchen steht für ein globales System, in unserem Fall für die Person, die Schmerzen empfindet. Die Zutaten sind die eher lokalen Komponenten, aus denen der Kuchen besteht, und stehen für physiologische Prozesse.

Dabei lässt sich die Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerz nicht auf einen einzigen physiologischen Prozess reduzieren, so wie wir einen Kuchen sicher nicht nur auf die Zutat „Mehl“ reduzieren können. Die Art und Weise, wie die Zutaten die neuen Eigenschaften eines Kuchens (z. B. die Weichheit) bewirken, lässt sich am besten durch ihr Zusammenspiel verstehen; nicht alle Veränderungen der Zutaten führen zu Veränderungen im gesamten Kuchen. So hat beispielsweise nicht jede Änderung der Zuckermenge einen spürbaren Effekt; wir können den jeweiligen Beitrag zu den entstehenden Eigenschaften des Kuchens nur im Zusammenhang mit den anderen Zutaten (z. B. Salz-, Wasser- und Mehlmenge) verstehen.

Analog dazu können wir uns die Entstehung von Schmerzen am besten durch die dynamische Kopplung neuronaler und nicht-neuronaler Prozesse vorstellen (z. B. die Verflechtung von Veränderungen im neuronalen, endokrinen und immunologischen System) (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18088561/, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27154463/).

Gleichzeitig sind globalere Prozesse wie die Erwartungen des Patienten und seine Umgang mit unangenehmen Emotionen, die mit Schmerzen in Zusammenhang stehen, notwendigerweise mit Veränderungen physiologischer Aspekte (z. B. neuronale Reorganisation) verbunden, ebenso wie Veränderungen des Kuchens als Ganzes Veränderungen der Zutaten und ihrer chemischen Organisation mit sich bringen.

Schließlich müssen wir auch den soziokulturellen Kontext berücksichtigen, denn er ist nicht einfach nur ein passiver Hintergrund (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31909793/), sondern ein Teil des Systems, der sich sowohl auf psychologische als auch auf physiologische Prozesse auswirkt.

Die Kultur durchdringt oder "färbt" subjektive Erfahrungen (https://philpapers.org/rec/HIPCIM, https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/21507740.2018.1496180 ) wie zum Beispiel Schmerzen. Um bei der Analogie mit dem Kuchen zu bleiben: Die Auswirkungen der Kultur sind vergleichbar mit den Auswirkungen der Temperatur eines Ofens auf den Gesamtzustand des Kuchens, inklusive seiner Zutaten (https://muse.jhu.edu/article/751751). In einer enaktiven Perspektive sind Physiologie, Erfahrungen und Kultur unterschiedliche, aber nicht getrennte Prozesse; sie sind alle Teile desselben gleichen Person-Umwelt-Systems.

01/06/2022

Wie entstehen eigentlich Knochenmarksödeme (Modic Changes) an der Wirbelsäule?

🤔🤓

Einige Fallberichte und eine aktuelle Übersichtsarbeit weisen auf die mögliche Rolle von Bandscheibenverkalkungen bei bandscheibenassoziierten Kreuzschmerzen im Erwachsenenalter hin.
(https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23532559/, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15891876/,
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23746089/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35534553/)

In einigen der genannten Fälle wurde eine Migration von Kalkablagerungen in den Wirbelkörper festgestellt, was darauf hindeutet, dass solche Ablagerungen schwächere Bereiche der Wirbelkörperendplatte stören und ein Knochenmarksödem verursachen können (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23532559/, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15891876).

Die Bildung solcher kalzifizierter, harter Gewebeeinschlüsse im Knochen stört die Mikroarchitektur des trabekulären Knochens und führt zu einer Endplattenfraktur (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28402132/). Diese Endplattenfrakturen begünstigen wiederum inflammatorische Prozesse, gekennzeichnet durch ein Ödem in den Endplatten und dem angrenzenden Knochenmark, das durch den Kontakt des Knochenmarks mit Substanzen aus der Bandscheibe verstärkt werden kann.

Proinflammatorisches Material aus dem Bandscheibenkern kann so in das angrenzende Knochenmark diffundieren und zu einer Kaskade von Entzündungsmediatoren, weiteren Ödemen und Neovaskularisation führen (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28402132/, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35534553/).

Darüber hinaus begünstigen die Endplattenfraktur und die erhöhte Gefäßdurchlässigkeit im entzündeten Gewebe die Diffusion von Bakterien mit geringer Virulenz in den Markraum, die bei bestimmten Patienten im Blutkreislauf vorhanden sind (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11438138, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34862912/, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26914098/) und z.B. beim Zähneputzen über die Mundschleimhaut in die Zirkulation gelangen können (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12212870/).
Solche Endplattenfrakturen sind im MRT meist in Form von Typ-I- und Typ-II-Modic-Changes (pathologischen subchondralen Knochenmarksläsionen) erkennbar.

Modic Changes werden in drei Formen unterschieden: (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6070210/)

👉 Typ 1: entzündliche Form mit einem hohen Knochen-Turnover
👉Typ 2: fettig-degenerative Form mit einem reduzierten Knochen-Turnover
👉 Typ 3: subchondrale Sklerosierung

Dem entzündlichen Typ wird in der Pathogenese von Rückenschmerzen die größte Bedeutung beigemessen, wobei der Zusammenhang zu Schmerzen und Funktionsverlusten im Kontext von Rückenschmerzen auch hier umstritten ist.
(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6070210/, https://bmcmusculoskeletdisord.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12891-015-0540-3, https://link.springer.com/article/10.1007/s40122-021-00337-x

30/05/2022

Die „Short Physical Performance Battery“: In der Geriatrie ein absolutes Muss!

👀👇👇👇

Diese Testbatterie erfasst auf einfache Art und Weise (man benötigt lediglich eine Stoppuhr, ein Maßband und einen Stuhl mit gerader Sitzfläche sowie eine verfügbare Gehstrecke von mindestens 4 Metern) und mit minimalem Zeitaufwand (5-10 min) die wichtigen motorischen Dimensionen Kraft, Ganggeschwindigkeit und Gleichgewicht.

Der SPPB besteht aus drei Tests:

1. Gleichgewichtstest mit progressiver Anforderungssteigerung
2. Test zur Messung der Ganggeschwindigkeit über 4 m
3. Chair Rise Test (5-mal vom Stuhl aufstehen und wieder hinsetzen)

Die Durchführung der einzelnen Tests gestaltet sich wie folgt:

1. Gleichgewichtstest

• Freier Stand ohne Hilfsmittel muss möglich sein (erlaubt sind jeweils 3 Versuche)
• Hilfe, um in die Positionen zu kommen, ist erlaubt
• Tester zeigt jede Position vor
• Stand mit geschlossenen Füßen, dann Semitandemstand (ein Fuß steht mit der Ferse an der Mitte der Innenseite des anderen Fußes), dann Tandemstand (Füße stehen hintereinander)
• Bewegung der Arme oder Kniebeuge erlaubt, Füße müssen in Position verbleiben
• Welcher Fuß vorne steht, kann der Patient selbst bestimmen

👉Scoring: S. Graphik

2. Ganggeschwindigkeit

• Gewohnte Ganggeschwindigkeit
• Hilfsmittel (Gehstock, Unterarmstützen, Rollator) ist erlaubt
• keine Hilfsperson
• 2 Versuche, der Schnellere wird gewertet
• Zeitmessung mit Stoppuhr; aus dem Stand von der Startlinie bis erster Fuß komplett über der Ziellinie (dahinter ca. 2m freier Spielraum)

👉Scoring: S. Graphik

3. Chair Rise Test (Aufstehtest)

• Aufstehen von normalem Stuhl ohne Benützung der Armlehnen (Arme vor der Brust verschränkt)
• Wenn ein Probeversuch gelingt, soll der Patient nach dem Startkommando („los“) so schnell wie möglich 5x aufstehen, Messung endet, wenn Patient wieder sitzt.
• Tester steht zur Sicherheit vor dem Stuhl bzw. vor dem Patienten.

👉Scoring: S. Graphik

Im Endergebnis sind also max. 12 Punkte zu erreichen, das schlechteste Ergebnis liegt entsprechend bei 0 Punkten.

Primärliteratur:

Guralnik JM, Simonsick ME, Ferrucci L, Glynn RJ, Berkman LF, Blazer DG, Scherr PA, Wallace RB
(1994) A short physical performance battery assessing lower extremity function: association
with self-reported disability and prediction of mortality and nursing home admission. J Gerontol
49(2):M85-94

Der SPPB ist ein zuverlässiges und valides Maß für die körperliche Leistungsfähigkeit von Erwachsenen über 60 Jahren.

Kameniar, K., Mackintosh, S., Van Kessel, G., & Kumar, S. (2022). The Psychometric Properties of the Short Physical Performance Battery to Assess Physical Performance in Older Adults: A Systematic Review. Journal of geriatric physical therapy (2001), 10.1519/JPT.0000000000000337. Advance online publication. https://doi.org/10.1519/JPT.0000000000000337

Niedrigere Werte im SPPB sind nachweislich prädiktiv für ein erhöhtes Sturzrisiko (1, ≤6 bei beiden Geschlechtern, schon bei „7-9“ für Frauen), einen Verlust der Unabhängigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens (2), eine verminderte Mobilität (s. unten), funktionelle Einschränkungen (3), eine Verschlechterung des Gesundheitszustands (4), eine erneute Krankenhauseinweisung (2,4,5), eine längere Verweildauer im Krankenhaus (6), die Aufnahme in ein Pflegeheim (1) und Tod. (1,4).

(1) Veronese N, Bolzetta F, Toffanello ED, Zambon S, De Rui M, Perissinotto E, Coin A, Corti MC, Baggio G, Crepaldi G, Sergi G, Manzato E. Association between Short Physical Performance Battery and falls in older people: the Progetto Veneto Anziani Study. Rejuvenation Res. 2014 Jun;17(3):276-84. doi: 10.1089/rej.2013.1491. Epub 2014 Jun 11. PMID: 24387140; PMCID: PMC4062103.

(2) Volpato S, Cavalieri M, Sioulis F, Guerra G, Maraldi C, Zuliani G, Fellin R, Guralnik JM. Predictive value of the Short Physical Performance Battery following hospitalization in older patients. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2011 Jan;66(1):89-96. doi: 10.1093/gerona/glq167. Epub 2010 Sep 22. PMID: 20861145; PMCID: PMC3011958.

(3) Guralnik JM, Ferrucci L, Simonsick EM, Salive ME, Wallace RB. Lower-extremity function in persons over the age of 70 years as a predictor of subsequent disability. N Engl J Med. 1995 Mar 2;332(9):556-61. doi: 10.1056/NEJM199503023320902. PMID: 7838189.

(4) Studenski S, Perera S, Wallace D, Chandler JM, Duncan PW, Rooney E, Fox M, Guralnik JM. Physical performance measures in the clinical setting. J Am Geriatr Soc. 2003 Mar;51(3):314-22. doi: 10.1046/j.1532-5415.2003.51104.x. PMID: 12588574.

(5) Penninx BW, Ferrucci L, Leveille SG, Rantanen T, Pahor M, Guralnik JM. Lower extremity performance in nondisabled older persons as a predictor of subsequent hospitalization. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2000 Nov;55(11):M691-7. doi: 10.1093/gerona/55.11.m691. PMID: 11078100.

(6) Fisher S, Ottenbacher KJ, Goodwin JS, Graham JE, Ostir GV. Short Physical Performance Battery in hospitalized older adults. Aging Clin Exp Res. 2009 Dec;21(6):445-52. doi: 10.1007/BF03327444. PMID: 20154514; PMCID: PMC2822997.

Ein SPPB Score von unter 10 ist bei älteren Menschen prädiktiv für die Gesamtmortalität. Odds Ratio OR 3.25 (95%CI 2.86-3.79) für Werte zwischen „0-3“, OR 2.14 (95%CI 1.92-2.39) zwischen „4-6“ und OR 1.50 (95%CI 1.32-1.71) für Werte zwischen „7-9“ im Vergleich zur Gruppe mit Werten zwischen „10-12“.

Pavasini, R., Guralnik, J., Brown, J. C., di Bari, M., Cesari, M., Landi, F., Vaes, B., Legrand, D., Verghese, J., Wang, C., Stenholm, S., Ferrucci, L., Lai, J. C., Bartes, A. A., Espaulella, J., Ferrer, M., Lim, J. Y., Ensrud, K. E., Cawthon, P., Turusheva, A., … Campo, G. (2016). Short Physical Performance Battery and all-cause mortality: systematic review and meta-analysis. BMC medicine, 14(1), 215. https://doi.org/10.1186/s12916-016-0763-7

Bei 65-Jährigen und Älteren sagt ein Wert von „10 oder weniger“ eine signifikante Mobilitätseinschränkung (Unfähigkeit, 400 m zu gehen) nach 3 Jahren mit einem OR von 26.93 (!) (95% CI: 7.51-96.50) in der Gruppe mit SPPB Scores unter „7“ voraus.

Vasunilashorn, S., Coppin, A. K., Patel, K. V., Lauretani, F., Ferrucci, L., Bandinelli, S., & Guralnik, J. M. (2009). Use of the Short Physical Performance Battery Score to predict loss of ability to walk 400 meters: analysis from the InCHIANTI study. The journals of gerontology. Series A, Biological sciences and medical sciences, 64(2), 223–229. https://doi.org/10.1093/gerona/gln022

Normwerte für verschiedene Altersdekaden sind u.a. für die norwegische Bevölkerung publiziert.

https://bmcgeriatr.biomedcentral.com/track/pdf/10.1186/s12877-019-1234-8.pdf

Eine Veränderung von 0,5 Punkten auf der SPPB wird als kleine bedeutsame Veränderung angesehen, während eine Veränderung von 1 Punkt als erheblich bedeutsame Veränderung betrachtet wird.

Perera S, Mody SH, Woodman RC, Studenski SA. Meaningful change and responsiveness in common physical performance measures in older adults. J Am Geriatr Soc. 2006 May;54(5):743-9. doi: 10.1111/j.1532-5415.2006.00701.x. PMID: 16696738.

Studien haben auch gezeigt, dass der SPPB für die Messung von Mobilitätseinschränkungen von Patienten mit COPD und bei älteren Erwachsenen mit Multipler Sklerose valide ist.

Bernabeu-Mora R, Medina-Mirapeix F, Llamazares-Herrán E, García-Guillamón G, Giménez-Giménez LM, Sánchez-Nieto JM. The Short Physical Performance Battery is a discriminative tool for identifying patients with COPD at risk of disability [published correction appears in Int J Chron Obstruct Pulmon Dis. 2016;11:623]. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis. 2015;10:2619-2626. Published 2015 Dec 3. doi:10.2147/COPD.S94377
Motl, R.W., Learmonth, Y.C., Wójcicki, T.R. et al. Preliminary validation of the short physical performance battery in older adults with multiple sclerosis: secondary data analysis. BMC Geriatr 15, 157 (2015). https://doi.org/10.1186/s12877-015-0156-3

Im Bereich der Sarkopenie-Diagnostik empfehlen verschiedene Fachgesellschaften einen Wert von 9 und geringer (AWGS, „Asian Working Group for Sarcopenia“) bzw. 8 und geringer (EWGSOP2, „European Working Group on Sarcopenia in Older People“) als Maß für eine geringe physische Leistungsfähigkeit.

Smith C, Woessner MN, Sim M, Levinger I. Sarcopenia definition: Does it really matter? Implications for resistance training. Ageing Res Rev. 2022 Jun;78:101617. doi: 10.1016/j.arr.2022.101617. Epub 2022 Apr 1. PMID: 35378297.

27/05/2022
26/05/2022

Just published in "American Journal of Preventive Medicine" 🔥

Resistance Training and Mortality Risk: A Systematic Review and Meta-Analysis

💪💪💪

👉 This study aimed to systematically review and meta-analyze the relationship between resistance training and all-cause, cardiovascular disease, and cancer mortality.

📊 A total of 10 studies were included in the meta-analyses.

💪 Compared with undertaking no resistance training, undertaking any amount of resistance training reduced the risk of all-cause
mortality by 15% (RR of 6 studies=0.85; 95% CI=0.77, 0.93),

💪 cardiovascular disease mortality by 19% (RR of 4 studies=0.81; 95% CI=0.66, 1.00), and

💪 cancer mortality by 14% (RR of 5 studies=0.86;
95% CI=0.78, 0.95).

👉 A dose−response meta-analysis of 4 studies suggested a nonlinear relationship between resistance training and the risk of all-cause mortality.

💪 A maximum risk reduction of 27% was observed at around 60 minutes per week of resistance training (RR=0.74; 95% CI=0.64, 0.86).

📌 This systematic review and meta-analysis provides the strongest evidence to date that resistance training is associated with reduced risk of all-cause, cardiovascular disease, and cancer-specific mortality. More research is needed to determine whether any potential mortality benefits gained from resistance training diminish at higher volumes.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0749379722001763

25/05/2022

The prevalence and location of musculoskeletal pain following COVID‐19

🧐👇

👉 Widespread muscle and joint pain has emerged as one of the primary post-infection symptoms of the SARS-CoV-2 virus (COVID-19). Of individuals discharged from hospital, 57.2% report persistent musculoskeletal pain after 6 months (Evans et al., 2021). Despite this astounding prevalence, the anatomical locations of these complaints remain largely underreported. In addition to chronic pain, fatigue is also amongst the most commonly reported symptoms (Evans et al., 2021; Mandal et al., 2021; Shang et al., 2021), which, without intervention, may lead to a cycle of inactivity and further pain. With recent data indicating that 25% of those hospitalised with COVID-19 require rehabilitation (Daynes et al., 2021), establishing the extent of these symptoms will be crucial to enabling the delivery of effective post-infection care.

👉 The primary aim of the study of Mills et al. was to identify the prevalence and location of musculoskeletal pain in 331 individuals following discharge for COVID-19.

👉 These data reveal a higher prevalence of musculoskeletal pain in COVID-19 individuals following discharge from hospital when compared with the national average of 34% (Booth et al., 2017). Prevalence of pain did not differ between age, s*x, or BMI. The most commonly affected areas were the lower limbs and lumbar spine, with a large proportion of individuals also reporting non-specific musculoskeletal pain.

👉 Mechanical ventilation was significantly associated with pain, however, due to the wide confidence interval likely caused by the limited sample size for this variable, conformation of this would be required from larger data sets to draw firm conclusions.

👉 This study found that individuals experiencing pain were also significantly more likely to be suffering from greater fatigue levels, which, without intervention, may lead to a cycle of inactivity and further pain. This is a symptom that has substantial implications for exercise-based rehabilitation programmes and will need to be managed carefully.

👉 In addition, the authors found musculoskeletal pain to be most prevalent in the lower limbs, meaning both resistance and cardiovascular-based exercises may need to be adapted to accommodate some individuals.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/msc.1657

References 📙📙📙

Booth, J., Moseley, G. L., Schiltenwolf, M., Cashin, A., Davies, M., & Hübscher, M. (2017). Exercise for chronic musculoskeletal pain: A biopsychosocial approach. Musculoskeletal Care, 15(4), 413– 421. https://doi.org/10.1002/msc.1191

Daynes, E., Gerlis, C., & Singh, S. J. (2021). The demand for rehabilitation following COVID-19: A call to service providers. Physiotherapy, 113, A1– A3. https://doi.org/10.1016/j.physio.2021.05.004

Mandal, S., Barnett, J., Brill, S. E., Brown, J. S., Denneny, E. K., Hare, S. S., Heightman, M., Hillman, T. E., Jacob, J., Jarvis, H. C., Lipman, M. C. I., Naidu, S. B., Nair, A., Porter, J. C., Tomlinson, G. S., & Hurst, J. R. (2021). ‘Long-COVID’: A cross-sectional study of persisting symptoms, biomarker and imaging abnormalities following hospitalisation for COVID-19. Thorax, 76(4), 396– 398. https://doi.org/10.1136/thoraxjnl-2020-215818

Shang, Y. F., Liu, T., Yu, J. N., Xu, X. R., Zahid, K. R., Wei, Y. C., Wang, X. H., & Zhou, F. L. (2021). Half-year follow-up of patients recovering from severe COVID-19: Analysis of symptoms and their risk factors. Journal of Internal Medicine, 290(2), 444– 450. https://doi.org/10.1111/joim.13284

20/05/2022

Die Skapulothorakale Muskelaktivierung bei verschiedenen Varianten von Elevationsübungen ("W-Übungen") in Bauchlage

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Borms und Kollegen untersuchten in einer brandaktuellen Publikation die EMG-Aktivität (Oberflächen-EMG) des oberen, mittleren und unteren Trapezius-Anteils bzw. des Serratus anterior bei 6 verschiedenen Varianten der „W-Übung“ in Bauchlage. (s. Slides und die nachfolgenden Beschreibungen).

1.Elevation in Bauchlage im Kniestütz ohne AR
Der Proband liegt in Bauchlage auf einem Pezziball wobei Knie, Unterschenkel und Füße auf dem Boden aufliegen und schulterbreit auseinander stehen. Hüfte und Knie sind um 90° gebeugt und der Rumpf ist horizontal ausgerichtet. Beide Oberarme und der Kopf befinden sich in einer Linie mit dem Rumpf. Die Ellbogen sind gebeugt, in neutraler Rotation (=Daumen nach oben) und zeigen in Richtung Gesäßtasche. In dieser Position formen beide Arme den Buchstaben "W". Dann bewegt der Proband beide Arme auf 150° Abduktion. In dieser Position bilden beide Arme den Buchstaben "V".

2. Elevation in Bauchlage im Kniestütz mit AR
Wie bei der vorherigen Übung, jedoch wird der Außenrotation ein Widerstand durch ein Gummiband hinzugefügt. Die Enden des Gummibandes werden durch einen Knoten miteinander verbunden und zwischen den Daumen und die anderen Finger beider Hände gelegt. Die Probanden wurden gebeten, mit den Händen gegen das Gummiband zu ziehen, während sie die Übung bis zum vollen Umfang ausführten.

3. Elevation in Bauchlage auf den Füßen ohne AR
Die Person liegt in Bauchlage mit gestreckten Knien und Hüften auf einem Pezziball, wobei die Füße schulterbreit auf dem Boden stehen. Der Rumpf und der Kopf befinden sich in einer Linie mit den Beinen, beide Oberarme sind mit dem Rumpf ausgerichtet. Die Ellenbogen sind gebeugt, in neutraler Rotation (=Daumen nach oben) und zeigen in Richtung Gesäßtasche. In dieser Position formen beide Arme den Buchstaben "W". Dann bewegt die Person beide Arme auf150° Abduktion. In dieser Position bilden beide Arme den Buchstaben "V“.

4. Elevation in Bauchlage auf den Füßen mit AR
Wie bei der vorherigen Übung, jedoch wird der Außenrotation ein Widerstand durch ein Gummiband hinzugefügt. Die Enden des Gummibandes werden durch einen Knoten miteinander verbunden und zwischen den Daumen und die anderen Finger beider Hände gelegt. Die Probanden wurden gebeten, das elastische Band auseinanderzuziehen, während sie die Übung bis zum vollen Umfang ausführten.

5. Elevation in Bauchlage auf Behandlungsbank ohne Rumpfextension
Der Proband liegt in Bauchlage auf einer Behandlungsbank mit gestreckten Knien und Hüften, die schulterbreit auseinander stehen. Der Rumpf und der Kopf sind in einer Linie zu den Beinen positioniert. Beide Oberarme sind auf den Rumpf ausgerichtet. Die Ellenbogen sind gebeugt, in neutraler Rotation (=Daumen nach oben) und zeigen in Richtung Gesäßtasche. In dieser Position formen beide Arme den Buchstaben "W". Dann bewegt der Proband beide Arme auf 150° Abduktion. In dieser Position bilden beide Arme den Buchstaben "V".

6. Elevation in Bauchlage auf Behandlungsbank mit Rumpfextension
Der Proband liegt in Bauchlage auf einer Behandlungsbank mit gestreckten Knien und Hüften, die schulterbreit auseinander stehen. Beine und Rumpf sind maximal, aber dennoch bequem extendiert (Füße und Schultern sind vom Tisch abgehoben). Der Kopf ist in einer Linie mit den Beinen positioniert. Beide Oberarme sind auf den Rumpf ausgerichtet. Die Ellenbogen sind gebeugt, in neutraler Rotation (=Daumen nach oben) und zeigen in Richtung Gesäßtasche. In dieser Position formen beide Arme den Buchstaben "W". Dann bewegt der Proband beide Arme auf 150° Abduktion. In dieser Position bilden beide Arme den Buchstaben "V".

👉 Ergebnisse
Die normalisierte, maximale Willküraktivität (MVIC) lagen dabei für den unteren Trapezius im moderaten (42 - 48% MVIC) und für den mittleren Trapezius im hohen Bereich (63 - 66% MVIC). Dabei war zwischen den Übungsvarianten kein signifikanter Unterschied zu verzeichnen. Die Serratus anterior-Aktivität war mit ca. 20% MVIC eher gering.

👉 Zwei weitere Ergebnisse sind interessant:

• Eine Aktivierung der Schulteraußenrotatoren (Varianten 2, 4 vs. Varianten 1,3) führte zu einer signifikanten Abnahme der EMG-Aktivität im oberen Trapezius (Mittlere Differenz 7% MVIC (4%, 10%) and 9% MVIC (6%,13%), was in der Rehabilitation von Schulterpatienten in individuellen Fällen initialsinnvoll sein könnte.

Grund dafür könnte aus Sicht der Autoren die höhere Aktivierung der posterioren Schultermuskulatur (Infraspinatus, Teres minor) sein, was wiederum die Aktivität des oberen Trapezius hemmen könnte.

• Mit der Rumpfextension (Variante 6 vs. 5) kam es dagegen zu einer höheren Aktivierung des oberen Trapezius (Mittlere Differenz 7% MVIC (11%, 3%). Die Autoren vermuten, dass die anspruchsvollere Bewegungsaufgabe ein Grund dafür sein könnte, weshalb diese Variante für spätere Rehaphasen geeignet erscheint.

Fazit: ‼️

„W-Übungen“ sind für die Aktivierung und das Training des unteren und mittleren Trapezius geeignet, wobei eine Akzentuierung der EMG-Aktivität im oberen Trapezius durch eine Rumpfextension generiert, und durch eine Außenrotation reduziert werden können.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1413355522000296

17/05/2022

Strong, steady and straight: UK consensus statement on physical activity and exercise for osteoporosis

💪🦴🦴🦴

For all people with osteoporosis

► Muscle-strengthening physical activity and exercise is recommended on two or three days of the week to maintain bone strength. [E]

► For maximum benefit, muscle strengthening should include progressive muscle resistance training. In practice, this is the maximum that can be lifted 8–12 times (building up to three
sets for each exercise). Lower intensity exercise ensuring good technique is recommended before increasing intensitylevels. [E]

► All muscle groups should be targeted, including back muscles to promote bone strength in the spine. [C]

► Daily physical activity is recommended as a minimum, spread across the day and avoiding prolonged periods of sitting. [C]
In addition: For people with osteoporosis who do not have vertebral fractures or multiple low-trauma fractures

► Moderate impact exercise is recommended on most days to promote bone strength (eg, stamping, jogging, low-level jumping, hopping) to include at least 50 impacts per session
(jogs, hops etc). [C]

► Brief bursts of moderate impact physical activity should be considered: about 50 impacts (eg, 5 sets of 10) with reduced impact in between (eg, walk-jog). [C]

For people with osteoporosis who have vertebral fractures or multiple low trauma fractures

► Impact exercise on most days at a level up to brisk walking is recommended, aiming for 150 minutes over the week (20 min per day). This a precautionary measure because of theoretical (unproved) risks of further vertebral fracture in this group. [C]

► Individualised advice from a physiotherapist is recommended for both impact and progressive resistance training to ensure correct technique, at least at the start of a new programme of exercise or activity. [C]

For people with osteoporosis who are frail and/or less able to exercise

► Physical activity and exercise to help maintain bone strength should be adapted according to individual ability. [C]

► Strength and balance exercise to prevent falls will be needed for confidence and stability before physical activity levels are increased. In practice, falls prevention may be a priority. [C]

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35577538/

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Lahr
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