14/08/2026
Knochenbruch – mit der Osteopathie lieber erst einmal warten? 🦴
Diesen Rat höre ich immer wieder. Doch so pauschal ist er nicht richtig.
Mein Rat ist vielmehr: Melden Sie sich nach einem Knochenbruch gerne frühzeitig bei uns. Sobald der Bruch medizinisch versorgt, operiert oder entsprechend ruhiggestellt und stabilisiert ist, kann geprüft werden, wann und in welcher Form eine osteopathische Begleitung sinnvoll ist.
Denn bei einem Sturz oder Unfall ist meist nicht nur der gebrochene Knochen betroffen. Auch das umliegende Gewebe, die angrenzenden Gelenke und der gesamte Körper reagieren auf das Trauma.
In der osteopathischen Behandlung schauen wir deshalb unter anderem auf:
🦴 Durchblutung und Versorgung des Gewebes
Eine gute Blutversorgung spielt für die natürlichen Heilungsprozesse des Knochens eine wichtige Rolle.
🦴 Schwellungen und Blutergüsse
Das umliegende Gewebe wird sanft in die Behandlung einbezogen und die körpereigenen Abfluss- und Regulationsprozesse können unterstützt werden.
🦴 Das vegetative Nervensystem
Auch das Nervensystem ist an den komplexen Vorgängen rund um Heilung und Regeneration beteiligt und wird deshalb in die ganzheitliche Betrachtung einbezogen.
🦴 Angrenzende Gelenke und Begleitblockaden
Durch den Sturz selbst, Schonhaltungen oder eine Ruhigstellung können weitere Bereiche des Körpers beeinträchtigt sein.
Wichtig: Die frische Fraktur selbst wird dabei selbstverständlich nicht manipuliert. Die Behandlung wird immer individuell an den Bruch, die medizinische Versorgung und die jeweilige Heilungsphase angepasst.
Mein Tipp: Warten Sie nicht automatisch mehrere Wochen, sondern melden Sie sich gerne schon nach der ärztlichen Versorgung. Dann können wir gemeinsam besprechen, wann der richtige Zeitpunkt für Ihren Termin ist.
Fachpraxis für Osteopathie – Maren Nissen