17/06/2026
Auch Profis hören nie auf zu lernen.
Heute durfte ich selbst in die Schülerrolle schlüpfen: Fortbildungstag für Rettungsdienstpersonal im Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim. Ein langer, intensiver Tag mit einem Programm, das weit über das übliche Maß hinausging.
Ich habe mir bewusst die Themen rausgesucht, die ich im Alltag seltener übe und die auch im Einsatz selten vorkommen. Die Notgeburt im Rettungsdienst zum Beispiel — ein seltenes Einsatzbild, das besonders ist, weil man plötzlich zwei Patienten gleichzeitig betreut: Mama und Neugeborenes (und oft noch einen aufgeregten Papa). Am Geburtstrainer durfte ich eine Entbindung üben — und mit Blick auf immer mehr Klinikschließungen im ländlichen Raum wird dieses Thema perspektivisch wichtiger.
Oder die Thoraxdrainage: Bei einer schweren Brustkorbverletzung kann eine Lunge zusammenfallen und sich Luft oder Blut im Brustraum sammeln — beides verhindert, dass die betroffene Person noch atmen kann. Über eine Kanüle oder eine Thoraxdrainage, einem Schlauch der zwischen den Rippen in die Brusthöhle geschoben wird, wird Luft oder Blut abgeleitet und die Atmung wieder möglich. Selten — aber genau deshalb ist regelmäßiges Training so wichtig. Nicht nur für die, die die Maßnahme durchführen, sondern auch für die Assistenz.
Dazu die neurologische Untersuchung vor Ort, um Schlaganfall und Krampfanfall richtig einordnen zu können, und rechtssicheres Retten mit dem Fokus auf Patientenrechte, Aufklärung und Dokumentation.
Das Programm hatte noch viel mehr zu bieten — von Seilrettung über Kindernotfälle bis hin zu Hochwasserevakuierung und neuen Fahrzeugtechnologien. Und natürlich kam auch der kollegiale Austausch nicht zu kurz. Genau das macht solche Tage so wertvoll.
Und dann war da noch ein Projekt, das mich ganz besonders beeindruckt hat — dazu bald mehr.
Danke ans St. Trudpert Klinikum für die tolle Organisation!
Wann hast du dein Erste-Hilfe-Wissen zuletzt aufgefrischt?