Tierheilpraxis Franzisca Flattenhutter - Augsburg

Tierheilpraxis Franzisca Flattenhutter - Augsburg Dozentin, Fachbuchautorin, Gründerin des Expert:innen-Netzwerks Vetrias. Die Gesundheit Ihres Tieres im Fokus!

Ihre Expertin für natürliche Tiergesundheit und artgerechte Ernährung - lokal in 86462 Langweid, regional im Großraum Augsburg, international via Online-Coaching und Beratung! Als Tierheilpraktikerin und Tier-Ernährungsberaterin habe ich mich ganz der Therapie und der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge für Ihr Haustier verschrieben. Um Ihrem vierbeinigen Liebling die bestmögliche medizinische Vers

orgung bieten zu können, besuche ich regelmäßig Fort- und Weiterbildungen. Mein Therapieangebot:

Ganzheitliche Ernährungsberatung für Hunde und Katzen | klassische Homöopathie | Pflanzen- und Kräuterheilkunde (Phytotherapie) | Horvi-Enzym-Therapie

02/08/2026

Die sofortige Verfügbarkeit von Informationen treibt uns in unsere eigene Hilflosigkeit.

Und nein – du musst keine Angst haben, dass sich dieses Profil, in dem es eigentlich um ganzheitliche Tiergesundheit geht, plötzlich in einen Kanal für Gesellschaftskritik oder Philosophie verwandelt.

Ich bin seit zwölf Jahren Tiertherapeutin. Ich begleite Menschen und ihre Tiere auf dem Weg zu mehr Gesundheit, mehr Lebensqualität und mehr Sicherheit. Und ich beobachte seit Jahren einen Trend, der mir zunehmend Sorgen macht. Wahrscheinlich kennst auch du ihn.

Du bemerkst eine Veränderung bei deinem Tier. Vielleicht frisst es schlechter. Vielleicht humpelt es. Vielleicht verhält es sich einfach anders als sonst.

Und ausgerechnet heute ist Sonntag. Oder dein Tierarzt hat Urlaub.

Also machst du ein Foto. Fragst ChatGPT. Durchforstest Google. Stellst deine Frage in zwei, drei oder vier Facebook-Gruppen.

Sekunden später bricht eine Flut von Informationen über dich herein.

Sachliche Informationen. Eigene Erfahrungen anderer Tierhalter. Prognosen. Worst-Case-Szenarien. Meinungen. Halbwissen. Widersprüche. Gut gemeinte Ratschläge. Vermeintliche Geheimtipps.

Auf den ersten Blick fühlt sich das nach Orientierung an.

Ist es aber nicht.

Denn plötzlich kämpfst du nicht mehr gegen das eigentliche Problem deines Tieres – sondern gegen deine eigenen Ängste.

Jede neue Information zieht dich in eine andere Richtung. Dein Nervensystem wird mit immer neuen Impulsen bombardiert, bis es irgendwann entscheidet:

Am sichersten ist es, gar nichts mehr zu tun.

Du gerätst in eine Schockstarre.

Und genau die macht dich handlungsunfähig.

Du beobachtest dein Tier mit Argusaugen. Jeder Blick. Jede Bewegung. Jeder Seufzer wird zur potenziellen Katastrophe.

Nicht, weil du irrational bist.

Sondern weil dein Nervensystem irgendwann kapituliert.

Ich glaube, wir brauchen heute nicht noch mehr Informationen.

Wir brauchen Orientierung.

Wir brauchen Werte.

Wir brauchen Menschen, die in der Lage sind, einzuordnen, statt Panik zu verbreiten.

Und wir brauchen die Souveränität, für unsere Tiere einzustehen – unabhängig von der Lautstärke fremder Meinungen.

Genau dafür sind wir mit Vetrias angetreten.

Nicht, um dir noch mehr Wissen vor die Füße zu werfen.

Sondern um dir zu zeigen:

Das ist deine Herausforderung.

Das sind die anerkannten diagnostischen und therapeutischen Leitplanken.

Und das kann – individuell betrachtet – ein sinnvoller Weg für dich und dein Tier sein.

Nicht dogmatisch.

Nicht ideologisch.

Nicht angstmachend.

Sondern klar. Verständlich. Ganzheitlich. Und mit dem Ziel, dich wieder handlungsfähig zu machen.

Denn genau darum geht es.

Nicht darum, alles zu wissen.

Sondern zu wissen, was jetzt der nächste richtige Schritt ist.

Herzlich willkommen bei Vetrias.

Wie ihr wisst, hat sich meine Arbeit in den letzten Jahren sehr stark auf Tiersenioren konzentriert. Warum? Nicht, weil ...
29/07/2026

Wie ihr wisst, hat sich meine Arbeit in den letzten Jahren sehr stark auf Tiersenioren konzentriert. Warum? Nicht, weil in der Tierheilpraxis die Arbeit ausgehen würde, sondern weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass kaum eine andere Tiergruppe so sehr von einem ganzheitlichen und naturheilkundlichen Ansatz profitiert wie unsere Tiersenioren.

Warum ist das so?

Weil die Naturheilkunde bestrebt ist, den individuellen Patienten mitsamt seinen individuellen Bedürfnissen zu sehen, während die konventionelle Medizin noch immer versucht, Lebensqualität anhand von Blutwerten zu messen, Tiere in verschiedene Stadien einzuteilen und mit entsprechenden medikamentösen – salopp gesagt – Kanonen zu schießen.

Selbstverständlich schaut auch die Naturheilkunde auf die Befunde. Schließlich müssen wir wissen, was wir therapieren. Im Vordergrund stehen jedoch nicht der Befund oder die Prognose, sondern die individuelle Symptomatik des Tieres.

Wie geht es ihm mit dieser Diagnose? Wie stark sind seine Beschwerden ausgeprägt? Und wie individuell zeigen sich diese überhaupt?

Genau daran richten sich anschließend die therapeutischen Maßnahmen aus.

Jedes Tier – ganz gleich, wie seine Diagnose auch lauten mag – erhält einen Therapieplan, der individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Und wenn du mich fragst, genau das ist es, was die Naturheilkunde so groß macht. Sie schaut ganz genau hin, wie sie den Bedürfnissen, den Schwächen, aber auch den Stärken dieses einen Patienten wirklich gerecht werden kann.

❤️ Falls das für dich interessant ist, komm unbedingt in unsere kostenlose Community Ganzheitliche Gesundheit für alte Tiere - hier widmen wir uns unseren heissgeliebten Grauschnauzen nochmal besonders intensiv

Für uns empathische Menschen ist die Welt da draußen das reinste Minenfeld: Die Nachrichten sind voll von Leid, Gefahr u...
27/07/2026

Für uns empathische Menschen ist die Welt da draußen das reinste Minenfeld: Die Nachrichten sind voll von Leid, Gefahr und Schrecken. Und die sozialen Medien leben von Empörung und Provokation.

Unsere feine Psyche, unser wildes Herz werden überflutet von Schreckensbotschaften. In unseren Feeds: Fundmeldungen überfahrener Tiere (mit aussagekräftigem Bild!), hochemotionale Nachrufe, schlimmste Bilder aus dem Tierschutz. Hilferufe.

Ist etwas falsch daran? Nein. Falsch wäre es, die Augen zu verschließen und uns nur auf unseren eigenen Mikrokosmos zu konzentrieren.

Doch Mit-Leid ist gefährlich. Denn Leiden macht uns handlungsunfähig.

Keinem heruntergekommenen Streuner, keinem misshandelten Tierschutztier, keinem ausgebeuteten „Nutz“-Tier ist geholfen, wenn wir nur mit brechendem Herzen vor unseren Bildschirmen sitzen und uns nach einer Welt verzehren, die liebevoller, achtsamer und rücksichtsvoller ist.

Wir sind es, die diese Welt gestalten können.

Unser Impact mag noch so klein sein – in der Summe hat jeder Akt der Liebe und des Respekts vor dem Leben Auswirkungen auf die Menschen und Tiere, die tagtäglich unsere Wege kreuzen.

Ich erinnere mich an die Zeit, in der ich nächtelang weinend an meinem Handy saß und mich auf Facebook-Seiten verlor, die das Leid von Tierschutztieren dokumentierten und zur Schau stellten.

War ich in dieser Zeit nützlich?

Nein.

Denn ich grub mich immer tiefer hinein in den Morast meines eigenen Leides.

Ich war nicht aktiv. Habe nichts verändert. Nichts verbessert.

Auch heute sehe ich Leid. Unendlich viel. Da draußen. In den Medien. In den Geschichten der Menschen, die mir begegnen. In den Schicksalen der Tiere, die allein schon aufgrund meines Berufes mein Leben kreuzen.

Der Unterschied ist:

Heute darf ich aktiv sein.

Helfen.

Und wirklich etwas verändern.

Was es dazu braucht?

Eigentlich nur drei Dinge:

Wissen. Liebe. Mut.

Das alles wünsche ich dir.

Damit auch du deinem Alltag mitsamt all seinen Herausforderungen nicht nur passiv und abwartend gegenüberstehst, sondern ihn aktiv gestalten kannst.

Mit einem Sportwagen kommst du schneller von A nach B als mit einem 80 Jahre alten Opel Käfer. Selbst dann, wenn die Str...
26/07/2026

Mit einem Sportwagen kommst du schneller von A nach B als mit einem 80 Jahre alten Opel Käfer. Selbst dann, wenn die Straßen frei sind, der Belag tadellos und die Straßenverhältnisse perfekt. Genau so verhält es sich auch in der Therapie von Tiersenioren.

Klar: Viele Halter:innen alter Tiere suchen in der Naturheilkunde einen Ankerpunkt, nachdem sie an die Grenzen der konventionellen Therapie gestoßen sind. In einer Zeit, die herausfordernd und emotional hoch aufgeladen ist, schenken Homöopathie, Horvi-Enzymtherapie und andere komplementäre Behandlungsverfahren neue Hoffnung. Am besten liefern sie die langersehnte Lösung – selbst für Erkrankungen und Beschwerdebilder, die dem Tier schon seit langer Zeit zu schaffen machen.

Nur: So einfach ist das leider nicht.

In einer ganzheitlichen Therapie geht es nicht nur um die einzelnen Behandlungsschritte, sondern letztendlich auch um das Tier selbst: Wie groß ist seine Regenerationskraft überhaupt noch? Unsere Therapieverfahren können noch so erprobt und noch so ausgeklügelt sein – wenn der Organismus eines Patienten durch das Alter oder lang anhaltende Erkrankungen geschwächt ist, dürfen wir ihn nicht mehr behandeln wie einen jungen, agilen Patienten, der “lediglich” akut erkrankt ist.

Gerade bei älter werdenden oder alten Tieren haben wir es in der Praxis oftmals mit Krankheitsbildern zu tun, die seit Monaten oder sogar Jahren bestehen, die bereits fortschreitend sind – wie beispielsweise die Chronische Niereninsuffizienz –, die durch erfolglose Therapieversuche zusätzlich verkompliziert wurden oder deren Verlauf durch eine ungünstige Medikation erschwert wurde. Und auch wenn die Hoffnungs- und Erwartungshaltung der Tierhalter:innen verständlicherweise groß ist, lassen sich diese gesundheitlichen Herausforderungen nicht von heute auf morgen beheben. Die chronischen Hauterkrankungen beispielsweise, die über Jahre mehr schlecht als recht mit Cortison im Schach gehalten wurden. Der fortschreitende Muskelabbau infolge eines erheblichen Gewichtsverlustes oder chronischer Schmerzen im Bewegungsapparat, die das Tier immer weniger in Bewegung kommen lassen. All das lässt sich nicht einfach “wegzaubern”, nur weil man an einen versierten naturheilkundlichen Therapeuten geraten ist.

Tatsächlich müssen wir bei geriatrischen Tierpatienten sehr genau abwägen, an welchen gesundheitlichen Stellschrauben wir in welcher Reihenfolge drehen und wie intensiv unsere therapeutischen Impulse überhaupt sein dürfen. Ein zu kräftiger Reiz kann einen alten Organismus schnell überfordern und Reaktionen hervorrufen, die dem Tier zusätzlich zusetzen. Das, was wir häufig recht selbstverständlich als “Erstverschlimmerung” bezeichnen, sind nicht selten deutliche Ausscheidungs- oder Regulationsreaktionen – Prozesse, die ein junger Organismus meist problemlos bewältigt, die einen alten Patienten jedoch erheblich fordern können.

Deshalb geht mein Rat dahin, eine Therapie gerade bei alten Tieren bewusst langsam zu beginnen – oftmals langsamer, als sich das viele Halter:innen wünschen. So langsam, dass wir einen Schritt gehen und zunächst sicher mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, bevor wir den nächsten wagen.

Zwischen diesen einzelnen Schritten beobachten wir ganz bewusst, wie der Organismus reagiert. Wie verändert sich das Tier? Wie verändert sich der Körper, wenn wir genau diesen einen therapeutischen Impuls setzen? Erst wenn wir diese Antworten kennen, entscheiden wir über den nächsten Schritt. Reagiert das Tier sehr deutlich oder zeigt sich generell sensibel gegenüber äußeren oder therapeutischen Reizen, nehmen wir das Tempo bewusst heraus – nicht, weil wir therapeutisch klein beigeben, sondern weil wir keinen Organismus zusätzlich herausfordern möchten, dessen Belastbarkeit ohnehin bereits eingeschränkt ist.

Die Therapie alter Tiere ist deshalb kein Sprint, sondern eine bewusste, achtsame Wanderung mit vielen kleinen Zwischenstopps.

Das bedeutet auch, dass man manchmal einen Schritt zurückgehen muss, um dem Organismus eine Atempause zu verschaffen, bevor man den nächsten Schritt wagt.

Für ein solch umsichtiges Vorgehen braucht es von Seiten der Tierhalter:innen vor allem zwei Dinge: Konsequenz, um die besprochenen Maßnahmen zuverlässig umzusetzen, und Geduld, damit der Organismus die Zeit bekommt, die er braucht, um auf die einzelnen Veränderungen reagieren und sich sanft auf sie einstellen zu können. Manche Verbesserungen zeigen sich bereits nach wenigen Tagen. Andere brauchen Wochen oder sogar Monate.

Von einem geriatrischen Tierpatienten innerhalb kürzester Zeit weltbewegende Veränderungen zu erwarten, ist selten zielführend und führt meist nur zu Frustration. Das erklärte Ziel sollte vielmehr sein, die Lebensqualität des Tieres nachhaltig zu verbessern und die gemeinsame Zeit so glücklich und unbeschwert wie möglich zu gestalten. Nicht mit spektakulären Therapieerfolgen über Nacht, sondern mit vielen kleinen, durchdachten Schritten, die der Organismus tatsächlich tragen kann.

20/07/2026

Mädchen. Kindchen. Kätzchen. Portiönchen. Mittelchen.

Das kleine -chen verniedlicht. Es macht Dinge kleiner, harmloser oder unbedeutender.

Und trotzdem sprechen erstaunlich viele Tierhalter ganz selbstverständlich von homöopathischen oder naturheilkundlichen “Mittelchen”.

Dabei würde wohl niemand von einem Antibiotika-, Cortison- oder Schmerzmittelchen sprechen.

Vielleicht lohnt es sich, einmal darauf zu achten, wie wir über Naturheilkunde sprechen. Denn Sprache prägt, wie wir etwas wahrnehmen.

Die größte Errungenschaft der sozialen Medien?Sie lassen uns nach und nach verblöden.Ja, das ist provokant. Und nein, ic...
18/07/2026

Die größte Errungenschaft der sozialen Medien?

Sie lassen uns nach und nach verblöden.

Ja, das ist provokant. Und nein, ich nehme diesen Satz nicht zurück.

Unser Gehirn wird inzwischen darauf trainiert, Informationen nur noch in 30-Sekunden-Häppchen zu konsumieren. Eine Headline. Ein Reel. Ein Aufreger. Weiter. Der nächste Reiz. Der nächste Dopamin-Kick. Noch eine Schlagzeile. Noch ein vermeintlicher Skandal. Noch ein Video, das uns erklärt, wie wir die Welt zu sehen haben.

Kein Wunder also, dass eigenständige Recherche immer anstrengender wird. Dass sich kaum noch jemand die Mühe macht, einen Artikel vollständig zu lesen. Dass Quellen nicht überprüft werden. Und dass kritisches Denken immer häufiger durch reflexhafte Empörung ersetzt wird.

Wir reagieren schneller, als wir nachdenken.

Wir teilen schneller, als wir lesen.

Und wir urteilen schneller, als wir verstehen.

Genau deshalb reichen heute ein paar geschickt formulierte Überschriften, um tausende Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Nicht, weil sie dumm sind. Sondern weil sie verlernt haben, innezuhalten und sich zu fragen: Stimmt das überhaupt?

Diese Woche hat LaVita den „Goldenen Windbeutel“ verliehen bekommen – einen Negativpreis für aus Sicht der Veranstalter besonders irreführende Werbung.

Und schon ging es los.

„100 Euro für einen Liter Multivitaminsaft. Was für eine Verarsche.“

„Endlich wurde dieser Laden entlarvt.“

„Hab ich doch schon immer gesagt.“

Zehntausende Meinungen. Tausende Kommentare. Unzählige Menschen, die plötzlich ganz genau zu wissen glauben, was von diesem Produkt zu halten ist.

Wie viele davon haben sich eigentlich die Mühe gemacht, nachzulesen, worüber überhaupt abgestimmt wurde?

Denn abgestimmt wurde darüber, wie Verbraucher den Werbeauftritt von LaVita bewerten.

Nicht darüber, ob das Produkt wirkt.

Nicht darüber, ob die enthaltenen Vitalstoffe sinnvoll sind.

Nicht darüber, ob die Zusammensetzung hochwertig ist.

Man kann die Werbung mögen oder nicht. Man kann das Produkt kaufen oder ablehnen. Aber zwischen einer Marketingbewertung und einer wissenschaftlichen Bewertung liegen Welten.

Genau dasselbe Schauspiel beobachte ich seit Jahren bei Stiftung Warentest.

„Discounterfutter schlägt Premiummarken.“

„Gutes Tierfutter muss nicht teuer sein.“

Und schon wird das vermeintliche Testsieger-Futter palettenweise in die Einkaufswagen geladen, weil irgendwo eine große Überschrift suggeriert, dass damit jetzt endgültig bewiesen sei, was gutes Hunde- oder Katzenfutter ist.

Dabei stellt sich kaum jemand die entscheidende Frage:

➡️ Was wurde überhaupt getestet?

Stiftung Warentest bewertet anhand festgelegter Kriterien: "Ist wirklich drin, was drauf steht?" Das ist legitim und hat seine Berechtigung.

Aber beantwortet ein solcher Test automatisch die Frage, ob ein Futter den biologischen Bedürfnissen deines Haustieres gerecht wird? Natürlich nicht.

Ein Futter kann hervorragend deklariert sein und dennoch meilenweit von einer artgerechten Ernährung entfernt. Umgekehrt können natürliche Schwankungen hochwertiger Rohstoffe dazu führen, dass Produkte schlechter abschneiden, obwohl genau diese Schwankungen bei naturbelassenen Zutaten völlig normal sind.

Wir glauben leider nur allzu schnell, dass in einer Überschrift bereits die ganze Geschichte sichtbar wird.

Wir lesen keine Inhalte mehr. Und wenn, dann mit der Brille der Empörung.

Wir prüfen keine Quellen mehr. Wikipedia und ein Social-Media-Forum sollen's richten. Gerne auch der reißerisch aufgemachtes Tiktok-Video.

Wir hinterfragen keine Methoden mehr. "Das ist so, das war schon immer so, das ist alternativlos."

Wir übernehmen Urteile, die andere für uns gefällt haben, und halten das für kritisches Denken.

Dabei ist das Gegenteil der Fall.

Kritisches Denken bedeutet nicht, jede zweite Schlagzeile zu kommentieren.

Kritisches Denken bedeutet auch nicht, reflexartig gegen Unternehmen, Produkte oder Personen zu schießen, weil gerade alle anderen dasselbe tun.

Kritisches Denken beginnt dort, wo man sich selbst die Mühe macht, Informationen einzuordnen.

Wo man fragt: Was wurde tatsächlich untersucht? Welche Frage wurde beantwortet? Welche Aussage lässt sich daraus überhaupt ableiten – und welche nicht?

Wir leben in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit zur wichtigsten Währung geworden ist. Und Aufmerksamkeit bekommt nicht derjenige, der sorgfältig differenziert, sondern derjenige, der am lautesten schreit.

Genau deshalb sollten wir aufhören, jeder blinkenden Hook und jeder reißerischen Headline hinterherzuhecheln.

Lest wieder ganze Artikel.

Schaut euch Studien an, bevor ihr sie bewertet.

Fragt nach Methoden, bevor ihr Urteile übernehmt.

Und vor allem: Schaltet euer eigenes Gehirn wieder ein.

Denn das ist immer noch das beste Werkzeug, das wir besitzen.

Wir sollten es endlich wieder benutzen.

„Das ist halt so“ ist für mich einer der gefährlichsten Sätze - insbesondere, wenn es um Themen wie Gesundheit, Wohlbefi...
17/07/2026

„Das ist halt so“ ist für mich einer der gefährlichsten Sätze - insbesondere, wenn es um Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität geht. Wohlbemerkt auf allen Ebenen.

Mit diesem resignierten (oder auch gleichgültigen?) „Das ist halt so“ hören wir quasi auf zu denken. Wir hören auf, Fragen zu stellen. Wir hören auf, nach Ursachen zu suchen. Und wir reden uns ein, dass Veränderung einfach nicht möglich ist.

Diese „Das ist halt so“-Haltung begegnet uns überall. Beispielsweise wenn wir sagen: „So bin ich halt.“, meinen wir häufig: "Ich habe nicht vor, mich zu hinterfragen oder zu verändern. Nimm mich, wie ich bin. Friss oder stirb." Wir erklären unser Verhalten für unveränderlich und entziehen uns damit jeder Verantwortung, uns selbst zu hinterfragen. Denn solange ich mir einrede, dass ich eben „so bin“, muss ich mich weder weiterentwickeln noch an mir arbeiten.

Dasselbe machen wir mit anderen Menschen. „So ist er / sie halt.“ Zack – Schublade auf, Mensch rein, Schublade zu. Wir hören auf, verstehen zu wollen. Wir hören auf zu fragen, warum jemand so geworden ist, wie er ist. Wir nehmen ihm in unserem Kopf jede Möglichkeit zur Veränderung.

Wirklich betroffen macht mich dieses „Das ist halt so“, wenn es um die Gesundheit geht. In den Gesprächen mit Tierhalter erlebe ich nur allzu oft, dass wir uns zu schnell mit Auffälligkeiten im Verhalten oder auch im körperlichen Bereich zufriedengeben. Symptome werden erstaunlich bereitwillig akzeptiert und irgendwann sogar als völlig normal verbucht. „Mein Hund hat nach jeder Impfung heftiges Fieber.“ – „Mein Hund hatte in den acht Jahren seines Lebens noch nie festen Kot.“ – „Meine Katze erbricht fast täglich.“ – „Meine Katze hat noch nie gut gefressen. Für sie ist Futter nichts, womit man sie locken kann.“ – „Es ist doch ganz normal, dass alte Tiere abbauen und ganz klapprig werden.“

DAS ist es, was mir Sorgen macht. Nicht das Symptom oder die Veränderung an sich. Sondern diese Selbstverständlichkeit, mit der wir vieles hinnehmen – und aufhören, Veränderungen als Signal zu verbuchen. Stattdessen werden sie plötzlich zur Charaktereigenschaft, zur „neuen Macke“ oder zum „Altersstarrsinn“.

Wir gewöhnen uns nur allzu schnell daran, dass etwas „komisch“ ist. Und wir reden uns nur allzu schnell ein, dass das eben „das neue Normal“ ist. Der fehlende Appetit. Die anhaltenden Durchfälle. Dieses permanente Kratzen und Belecken – vielleicht ist's ja doch nur die Psyche …? Die plötzliche Aggressivität.

Lasst uns Veränderungen zunächst einmal als Ausdrucksform eines Körpers sehen. Veränderungen im Körperlichen als SYMPTOME anerkennen und auf die Suche nach Ursachen und Zusammenhängen gehen. Veränderungen im Wesen als Kommunikationsversuche: „Hey, guck hin – da stimmt was nicht mit mir.“

Wenn wir diese Veränderungen schulterzuckend mit „Das ist halt so“ abtun und nicht in die Aktion gehen – nicht einordnen, nicht analysieren, nicht diagnostizieren, nicht therapieren –, enthalten wir unseren Tieren Hilfe vor.

Wir können nicht jedes Detail verstehen und nicht jeden Patienten heilen, weil die Krankheitskomplexe oftmals zu immens sind, die Tiere zu alt oder bereits so stark in ihrer Regenerationsfähigkeit eingeschränkt, dass wir lediglich noch lindern können. Aber selbst dieses „Mehr geht nicht“ darf kein Freifahrtschein für Untätigkeit und Gleichgültigkeit sein. Die Grenzen der therapeutischen Möglichkeiten sind das eine – die eigene Bequemlichkeit (oder nennen wir sie Frustration und Hoffnungslosigkeit) das andere.

Für unsere Tiere wünsche ich mir, dass wir den Satz „Das ist halt so“ zu den anderen verstaubten Platzhaltern unserer Sprache stellen. Und ihn eintauschen gegen ein beherztes: „Ich sehe es. Und ich frage und forsche nach dem WARUM.“

Denn das, und nur das, ist der erste Schritt zur Veränderung.

16/07/2026

Wunderheilung in nur 14 Tagen..? Eine Therapie braucht Zeit, und auch der beste ganzheitliche Ansatz kann Beschwerden, die seit Wochen, Monaten oder auch Jahren bestehen, nicht einfach wegzaubern 🧙🏻🧚🏻‍♀️

„Bevor du jemanden heilst, frage ihn, ob er bereit ist, das aufzugeben, was ihn krank macht.“Dieser Satz stammt von dem ...
15/07/2026

„Bevor du jemanden heilst, frage ihn, ob er bereit ist, das aufzugeben, was ihn krank macht.“

Dieser Satz stammt von dem antiken Arzt Hippokrates. Und bevor du dich an dieser Stelle fragst, ob dieser Account mit Fokus auf Tiernaturheilkunde nun in die Philosophie entgleitet, gleich mal vorweg: Nein, nicht grundlegend.

Aber wir dürfen uns bewusst machen, dass Heilung oder zumindest die Linderung anhaltender Beschwerden nicht automatisch bedeutet, möglichst viel „Gutes“ in einen Körper reinzustopfen – sondern zunächst einmal zu erkennen, was diesen Körper krank gemacht hat und was die Erkrankung fördert oder unterhält.

Du weißt es doch: Der THP ist in der Regel nicht die erste Ansprechperson, wenn es um gesundheitliche Herausforderungen bei deinem Tier geht. (Es sei denn natürlich, du hast in der Vergangenheit bereits sehr positive Erfahrungen gemacht oder bist der Naturheilkunde grundsätzlich positiv gegenüber eingestellt. Dann bin ich natürlich gerne deine erste Ansprechpartnerin.)

In der Regel kommen die Tierhalter in die ganzheitliche Therapie, wenn ihr Tier bereits einen langen Leidensweg hinter sich gebracht hat, wenn zahlreiche Untersuchungen im Sande verlaufen sind oder Diagnosen zutage gefördert haben, die mit „autoimmun“ oder „unheilbar“ etikettiert sind, wenn zahlreiche Therapieversuche gescheitert sind und das Tier letztlich nur noch palliativ mit Ansätzen aus der konventionellen Medizin versorgt wird.

Mit der Erstanamnese (Fallaufnahme) beginnt eine weitreichende und vielschichtige Detektivarbeit. Denn wir beschäftigen uns nicht einzig mit der Frage: „Wie heißt diese Krankheit?“, sondern insbesondere mit der Frage: „Welche Symptome zeigt das Tier genau?“

Wir suchen nach dem roten Faden im Krankheitsprozess, nach dem Auslöser für die Problematik, nach möglichen zeitlichen und kausalen Zusammenhängen. Wir suchen aber auch nach den sogenannten Störfaktoren – also jenen Einflüssen, die einen Krankheitsprozess gegebenenfalls nicht primär auslösen, ihn aber durchaus am Laufen halten können.

Und genau hier wird es für den Tierhalter oftmals unangenehm. Denn wer nennenswerte Veränderungen erreichen möchte, muss oftmals auch bereit sein, Gewohnheiten und ausgediente Strukturen zu verändern.

Nehmen wir als Beispiel – nicht nur, weil es so häufig in der Praxis vorkommt, sondern auch, weil es so herrlich plakativ ist – die chronischen Verdauungsbeschwerden bei Hund und Katze: Sodbrennen. Übelkeit. Erbrechen. Blähungen. Bauchschmerzen. Schleim oder Blut im Kot. Wechselnde Kotkonsistenzen.

Wenn die Halter mit solchen Tieren in die Praxis kommen, haben sie in der Regel schon einiges durch: zig unterschiedliche Futtermittel, Magenschutz, Nahrungsergänzungsmittel, Wurmkuren auf Verdacht, Antibiotika, Cortison.

Anstatt sich jedoch zu fragen: Was müssen wir GEBEN?, sollte die Frage oftmals lauten: Was sollten wir NICHT MEHR GEBEN?

Denn die Ursachen können ebenso vielfältig wie komplex sein.

Vielleicht ist dieses bestimmte Fütterungskonzept für das Tier nicht geeignet.

Vielleicht ist es die Rezeptur des Futters.

Diese eine Proteinquelle. Oder die Vielzahl der enthaltenen Einzelkomponenten. Oder doch die Zusatzstoffe?

Vielleicht das Fütterungsmanagement, die häufigen Mahlzeiten oder aber die zu langen Fütterungspausen.

Vielleicht ist aber auch gar nicht das Futter per se schuld, sondern die vielen Leckerli, die das Tier zusätzlich bekommt – weil man mit dem Hund intensiv trainiert oder mit der Katze klickert.

Vielleicht liegt die Hauptursache aber auch schon weiter in der Vergangenheit. In einer intensiven Medikation, die dem Tier auf den Magen geschlagen hat. Zahlreichen Antibiosen. Pauschalen Entwurmungen.

Vielleicht hatte das Tier nie die Gelegenheit, eine gesunde und stabile Darmflora zu entwickeln.

Nein: Mir geht es nicht darum, einen Schuldigen zu finden oder emsig in der Vergangenheit zu wühlen. Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen – und das abzustellen, was den Körper krank macht.

Eine Therapie wird niemals dauerhaft erfolgreich sein, wenn sie an den Ursachen vorbei arbeitet. Solange die eigentlichen Störfaktoren bestehen bleiben, bleibt jeder Behandlungsansatz oberflächlich – und damit nichts anderes als Symptomenkosmetik.

👉👉 Mich würde heute deine ganz persönliche Erfahrung interessieren: An welcher vermeintlich kleinen Stellschraube hast du für dein Tier gedreht – und konntest damit gesundheitlich überraschend viel bewirken?

War es eine Futterumstellung? Das Weglassen bestimmter Leckerli? Weniger Medikamente? Mehr Ruhe? Ein besseres Schmerzmanagement? Oder etwas ganz anderes?

👇 Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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