HPP-Ok Heilpraktikerschule Ludwigsburg für Psychotherapie

HPP-Ok Heilpraktikerschule Ludwigsburg für Psychotherapie Lernfreude und Praxisbezug. Unter diesem Motto lernen wir.

Heilpraktiker leisten wertvolle Beiträge im Gesundheitswesen für Menschen, die mit der kassenärztlichen Versorgung unzufrieden sind oder alternative Methoden bevorzugen. Wer Heilpraktiker (Psychotherapie) werden möchte, muss eine staatliche Prüfung am Gesundheitsamt ablegen und sich ständig weiterbilden. HPP-OK bietet dazu Grundkurse, Prüfungskurse, Therapiekurse sowie individuelle Beratung und Supervision an.

Welche Merkmale charakterisieren eine Autismus-Spektrum-Störung nach ICD-11?[A] Es zeigen sich anhaltende Defizite in de...
21/09/2026

Welche Merkmale charakterisieren eine Autismus-Spektrum-Störung nach ICD-11?

[A] Es zeigen sich anhaltende Defizite in der Fähigkeit, wechselseitige soziale Interaktionen und soziale Kommunikation zu initiieren und aufrechtzuerhalten.
[B] Eingeschränkte, sich wiederholende und unflexible Verhaltensmuster, Interessen oder Aktivitäten sind für das Alter und den soziokulturellen Kontext der Person eindeutig untypisch oder exzessiv.
[C] Personen, die dem Spektrum angehören, weisen ein breites Spektrum an intellektuellen Funktionen und Sprachfähigkeiten auf.
[D] Die Defizite sind so schwerwiegend, dass sie zu Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führen.
[E] Der Beginn der Störung liegt in der Entwicklungsphase, typischerweise in der frühen Kindheit, aber die Symptome können sich auch erst später vollständig manifestieren, wenn die sozialen Anforderungen die begrenzten Fähigkeiten übersteigen.

Und die Sternaufgabe: Fehlt hier noch was?

Wir müssen reden. Nein, diesmal nicht über Nahrung und Genussmittel, sondern über ADHS, Autismus und Tics, über „Neurome...
18/09/2026

Wir müssen reden. Nein, diesmal nicht über Nahrung und Genussmittel, sondern über ADHS, Autismus und Tics, über „Neuromentale Entwicklungsstörungen”, wie das ICD-11 diese und einige anderen Störungen überschreibt.

Folgt man Ludger Tebartz van Elst und einigen anderen Forschenden und Praktizierenden fehlen nämlich einige wichtige Erkenntnisse in den standardisierten Regelwerken der Psychotherapie.

Statt stereotyper Zuweisungen von Diagnosen sollten wir stärker zwischen Normvarianten (Stichwort „neurotypisch”), Persönlichkeitsstörungen und neuropsychiatrischen Krankheiten unterscheiden lernen, um individuell angemessener helfen zu können. Dabei spielt auch die Frage nach „primärer” (genetisch prädisponierter) oder „sekundärer” (durch eine andere Krankheit oder bestimmte Lebensumstände erworbener) Form ein wichtige Rolle. Auch diese Unterscheidung findet man nicht ausreichend in den Klassifikationen der Krankheiten gewürdigt.

Ich plane zu diesen Themen in der nächsten Zeit mehr zu schreiben. Bin gespannt auf den Austausch.

Inkompetenzkompensationskompetenz, hab ich heute gelernt, ist schwer flüssig auszusprechen. Scheint aber ein wichtiges T...
16/09/2026

Inkompetenzkompensationskompetenz, hab ich heute gelernt, ist schwer flüssig auszusprechen. Scheint aber ein wichtiges Thema in der Politik und im Management.

😅 Wer erinnert sich noch an das Peter Prinzip? Aufstieg, bis man das Niveau der vielfach geschätzten Kompetenz endgültig verlassen hat. Danach muss man diese Fähigkeit entwickeln, trotz mangelnder Kompetenz irgendwie klarkommen, die eigene Inkompetenz kompensieren.

😅 Dazu kann man sich verschiedene Strategien überlegen. Man kann beispielsweise - für gutes Geld - einen Inkompetenzkompensationskompetenzkurs besuchen.

😅 Am Ende erhält man ein vielleicht hübsch gerahmtes Inkompetenzkompensationskompetenztrainingszertifikat.

😅 Darauf kann man dann verweisen, wenn einem sonst nichts mehr einfällt.

Man könnte natürlich auch einfach die mangelnde Kompetenz einräumen und jemand fragen, der sich auskennt. Aber heute plappert man vielleicht lieber nach, was die digitalen Assistent:innen ausgeben, vorausgesetzt, man besitzt eine gewissen Gedächtnisleistung - eine Kompetenz, die inzwischen als überbewertet gilt.

Das Bild zeigt übrigens die Grundlage des neuen Puzzle Grümory. Ich freu mich schon. Training dieser ganz basalen Kompetenz: Gedächtnisleistung.

Jo kritisiert Maxis Unfähigkeit passende Worte zu finden, kommt jedoch immer wieder. Maxi war in Supervision, reagiert n...
10/09/2026

Jo kritisiert Maxis Unfähigkeit passende Worte zu finden, kommt jedoch immer wieder. Maxi war in Supervision, reagiert nun anders.

Statt das Introjekt zu füttern, neue Fragen: „Welche Worte wären jetzt grad hilfreich? Welche haben sich früher gut angefühlt? Welche schmecken vielleicht nach leckerem Gebäck? Welche nach dem Willen zum Aufbruch?“

Langsam, Frage um Frage kommen sich die Beiden näher. Jo versucht erst mal abzuwehren, antwortet stereotyp: „Ich weiß nicht. Keine Ahnung.”

Dann bricht die Mauer: „Worte, die nach Freiheit riechen. Worte, die mir Raum geben. Worte, die ich selbst finde.”

Maxi freut sich. Hier hat offenbar schon die Klärung gereicht. Und da wäre noch die Konfrontation mit der Abwehr und deren Deutung im Repertoire gewesen. Keine Notwendigkeit, keine Chance für projektive Identifizierung.

Worte wollen verarbeitet werden. Ob sie nun im vorübergehen aufgeschnappt, aus dem Lautsprecher getönt, hier oder anders...
09/09/2026

Worte wollen verarbeitet werden. Ob sie nun im vorübergehen aufgeschnappt, aus dem Lautsprecher getönt, hier oder anderswo gelesen werden, sie haben einen Ursprung. Unsere Aufgabe scheint es, zu überprüfen, ob die Worte einen Sinn ergeben, und zwar unabhängig davon, ob der Ursprung natürlich oder künstlich ist. Wie praktisch, wenn er markiert ist. Bei Büchern ist das wohl trotz EU AI Act nicht erforderlich, wenn es durch einen Verlag lektoriert und damit quasi auf Güte geprüft und für würdig befunden wurde.

So las ich kürzlich ein vermeintliches Fachbuch, 160 Seiten, fand übertrieben viele Wiederholungen, einen ziemlich schwachen Stil, ohne Belege oder Zitate, und von einer Autorin, die nirgendwo sonst im Netz auftaucht. Seltsam. Natürlich lässt es sich nicht beweisen, aber die KI meines Vertrauens meint, dass es vermutlich zu großen Teilen, wenn nicht komplett generiert ist und auf einem eher älteren Sprachmodell basiert. Auch das Arbeitsbuch dazu, das von einer weiteren unauffindbaren Autorin stammen soll, wird dem gleichen Prozess zugeschrieben.

Ich finde, dass Verbraucher wissen sollten, wenn wesentliche Teile eines Werks (egal ob Ton, Schrift, Bild, Video oder Skulptur) KI-Erzeugnisse sind. Außerdem finde ich es schwierig, dass damit z.B. der Markt für die originalen Künstler, egal welcher Sparte, verkleinert wird.

Unabhängig davon können auch KI-Machwerke inspirierende Informationen anbieten. Die Verarbeitung findet jedoch im Konsumenten statt. Ohne die Werke zu hören, lesen oder anzusehen, sind sie wertlos. Ich habe also dieses Buch über die Traumafolgen für den Körper, über die Polyvagaltheorie und diverse Erkrankungen gelesen. Die Grundidee, dem Körper achtsam, liebevoll und dankbar zu begegnen, ist zwar nicht neu, aber ok. Und dies nicht nur nebenbei zu praktizieren sondern dauerhaft: auch gut. Wenn eine KI die Motivation dafür liefert, ok. Aber Achtung. Eine KI kann auch zu weniger guten Aktivitäten anraten. Jede:r muss selbst bewerten und entscheiden, welche Informationen verlässlich und passend sind.

* Werbung in eigener Sache * Kostenfreier Probeunterricht bei HPP-OK in Ludwigsburg. Thema „Lernen mit verlässlichen, fr...
08/09/2026

* Werbung in eigener Sache *
Kostenfreier Probeunterricht bei HPP-OK in Ludwigsburg.

Thema „Lernen mit verlässlichen, frei verfügbaren Informationen“ am Donnerstagvormittag, 24. September 2026, von 8:30-11:30 Uhr. Willkommen!

Es geht darum, wie man Heilpraktiker:in (Psychotherapie) werden kann, was man braucht und wo man es finden kann. Es geht um Deine Fragen und die für Dich passenden Antworten.

Es geht auch um den Unterricht in einer kleinen Gruppe. Es geht um die Anforderungen des Gesundheitsamts, um Diagnosen und therapeutische Kompetenzen. Es geht um Dich und Deine zukünftigen Klient:innen.

Und es geht darum, welche Informationen verlässlich sind und welche nicht. Wie weit kann ich einer KI vertrauen? Welche Internetangebote sind seriös? Welche Quellen lohnen die investierte Zeit? Und überhaupt: Wieviel Zeit werde ich wohl brauchen?

Welche der folgenden Abwehrmechanismen gelten eher als interpersonell bzw. psychosozial?A. KollusionB. ReaktionsbildungC...
07/09/2026

Welche der folgenden Abwehrmechanismen gelten eher als interpersonell bzw. psychosozial?

A. Kollusion
B. Reaktionsbildung
C. Projektive Identifizierung
D. Introjektion
E. Humor

Sternaufgabe: Erkläre die verwendeten Begriffe anhand von Beispielen aus eigener Beobachtung.

Jo fühlt sich defizitär, unfähig, ungenügend. Jo sagt es, aber nicht über sich selbst. Jo klagt an, meint, Maxi sei so: ...
06/09/2026

Jo fühlt sich defizitär, unfähig, ungenügend. Jo sagt es, aber nicht über sich selbst. Jo klagt an, meint, Maxi sei so: unfähig, richtig zu helfen. Maxi würde nicht richtig zuhören, würde offenkundig kaum die richtigen Worte finden.

Projektion. Maxi erkennt das. Soweit ok.

Aber nein, da ist auch ein leiser Zweifel: „Bin ich wirklich richtig unterwegs, ist vielleicht das aktuelle Vorgehen doch ungeeignet, falsch?“ Maxi ist verunsichert.

Der Zweifel nistet sich in den nächsten Stunden mehr und mehr ein, macht sich breit, generalisiert. Jo lässt es Maxi immer wieder spüren.

Supervision? Aus der Projektion ist eine projektive Identifizierung geworden.

Jo erlebt sich zumindest vorübergehend entlastend. Das Problem liegt nun bei Maxi, während Jo durch diese „Erkenntnis” von dieser Selbstentwertung befreit scheint.

Abwehrmechanismen klingt zwar irgendwie negativ, ist jedoch eine völlig natürliche und nützliche Fähigkeit, mit den Schw...
03/09/2026

Abwehrmechanismen klingt zwar irgendwie negativ, ist jedoch eine völlig natürliche und nützliche Fähigkeit, mit den Schwierigkeiten des Alltags zurechtzukommen.

Die vielfältigen Möglichkeiten dazu entwickeln sich altersgemäß, und in der Regel machen die unreiferen sich davon, sobald man sie durchschaut und neue angemessenere, reifere entdeckt hat.

So verschwindet das Ausagieren der Trotzphase, sobald man gelernt hat, unangenehme Emotionen auf andere Weise in sich zum Verschwinden zu bringen. Die Provokation und Projektion der Pubertät erscheinen zunächst ebenso zweckdienlich, bis man sie als solche erkennt und durch Rationalisierung, Intellektualisierung, Idealisierung oder andere reifere Optionen ersetzen kann. Und die Somatisierung kann im Erwachsenenalter vermehrter Selbstsicherheit, Antizipation und Zugehörigkeit weichen. Humor kann auch helfen.

Übrigens ist das entwicklungsbegleitende Auftreten von Abwehrmechanismen durch Phebe Cramer gut untersucht, und zur Frage der Reifegrade hat George Vaillant eine mehrere Jahrzehnte andauernde Studie mit Harvard-Studenten durchgeführt (leider nur weiße, männliche Intellektuelle), bei der er den „Erfolg”des späteren Lebenswegs mit den genutzten Abwehrmechanismen verglich. Vaillant leitete daraus vier Stufen ab: psychotische, unreife, neurotische und adaptive Abwehr. Leonie Kampe hat dazu inzwischen den praktischen Fragebogen zur Empirischen Untersuchung von Abwehrmechanismen vorgelegt.

Treten altersbezogen unreifere Abwehrmechanismen wiederholt auf (Stichwort Regression), dürfen wir auf Hilfe hoffen. Ob wir sie bekommen, scheint derzeit ein Finanzierungsproblem. Und übrigens ist Ambivalenz, so betrachtet, etwas Gutes.

Welche der folgenden Aussagen betreffen den ersten noch von Siegmund Freud eingeführten Abwehrmechanismus Verdrängung?A....
02/09/2026

Welche der folgenden Aussagen betreffen den ersten noch von Siegmund Freud eingeführten Abwehrmechanismus Verdrängung?

A. Wenn ich frustriert bin, verhalte ich mich wie ein Kind.
B. Ich kann kaum etwas aus meinen frühen Schultagen oder sonstige frühere Erlebnisse erinnern.
C. Andere sagen, dass ich Unangenehmes ignoriere, als sei es nicht da.
D. Nachdem ich für meine Rechte gekämpft habe, neige ich dazu, mich zu entschuldigen.
E. Wenn ich etwas Unangenehmes erlebt habe, ist es am Tag danach schon vergessen.

Sternaufgabe: Welche Abwehrmechanismen werden durch die übrigen Aussagen angesprochen?

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