16/09/2026
Kollagen: Was dahintersteckt und was nicht
Kollagen ist gerade überall.
In Pulvern, Drinks, Cremes und Werbeversprechen, die meist viel schneller klingen als der Körper tatsächlich funktioniert.
Kollagen ist ein Strukturprotein. Es kommt unter anderem in Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und Bindegewebe vor. Es gibt diesen Geweben Festigkeit und Struktur. Mit zunehmendem Alter verändert sich die körpereigene Kollagenbildung. Das gehört zum Älterwerden dazu.
Aber: Wenn wir Kollagen essen oder trinken, wandert es nicht einfach direkt in die Gesichtshaut und füllt dort gezielt etwas auf.
Wie jedes Protein wird es im Verdauungstrakt zerlegt. Der Körper verarbeitet die einzelnen Bestandteile weiter und entscheidet selbst, was er wo braucht. Genau deshalb ist die Aussage „Kollagen rein, Falten raus“ schlicht zu einfach.
Die Studienlage ist auch nicht schwarz-weiß.
Es gibt Untersuchungen, die bei Kollagenpeptiden Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit oder Elastizität zeigen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Studien in Qualität, Dauer, Produkt und Finanzierung. Deshalb wäre es unseriös, daraus eine sichere Anti-Aging-Wirkung abzuleiten.
Ich finde, man darf Kollagen trotzdem interessant finden. Nur eben ohne die großen Versprechen.
GS1 Inner Foundation kann hier eine mögliche Ergänzung sein, wenn du Kollagen bewusst in deine Routine aufnehmen möchtest. Es ersetzt aber nicht die Grundlagen: ausreichend Protein in der Ernährung, regelmäßige Bewegung, Schlaf, Sonnenschutz und ein Alltag, der insgesamt zu dir passt.
Ein Produkt kann einen Baustein ergänzen. Es kann nicht die ganze Basis übernehmen.
Mein Tipp für heute: Bevor du etwas Neues kaufst, schau ehrlich auf deinen Alltag. Hast du regelmäßig Protein auf dem Teller? Isst du abwechslungsreich? Und passt eine Ergänzung wirklich in deine Routine – oder klingt nur die Werbung gut?