28/08/2026
Das Statement des Bundeskanzlers:
„Merz: Ärztebudgets werden erhöht
Behauptung: "Wir haben die ärztlichen Budgets in den letzten zehn Jahren in Deutschland um 40 Prozent erhöht. Wir geben über 500 Milliarden Euro für unser Gesundheitssystem aus."
Laut AOK Report mag das annähernd stimmen,
ist aber irreführend (was die Kollegin leider nicht kontern konnte). Es erzeugt ja den Eindruck, dass die Niedergelassen Ärzte 40% mehr verdienen seit 2013: das ist falsch.
Zusätzlich haben wir eine Gebührenordnung bei Privatpatienten, die seit 1996 (im Gegensatz zu den Tierärzten) nicht finanziell angepasst wurde:
30!!Jahre unveränderte Vergütung.
Beispiel Kosten:
MFA Einstiegsgehalt 2013: 1634,12€
MFA Einstiegsgehalt 2026: 2939,59€
MFA Spitzengehalt 2013: 3220,32€
MFA Spitzengehalt 2026: 4895,79€
Durchschnittliche Teuerungsraten:
2013: 1,5 %2014: 1,0 %2015: 0,5 %2016: 0,5 %2017: 1,5 %2018: 1,8 %2019: 1,4 %2020: 0,5 %2021: 3,1 %2022: 6,9 % (Höhepunkt infolge der Energiekrise)2023: 5,9 %2024: 2,2 %2025: 2,2 %
Es ist also Augenwischerei und der Kanzler versucht mit Prozent Jonglieren die Meinung in der Bevölkerung zu erzeugen, die Ärzte wären gierig.
Fakt ist:
Wir können mit der Warken Reform die Versorgung nicht mehr wie gewohnt weiterführen.
Herr Bundeskanzler: machen sie die Augen auf und gerne dürfen sie sich mal vor Ort von der Situation in der ambulanten Medizin ein Bild machen. Als Rechtsanwalt können sie auch gerne einen Tag die bürokratischen Anforderungen an meine Praxis betreuen und bearbeiten: da Sie mir dann Arbeit abnehmen, wäre das echter Bürokratie Abbau - zumindest für diesen Tag.