06/03/2026
Neuanfang
Ich habe eine neue Aufgabe übernommen. Ich leite eine Schule. Es ist sehr viel Neues. Ich lerne viele Menschen kennen, sehr viele neue Arbeitsabläufe sind zu verstehen. Täglich passieren viele berührende Momente. Täglich sehe ich mich unfassbar vielen Entscheidungen gegenüber. Teilweise sind es Entscheidungen, die weitreichende Auswirkungen haben.
Ich kann noch nicht zielgerichtet steuern, da mir die Einflussfaktoren noch nicht bekannt sind. Mir hilft es gerade sehr, selber die Werkzeuge des Counseling und des Stressmanagement zu nutzen. Es ist nicht immer leicht, den Reichtum der Aufgabe wahrzunehmen. Es ist anstrengend, manchmal auch überfordernd. Und doch lohnt es sich täglich, die Facetten der Vielfalt zu sehen und zu genießen. Mit den Menschen, die da sind, in Kontakt zu gehen, ihre Anliegen zu hören und zu verstehen, Wege zu suchen. Den Kindern in die Augen zu schauen, zu versuchen, ihre Bedürfnisse zu verstehen.
Im Counseling habe ich gelernt, welche verschieden Phasen es in Veränderungsprozessen gibt, welche Prozesse man durchläuft, wenn man einen Neunfang macht. Ich bin in der Phase des Seins. In dieser Phase geht es darum zu wissen, das es gut ist, dass ich da bin, zu vertrauen, dass ich genau dort, wo ich bin, richtig bin, ums Erfassen der Lage und noch nicht so sehr ums Tun. Ich habe auch gelernt, meine Gedanken zu steuern. Ich kann selbst entscheiden, auf welches Thema ich sie fokussiere, ich kann auch entscheiden, ob ich sie auf positive oder negative Aspekte lenke und ich kann sie zur Ruhe bringen. Ich kann selbst-verantwortlich mit mir umgehen, Prioritäten setzen, strukturieren, planen und abschalten, um durchzuatmen. Ich kann spüren, dass ich innerlich tanze und ich kann auch manchmal kaum die Augen aufhalten … und ich kann spüren, dass das mein Leben ist.