09/09/2026
Weiße Gesichter, Puder, Perücken und hohe Krägen: Was heute nach reiner Mode aussieht, könnte damals teilweise auch geholfen haben, sichtbare körperliche Veränderungen zu kaschieren. Bei Syphilis können unter anderem Hautveränderungen und in manchen Fällen Haarausfall auftreten.
Wichtig: Das Porträt ist kein Beleg dafür, dass Philipp III. Syphilis hatte. Es dient hier lediglich als historische Illustration für die Mode und Körperbilder seiner Zeit.
Aber: Dass die große Halskrause speziell wegen Syphilis getragen wurde, lässt sich nicht pauschal behaupten. Sie war vor allem ein modisches Statussymbol ihrer Zeit. Der Zusammenhang zwischen Mode und Krankheit bleibt an dieser Stelle also eine historische Deutung .
Was sich sicher sagen lässt: Syphilis ist eine sexuell übertragbare bakterielle Infektion. Sie kann lange unbemerkt bleiben und in verschiedenen Stadien verlaufen. Unbehandelt kann sie später unter anderem Organe und das Nervensystem schädigen. Mit Antibiotika ist sie behandelbar.
Die Übertragung kann beim Vaginal-, A**l- oder Oralverkehr über Haut- und Schleimhautkontakt erfolgen. Kondome und Lecktücher reduzieren das Risiko, schützen aber nicht vollständig.
Bei einem möglichen Risiko gilt: beraten und testen lassen.
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Bild: Diego Velázquez, Felipe III a caballo, ca. 1635, Museo Nacional del Prado, Madrid, Public Domain, via Wikimedia Commons. Digitalisat: Jose Baztan Lacasa; Ausschnitt: RickMorais.