Gemeinschaftspraxis Dres. Lembens/ Lembens

Gemeinschaftspraxis Dres. Lembens/ Lembens Internistisch-allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxis Am Römischen Theater

Elvira Lembens - Fachärtzin für Allgemeinmedizin, Akupunktur und Reisemedizin, Fachkunde für Geriatrie, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin

Dr. med. Christoph Lembens - Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie, Fachkunde für Geriatrie, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin, Hypertensiologie


Unser Leistungsspektrum:
- EKG
- Lungefunktion/Spirometrie
- Ergometrie/ Belastungs-EKG
- Ultraschal

l: Herz, Bauch, Schilddrüse, Gelenke, Gefäße
- Akupunktur
- Krebsvorsorge Mann und Frau
- Hautkrebsscreening
- Herz- Kreislauf- und Stoffwechselvorsorge
- Verbände
- Infusionstherapie
- Ozontherapie
- Allergiediagnostik und Hypersensibilisierung
- Endoskopische Untersuchungen
- Sportmedizinische Untersuchungen und Beratung
- Reisemedizin

06/08/2026

Wochengedanken v. 06.08.2026
Mit diesem Wochengedanken verabschiede ich mich.
Nicht für immer. Aber bis zum 03.09.2026 fallen die Wochengedanken aus.
Zu warm. Das Wetter. Müde. Der Autor. Praxis durch Baustelle schwer zu erreichen.
In den Sommerwochen habe ich oft die Fenster in meinem Sprechzimmer gekippt und da höre ich von früh bis spät, warum Züge ausfallen. Mein Sprechzimmer geht bekanntlich zum Bahnhoh am römischen Theater, Der wird – leider – von der deutschen Bundesbahn bedient. Oder eben nicht.
Es ist mehr als eine Zumutung, was die deutsche Bahn da ihren Kunden den Kunden, den Reisenden, Gästen /Fahr)zumutet.
Mich dauern die in der Hitze wartenden. Der Zug fällt aus, weil nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt, eine Weiche defekt ist, ein Stellwerk nicht besetzt werden kann, der Lokführer erkrankt ist, das Zugpersonal überraschend in Urlaub ist. Tragisch wird es, wenn ein Notarzteinsatz auf der Strecke verkündet wird. Bei einem Selbstmord haben wir natürlich großes Verständnis.

Vielleicht haben mich die Dauermängel der Bahn sowie die Baustelle vom Haus müde gemacht. Gebaut wird übrigens nicht, es ist viel abgesperrt, ein Bagger ohne Führer steht rum . Nichts bewegt sich. Baustelle in Mainz eben. Es sind ja nur die Bürger, die Leiden. Und hier die älteren. Wahrscheinlich ist das nicht so wichtig.
Für die Leserinnen und Leser meiner Wochengedanken, die Sorge um ihre Lesezeit Donnerstag haben, 2 Buchempfehlungen.
Bitte, damit kein Leser auf falsche Gedanken kommt. Ich habe die Bücher gelesen und sie haben mir gefallen. Verbindungen zu mir gibt’s keine!
Das erste Buch ist Kerstin Holzer „Thomas Mann macht Ferien“ – Ein Sommer am See. Schön zu lesen und voller Eindrücke der Zeit, auf die Familie Mann mit Hund. Wie könnte es anders sein, auch auf den berühmten Schriftsteller- Wirklich lesenswert und bereichernd.
Das zweite Buch von Florian Illies „Wenn die Sonne untergeht“ Familie Mann in Sanary bringt den Leser der Literatur von Thomas Mann wirklich nah. Tiefgründig. Mir hat es gefallen. Aber was heißt das schon.
Viel Freude. Einen schönen August!
Sollte es mit der Gesundheit Probleme geben:
Wir sind samstags von 6:30-10:00 Uhr für Sie in unserer Praxis und unter der Woche zu den gewohnten Sprechzeiten.
Bei Terminwünschen nutzen Sie gerne die „Online Terminvergabe“ auf unserer Homepage.
Wir bieten auch eine Videosprechstunde an, Rezept- und Überweisungswünsche sind auch per T-Net Box die gesamte Woche und am Wochenende, 24 Stunden am Tag, möglich.

30/07/2026

Wochengedanken v. 30.07.26 KW 31

Der Sommer lockt ins Freie
Spazieren, Radfahren, Eis genießen

Eine kleine Unachtsamkeit, umknicken, stürzen, das Fahrrad nicht kontrollieren können und unfreiwillig absteigen müssen. Passiert! Ein Lachen, Aufstehen, Staub aus der Kleidung klopfen und weiter.
Manchmal eben nicht.
Gerade bei Menschen über 70 wird eine Bagatellverletzung zur Tragödie.
Grund ist eine Muskelschwäche, Osteoporose genannt.
Kleines Trauma: Unterarm, Oberschenkel und Wirbelkörper sind gebrochen. Krankenhausaufenthalt, Operation, längere Immobilisation – möchte niemand erdulden. Geschieht aber immer wieder.
Die Osteoporose trifft Frauen häufiger als Männer, kommt aber bei beiden Geschlechtern schmerzhaft häufig vor.
Kann man vorbeugen?
Ja, z.B. durch Calcium. Calcium klingt so einfach, aber man braucht für den Knochenerhalt eine Menge:

Empfohlene Tageszufuhr
Für ältere Menschen gelten in etwa folgende Richtwerte:
- ab 65 Jahren: ca. 1000-1200 mg Calcium pro Tag
- bei erhöhtem Risiko für Knochenabbau (z.B. bei Frauen nach den
Wechseljahren): eher 1200 mg täglich
Diese Empfehlungen stammen u.a. von Organisationen wie der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Um den Bedarf zu decken, eignen sich:
- Milch und Milchprodukte (Joghurt, Käse)
- Grünes Gemüse (Brokkoli, Grünkohl)
- Nüsse und Samen (Mandeln, Sesam)
- Calciumreiches Mineralwasser

Wichtig: Vitamin D
Calcium kann nur gut aufgenommen werden, wenn ausreichend Vitamin D vorhanden ist. Mit zunehmendem Alter nimmt die körperliche Produktion durch Sonnenlicht ab.

daher:
- regelmäßig an die frische Luft
- evtl.. Vitamin-D-Spiegel prüfen lassen

Hinweis:
- zu wenig Calcium → erhöhtes Risiko für Knochenbrüche
- zu viel Calcium (v. a. durch Nahrungsergänzung) → kann Probleme wie
Nierensteine verursachen
- Nahrung sollte erste Wahl sein, Supplemente nur nach ärztlicher Rücksprache

1 Liter Mainzer Leitungswasser liefert ca. 110mg Calcium
Das entspricht ungefähr 9-11% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen
Fazit:
Leitungswasser aus Mainz kann spürbar zur Calciumversorgung beitragen, ersetzt aber keine calciumreiche Ernährung.
Bleiben Sie gesund.
Sollte es mit der Gesundheit Probleme geben:
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23/07/2026
23/07/2026

Wochengedanken v. 23.07.26 KW 30

Fußballweltmeister 2026

Jetzt steht er fest.
Wir alle haben es geahnt. Wir alle haben gefiebert.
Wir gratulieren herzlich.
Eine tolle Leistung des Teams von Spanien.
Vor der grandiosen Kulisse des New York - New Jersey Stadions.
Es war eine außergewöhnliche Fußball WM.
Nur Gewinner, fast alle überraschend.
Viele Erfahrungen, die meisten außerhalb des Fußballplatzes.
Viele Unverschämtheiten, mit einer Chuzpe vertreten, die einen trifft.

Trump: Weltmeister der Unfairness
Infantino: Weltmeister der Schleimer
Merz: Weltmeister der Fettnäpfe

Jetzt haben alle ihr Fett weg und der Schreiber der Wochengedanken, die Fußballfans und die enttäuschten Fußballenthusiasten sinken müde in ihre Sessel!

Oder?

Gewünscht und gehofft haben wir doch eigentlich etwas anderes.
Nicht so, oder genauso wie bei der Bewerbung um den ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat. Viel Mühe und finanzielle Mittel investiert, vor der UN-Hauptversammlung gescheitert. Dann „nicht schlimm“. Eigentlich haben wir den Sitz gar nicht gewollt. Weltsicherheitsrat, was ist das?
Fadenscheinig.

„Wir sind Papst“ 20.04.2005
Kardinal Joseph Ratzinger – Papst Benedikt XVI
So stand es in der „Bild“

„Wir sind Weltmeister 2026“
So sollte es in der „Bild“ stehen. So und nicht anders.

Wie 1954 in Bern
1974 in München
1990 in Rom
2014 in Rio de Janeiro

War wohl nix.
Was machen wir jetzt schnell? Wir die große Fußballnation?
Wir wechseln den Führer, heißt Bundestrainer.
Vorsicht bei Führerwechsel. Vorsicht, wenn man denkt der Fisch stinkt vom Kopf.
Die Probleme im Fußball, der Wirtschaft und unserem Ansehen in der Welt liegen viel tiefer.
Besser als rasche Lösungen, die es ja gar nicht sein können, wäre jetzt Nachdenken.
Fehler analysieren.
Sich alter Werte besinnen.
Vielleicht finden wir dazu in Sonderurlaub, den wir jetzt aus Frustration einreichen und auch genehmigt bekommen, mal Zeit.
Vielleicht müssen die großen Fußballstars neben der Beschäftigung mit der Geldanlage ihrer Millionengehälter mal mehr am „Wir“ und auf dem Platz trainieren.

Ich versteh ja zu wenig.
Aber irgendwas läuft schon länger nicht rund.
Ist das nur der Ball?

Bleiben Sie gesund.
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16/07/2026

Wochengedanken v. 16.07.2026 KW29

Ein wahrer Engel

Engel. Es gibt sie. Mitten unter uns.
Bei dem Wort Engel assoziieren wir etwas sehr, sehr Schönes.
„Engelsgleich“ - ja wie?
Wenn wir uns den Ellenbogen heftig stoßen, hören wir „alle Engel im Himmel singen“. Also etwas unvorstellbar Schönes. Eigentlich müssten wir uns häufiger heftig den Ellenbogen stoßen.
In allen Religionen kommen Engel vor. Im Atheismus nicht, höchstens als Todesengel.
Selbst die große Kunst kennt Engel.
„Eleonore, ein Engel“ „O namenlose Freude“ „O himmlisches Entzücken! Leonore!“ so in der Oper Fidelio, die eine starke Frau zeigt, die ihrem Mann aus dem Kerker befreit.
Grundsätzlich sind Engel in der religiösen und spirituellen Tradition transzendent und überirdisch. Das ist im Judentum, in der Bibel und im Koran nicht anders.
Engel und Dämonen sind übrigens, schon in der griechischen und römischen Antike, sehr nah… es wäre ja auch unpraktisch gewesen, wenn die vielen Götter keine Engel zur Verfügung gehabt hätten.
Der Katechismus der katholischen Kirche, verortet Engel in den Himmel, also in eine unsichtbare, geistige Sphäre. Den Engeln wird Verstand und Wille zugeschrieben.
Sie gelten, als personale und unsterbliche Geschöpfe. Sie können frei entscheiden, um dann als „gefallene Engel“ ausgegrenzt zu werden.
Wenn Engel mal auf der Erde sind, werden sie gern zu Werbezwecken missbraucht. Ob als „blauer Engel“, ein stocknüchternes deutsches Umweltzeichen oder als „gelber Engel“, das Symbol eines Konzerns der mit Pannenhilfe viel Geld verdient.
Am 25. März feiert die katholische Kirche ein Hochfest. Hier spielen ein Erzengel und Maria die Hauptrollen. Ein Fundament für einen großen Glauben wird gelegt.
Es war die letzten Wochen sehr heiß. 41 Grad. In manchen Stuben im Altenheim stand die Luft. Atmen fiel schwer. Die alten Menschen waren ausgedörrt und manche zu schwach zum Trinken.
Die Schicht der Pflegerin E. war lange vorbei. Doch sie eilte an den schlimmen Hitzetagen von Zimmer zu Zimmer und versorgte dürstende, ausgetrocknete, schwache Senioren mit subkutanen Kochsalz-Infusionen. In Eigenverantwortung und mit barmherziger Eigeninitiative.
Dank dieser Infusionen haben viele Senioren die Hitze überlebt.
Engel. Mitten unter uns.
Bleiben Sie gesund.
Sollte es mit der Gesundheit Probleme geben:
Samstags sind wir von 6:30 bis 10:00 Uhr für Sie in unserer Praxis. Während der Sommerzeit haben wir dienstags und mittwochs bis 15:00 Uhr für Sie geöffnet. An allen übrigen Tagen gelten unsere gewohnten Sprechzeiten. Bei Terminwünschen nutzen Sie gerne die „Online Terminvergabe“ auf unserer Homepage.
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09/07/2026

Wochengedanken 09.07.2026 KW 28

Neulich in der Elbphilharmonie
Sonderkonzert
London Philharmonie Orchestra
Karina Canellakis – Alexander Malofeev
Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Ouvertüre aus: Die Geschöpfe des Prometheus op. 43 (ca. 5 Minuten)
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Klavierkonzert d-Moll KV 466 (ca. 33 Minuten)
Pjotr Tschaikowsky (1840-1893)
Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ (ca. 48 Minuten)
________________
Meine regelmäßigen Leser der Wochengedanken kennen mein Schwärmen, wenn ich Karten in der Elbphilharmonie ergattern kann.
Und jetzt für dieses Sonderkonzert – ein ganz besonderes Konzert.
Sie alle kennen Karina Canellakis – nicht.
Ich hatte ihren Namen vor dem Konzert auch noch nie gehört.
Jetzt spreche ich wohl in meinen Träumen von ihr. Frauenpower pur. Seit 2021 dirigiert sie das London Philharmonie Orchestra.
Und wie sie an dem Abend in der Elbphilharmonie das Dirigat lebte, war beeindruckend.
Gegeben wurden Ludwig van Beethovens Ouvertüre aus: Die Geschöpfe des Prometheus op. 43, Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466 und Pjotr Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 op. 74.
Drei Werke, drei Helden: Prometheus-Ouvertüre bündelt Rebellion, Humanität und Energie in fünf packenden Minuten: Mozarts d-Moll Klavierkonzert entfaltet großes Drama zwischen düsterer Vorahnung und trügerischem Licht. Tschaikowskys Pathétique schließlich führt von sinfonischer Wucht zu einem erschütternden Lamento: ein zutiefst persönlicher Abgesang – ohne Triumph, aber mit umso größerer emotionaler Wirkung.
Der erste Teil des Konzerts wurde dominiert von Mozart, der von einem wie immer blassem Alexander Malofeev interpretiert wurde.
Nicht was Sie denken. Sein Spiel ist brillant und lebendig, aber mich besorgt eher die Gesichtsblässe.
Der 2001 in Moskau geborene, im Berlin lebende Pianist ist hoffentlich nicht krank. Aber das hätte sicher unser Papst Leo beim Empfang – Entschuldigung bei der Audienz nach dem Konzert „Harmonies of Hope“ im Vatikan 2025 gemerkt.
Jedenfalls spielte er an diesem Abend das Klavierkonzert von Mozart unter strengem Blick und deutlicher Stabsführung von Frau Canellakis hervorragend.
Der Pianist ist sehr blass.
Der Inhalt Mozarts d-Moll Klavierkonzerts sehr tiefgründig.
Die sinfonische Wucht mit der Tschaikowskys Pathétique gespielt wurde war gefährlich. Wer sich nicht festhielt konnte schon aus den Konzertsessel gespielt werden.
Das London Philharmonie Orchestra baute unter Karina Canellakis eine Klanggewalt auf, die zwar die Kraft des Werks ausdrückte, aber auch jede Feinheit modellierte.
Tschaikowsky schreibt: „Dieses Programm ist durch und durch von meinem eigensten Sein erfüllt, sodass ich unterwegs in Gedanken komponierend, oft heftig weinte…“.
Nach einem solchen Erleben gehe ich tief beeindruckt mit einem wehmütigen Abschiedsblick auf die Elbphilharmonie in ihrer einzigartigen Silhouette vor dem Hamburger Hafen nach Hause.
Randvoll mit aufgewühlten Gefühlen. Voller Dankbarkeit solch Schönes und Perfektes erleben zu dürfen.
Nein, weinen muss ich in Erinnerung an solche Abende nicht. Weinen muss ich immer, wenn ich Antonín Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ höre. Übrigens schon als ich die Hintergründe der Sinfonie noch nicht kannte.

Bleiben Sie gesund.
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02/07/2026

Wochengedanken v. 02.07.26 KW 27

Neulich aus dem Bücherregal

Eine Buchempfehlung zur leichten Sommerlektüre über Völkerverständigung.
Leichte Sommerlektüre – Völkerverständigung.

Da passt was nicht. Denken wir an den Élysée-Vertrag 1963 der europäische Einigung krönte.
So gesehen.
Zugegeben. Ja, passt nicht.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser meiner Wochengedanken, jetzt noch den Buchtitel lesen, dann wiederholen Sie die Aussage, dass da etwas nicht passt.

Stefan Schröder: „Geniestreiche aus Wiesbaden“
Aus dem Frankfurter Allgemeinen Verlag.

Kennen wir Wiesbaden? Mögen wir die Wiesbadener?
Vielleicht beides nicht wirklich.
Spätestens nach Lektüre des Büchleins wird die Antwort lauten:
„Wir kennen Wiesbaden besser. Ich mag die Wiesbadener jetzt noch mehr.“

Das Buch startet mit einem Portrait von Wilhelm Gustav Dyckerhoff, dessen Ideen und Hartnäckigkeit das Fundament zu einem wichtigen Industriezweig gelegt hat und manche solide Fundamente geschaffen hat. Weltweit.
Auch der Mainzer Dom hat „Grundpfeilerverstärkung“ durch Zement und Spenden der Firma Dyckerhoff erhalten.
Aus Wiesbaden. Von einer Wiesbadener Familie.

Wer immer schon einer Infusionstherapie bedürfte, die Firma Fresenius, war sicher irgendwie dabei involviert. Bei Ideen oder Herstellung.
Lebensrettung dank Carl Remigius Fresenius, dessen analytische Chemie viele Medizinentwicklungen vorangetrieben hat.
Auch Mainzer Leben wurden dank der Ideen von Fresenius gerettet.
So könnte ich aus dem Buch weiter zitieren, aber Sie, liebe Leserinnen und Leser meiner Wochengedanken, nur ermüden.

2 Kapitel möchte ich noch besonders hervorheben.

Emil Pfeiffer – ein Kollege von mir, im Gegensatz zu mir, ein Universalgenie, hat so viele Krankheiten erforscht und Heilungsansätze kreiert wie kaum ein Zweiter.
Das „Pfeiffersche Drüsenfieber“, das beinahe alle Menschen durchgemacht haben, ist nach ihm als Erforscher benannt.
Als praktizierender „Armenarzt“ hat er sich in Wiesbaden stets stark sozial engagiert. Er hat nie die Bodenhaftung verloren.

Ebenso wenig wie Reinhard und Sonja Ernst.
Die zu Geld und Einfluss gelangten Ernsts haben Wiesbaden das, nach ihnen benannte, Museum gestiftet. Ein Haus der modernen Kunst, das fasziniert.
Der japanische Architekt hat ein Denkmal gesetzt.
In den lichtdurchflutenden Räumen kommt die Kunst zum Leben.
Mainzer Besucher sind herzlich willkommen.

Ein kleiner Ausrutscher sei mir erlaubt. Für unser Gutenbergmuseum wäre ein Stifter und eine so gute Planungsstruktur bei der Fertigstellung wünschenswert gewesen. Ob ein japanischer Stararchitekt die Planung verbessert hätte, weiß ich nicht.

Aber Fazit.
Nachbarn besser verstehen lohnt sich. Wiesbaden hat faszinierende Menschen hervorgebracht.
Klar, kein Gutenberg und kein Seppel Glückert, aber jeder fängt ja mal an.

Kaufen Sie das Buch. Lesen Sie mit Freude und gewinnen Sie neue Freunde.
Sie können ja trotzdem lachen, wenn in der Fastnachtskampagne 2027 ein Sitzungspräsident die Wiesbadener durch die Thermalquelle der Stadt zieht.

Bleiben Sie gesund.
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25/06/2026

Wochengedanken v. 25.06.26 KW 26

Elon Musk droht nach „ungeheuerlichen Lügen“ mit Klage gegen ZDF

Sind wir empört? Sind wir erschrocken?

Der reichste Mann der Welt wird durch falsche Behauptungen eines öffentlich-rechtlichen Senders in Deutschland verunglimpft.

Nicht wie der Mond und der Hund.

Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist dramatisch.
Es geht um Hass und Lügen, Unrecht und Fehlverhalten, öffentliche Aufruhr und Selbstjustiz.
Tote, Schwerverletzte, Schäden massiver Art in Belfast.

Nach einem unglaublichen Fehlverhalten der Behörden einem unschuldigen Menschen gegenüber, der mit dem Leben bezahlte, rief ein Rechtsextremist zur Rache. Viele Menschen folgten, manche auf der Straße.
Dazu habe Musk beigetragen. Er habe aufgerufen zur Gewalt.
Die Medienmacht dazu hätte er ja.

Vor meinem Auge kommen Bilder von 2021, als im Januar Anhänger des noch amtierenden, aber abgewählten, Präsidenten der USA, den Kongress stürmten und einen Staatsstreich versuchten. Fünf Tote, hunderte Verletzte.

Wer hatte zum Sturm auf das Capitol aufgerufen?
Wer hätte die mediale Macht gehabt?

Liebe Leserinnen und Leser meiner Wochengedanken, ich entschuldige mich, wenn ich jetzt einen weiten Bogen spanne.
Sie haben sicher, wie ich, das Drama von Max Frisch „Biedermann und die Brandstifter“ gelesen.
Opportunismus und Feigheit sind das Thema. Ein wohlhabender Bürger gibt die Streichhölzer den Kriminellen, die dann alles in Brand stecken, was als schützenswert galt.
Jetzt ist es raus.
Zwei Egomanen in Amerika, ein demokratisch wiedergewählter, rechtskräftig verurteilter amerikanischer Präsident, der sich göttlich wähnt und der reichste Mann der Welt, der sich gottgleich gibt.

Biedermänner?
Brandstifter?
Feiglinge?
Opportunisten?

Niemand hat zum Sturm aufs Capitol 2021 aufgerufen.
Niemand hat einen britischen Rechtsextremisten unterstützt.
Der Volkszorn hat sich eben ungelenkt entzündet.
Wir, die mächtigsten und reichsten Menschen der Welt stehen entsetzt dabei. Vorsicht, dass die Flammen sich nicht ausbreiten.
Die Dummheit der Menschen bietet gute Voraussetzungen für einen Flächenbrand.

Dennoch.

Die Wahrheit muss wahr bleiben.
Exakte Recherche und unbeeinflusster Journalismus muss Grundlage der Meinungsbildung bleiben.

So geht es nicht weiter mit dem ZDF?

Es wird jetzt mit der Plattform X gleichgeschaltet.
In Gleichschaltung sind wir gut.

Da war doch auch mal etwas mit Streichhölzern?

Oder war das nur das Märchen vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern?

Das glaube ich nicht.

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18/06/2026

Wochengedanken v. 18.06.26 KW 25

Was haben Präparate aus der ayurvedischen Medizin und Thunfisch gemeinsam?

Nichts!
Nichts?

Neulich saß in der Akutsprechstunde um 6.30 Uhr eine junge Patientin, die sich wegen ihrer, seit 3 Wochen anhaltender, starken Kopfschmerzen, Kribbeln in den Händen und Ausschlag am ganzen Körper, sorgte.
22 Jahre jung, keine Vorerkrankungen, sportlich, gesundheitsbewusst, keine Medikamente, keine außergewöhnlichen Umweltbelastungen. Schweres Krankheitsgefühl, obwohl die Dame vor 7 Wochen in Indien einen 3-wöchige Ayurveda Kur sehr konsequent „durchgezogen“ hatte.
Aus Indien mitgebracht hatte sie Medikamente zu Körperreinigung. Diese waren allerdings in der Devanagari Schrift erklärt. Aber was soll aus der altindischen Medizin, mit dem Wissen um die Verlängerung der Lebensdauer, schon schlechtes kommen?
Ich untersuchte die Dame und nahm Blut ab.
Einen Tag später kam ein Mann aus Portugal in die Abendsprechstunde um 18.30 Uhr, entschuldigte sich höflich, wie die Portugiesen überwiegend sind, dass er mich aufsuche. Aber seine Gliederschmerzen, seine Unruhe und seine Schlafstörungen seien sehr stark. Er sei völlig erschöpft.
68 Jahre jung, keine Vorerkrankungen, keine Dauermedikamente, viel Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung.
Die Untersuchung erbrachte nichts Zielführendes, ich nahm Blut ab.
Bei der gesunden Ernährung betonte er seinen hohen Fischkonsum.
In Mainz? Ja klar, es gibt ja Fischkonserven im Supermarkt.

Zwei ziemlich kranke Menschen.
Zwei ziemlich unterschiedliche Menschen.

Beide litten sie an einer Quecksilberintoxikation.

In ayurvedischer Medizin findet sich oft viel Quecksilber, wenn man die nach dem Motto „viel hilft viel“ einnimmt und leider wegen fremder Schriftzeichen dieses Element Quecksilber schluckt, kann es sich im Körper anreichern.
Thunfisch, ein großer Fisch, steht am Ende einer langen Nahrungskette. Er frisst Plankton und kleine Fische die Quecksilber aus der Meeresverschmutzung aufgenommen haben. Er reichert neben all den gesunden Dingen, die Fische so Gutes für uns Menschen haben, auch Quecksilber an. Beim Verzehr von Dosenthunfisch – mein Patient genoss 4-5x die Woche den Fisch aus der Dose in Ermangelung des Meeres, kann es dann zu einer Vergiftung kommen.

So war der Zusammenhang. Der Quecksilberspiegel deckte es auf.
Beiden Patienten geht es wieder gut.
Ich konnte das Quecksilber mittels Chelattherapie, unterstützt durch Selen und Zink, ausleiten.

So richtig wie im Märchen.
„Und wenn sie nicht gestorben sind….“

Muss ja niemand, wir haben ja unserer Akut- und Samstagssprechstunden.

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11/06/2026

Wochengedanken 11.06.2026 KW 24
Traumziel
Die Frau an der Bushaltestelle ist eine Dame.
Fortgeschrittenen Alters, aber Ausdruck und Haltung einer Dame.
Nett lächelnd mit einer jungen Frau, die ebenfalls an der Bushaltestelle steht und wartet. Was anderes macht man auch nicht an Bushaltestellen. Man muss ein wenig näher treten, um kleine Brüche in der Erscheinung der Dame wahrzunehmen. Die Wimperntusche ist etwas unkorrekt aufgetragen, perfekt sind die Farben von Bluse, Hose und Schuhen nicht abgestimmt.
Der Kamm hat es nicht bis zum Hinterkopf geschafft. Aber, wer will denn so kritisch sein.
Höflich und verbindlich fragte die Dame die junge Mitwartende, ob dies denn die richtige Haltestelle vom Mainzer Vorort zum Hauptbahnhof sei. Ob man vielleicht einen gemeinsamen Weg habe. Ob sie auf etwas Hilfe hoffen dürfe, schließlich sei sie von dieser Haltestelle noch nie zum Hauptbahnhof gefahren.
Am Bahnhof selbst kenne sie sich aus. Unzählige Male sei sie von dort zur Reise aufgebrochen. Fernreisen, Kurzreisen, Städtereisen. Nach München, ihrer Wunschstadt. Eben nach Bayern, wo die Welt doch geordneter sei als hier in Rheinland-Pfalz. Und nach Sylt. Toll von der Deutschen Bahn. Mainz Hauptbahnhof einsteigen und Westerland Sylt aussteigen. Wunderbar. Ab der Fahrt auf dem Hindenburgdamm alles nur noch Meergefühl. Man kann dann die Nordsee schon riechen.
Traumziel. Ziel von heute.
Die Dame war ohne Koffer. Wo hatte sie denn ihre Handtasche mit den Reiseutensilien. Aber dennoch, nur ein wenig Hilfe bis zum Hauptbahnhof, dann geht alles von allein.
Meine Arzthelferin entdeckte das harmonische Bild zuerst. Eine ältere Dame mit einer jungen Frau im Gespräch. Ratsuchend mit leichter Gestik und eigentlich vornehmer Haltung.
Als der Bus herankam, um den Hauptbahnhof anzufahren, griff ich gerade nach dem Arm der Dame, um sie zu stoppen und sie zu unserem Praxisauto zu führen. Die junge Frau schaute empört. Freiheitsberaubung, Entführung.
„Kommen Sie“, bat ich die Dame, „wir bringen Sie in Ihr Altenheim zurück“.
Die Dame ist leider dement.
Aber der Wunsch nach dem Traumziel Sylt war stark.
Bin ich erstmal am Hauptbahnhof geht alles von allein.
Demenz schützt vor Traumzielen nicht. Verständlich, aber gefährlich.
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Adresse

Holzhofstraße 5
Mainz
55116

Öffnungszeiten

Montag 06:30 - 19:00
Dienstag 06:30 - 19:00
Mittwoch 06:30 - 19:00
Donnerstag 06:30 - 19:00
Freitag 06:30 - 19:00
Samstag 06:30 - 10:00

Telefon

+496131237177

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