08/09/2026
Was wäre, wenn wir weniger auf das schauen, was nicht funktioniert?
„Er kann sich einfach nicht konzentrieren.“
„Sie ist so unsicher.“
„Er macht bei nichts richtig mit.“
„Sie ist in ihrem Alter noch nicht so weit.“
Wenn ein Kind Unterstützung braucht, hören Eltern solche Sätze leider häufig.
Und natürlich ist es wichtig, Herausforderungen wahrzunehmen.
Aber ich finde, wir sollten noch eine andere Frage stellen:
Was kann dieses Kind bereits? ❤️
Denn vielleicht gibt es Dinge, die im Alltag viel zu schnell übersehen werden.
Vielleicht kann dein Kind:
✨ unglaublich lange bei einer Sache bleiben, die es wirklich interessiert.
✨ sehr fein wahrnehmen, wie es anderen geht.
✨ sich Dinge merken, die andere längst vergessen haben.
✨ eine besondere Verbindung zu Tieren aufbauen.
✨ unglaublich kreativ sein.
✨ sich mit großer Ausdauer in etwas hineinarbeiten.
✨ trotz vieler Herausforderungen immer wieder neu anfangen.
Das sind keine Kleinigkeiten.
Das sind Ressourcen.
Und genau diese Ressourcen können ein wichtiger Ausgangspunkt für Entwicklung sein.
Auch in meiner Arbeit mit dem Pferd möchte ich deshalb nicht nur schauen:
❌ „Was funktioniert noch nicht?“
Sondern:
❤️ „Was bringt dieses Kind zum Leuchten?“
❤️ „Woran hat es Freude?“
❤️ „Was gibt ihm Sicherheit?“
❤️ „Wo erlebt es sich als kompetent?“
Denn wenn ein Kind immer wieder erlebt:
„Ich kann etwas. Ich werde gesehen. Ich darf ich selbst sein.“
kann daraus etwas ganz Wichtiges entstehen:
Selbstvertrauen.
Und manchmal beginnt Entwicklung genau dort, wo wir aufhören, nur auf die Defizite zu schauen.
🐴 Nicht das Kind muss in eine vorgegebene Schablone passen. Wir dürfen den Weg finden, der zu diesem Kind passt.