11/08/2026
Früher wurden die Fettpolster der sogenannten Tränensäcke häufig einfach entfernt. Dadurch ließ sich die Vorwölbung zwar reduzieren, die Augenpartie konnte anschließend jedoch eingefallen oder weniger harmonisch wirken.
Heute verfolgen wir ein differenzierteres Konzept: Das Fettgewebe der Tränensäcke wird, wenn anatomisch sinnvoll, nicht einfach entfernt, sondern gezielt umverteilt. Durch diese Fetttransposition kann die Tränenrinne aufgefüllt und ein weicher Übergang zwischen Unterlid und Wange geschaffen werden – das sogenannte Lid-Cheek-Blending. Reicht das vorhandene Volumen nicht aus, kann in ausgewählten Fällen zusätzlich körpereigenes Fett eingesetzt werden.
Eine Unterlidstraffung kann sowohl über einen transkonjunktivalen Zugang von der Innenseite des Unterlids als auch über einen transkutanen, subziliären Zugang unmittelbar unterhalb der Wimpernkante erfolgen.
Welche Technik sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, wie ausgeprägt der Hautüberschuss ist. Bei geringem Hautüberschuss kann beispielsweise ein Skin Pinch, gegebenenfalls kombiniert mit einem CO₂-Laser, ausreichend sein. Bei deutlicherem Hautüberschuss reicht dieses Vorgehen jedoch häufig nicht aus. Dann kann eine transkutane subziliäre Unterlidplastik mit gezielter Hautresektion erforderlich sein.
Entscheidend ist dabei auch die Stabilität des Unterlids.
Es gibt deshalb nicht die eine Unterlidstraffung. Zugang, Fetttransposition, Hautresektion und Stabilisierung des Unterlids müssen individuell an die Anatomie angepasst werden.
Unser Ziel ist keine „operierte“ Augenpartie, sondern ein frischer, natürlicher und harmonischer Blick.
Im AESTHETIKON wird jede Operation nach dem Vier-Augen-Prinzip gemeinsam von zwei Professoren durchgeführt, in unserer eigenen Privatklinik und mit persönlicher Nachsorge durch die Operateure.
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