Saskia Grohmann - Gestalttherapie

Saskia Grohmann - Gestalttherapie Psychotherapie (HeilprG) & Coaching
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Ein hartnäckiger Mythos über persönliche Entwicklung ist die Vorstellung, dass Heilung bedeutet, irgendwann keine Trigge...
29/07/2026

Ein hartnäckiger Mythos über persönliche Entwicklung ist die Vorstellung, dass Heilung bedeutet, irgendwann keine Trigger, Ängste oder alten Muster mehr zu haben. Das setzt viele Menschen unnötig unter Druck. Denn wenn das Muster wieder auftaucht, fühlen sie sich, als wären sie am Anfang. Doch Entwicklung ist selten geradlinig. Sie zeigt sich darin, dass du dich selbst früher bemerkst. Dass du schneller wieder handlungsfähig wirst. Und dass du aufhörst, dich für dein Menschsein zu bestrafen.

In den letzten Tagen hat mich selbst ein altes Muster wieder eingeholt. Mein erster Gedanke war: "Ich dachte, ich könnte mittlerweile anders reagieren." Doch je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr habe ich gemerkt: Das Muster ist zwar wieder aufgetaucht, aber ich bin ihm nicht mehr so ausgeliefert wie früher.
Ich erkenne es schneller. Ich komme früher wieder in Kontakt mit mir. Und ich muss mich dafür nicht mehr verurteilen.

Vielleicht messen wir unsere Entwicklung oft am falschen Maßstab. Nicht daran, ob alte Muster noch auftauchen, sondern daran, wie wir ihnen begegnen, wenn sie da sind.

Diese Erkenntnis wollte ich heute mit dir teilen und vielleicht auch als Erinnerung für mich selbst festhalten.
Wenn du dich darin auch wiedererkennst, hinterlasse gerne ein Like oder Kommentar 🫶

PSYCHOLOGIE
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27/07/2026

Kostenloses Schnuppern am ersten Abend (So, 06.09.) möglich! Ich bitte trotzdem um Anmeldung zur besseren Planbarkeit🙏

Im Herbst starte ich eine neue Gestaltgruppe. Die Erfahrungen der letzten Gruppe haben mich darin bestärkt, dieses Angeb...
18/07/2026

Im Herbst starte ich eine neue Gestaltgruppe.

Die Erfahrungen der letzten Gruppe haben mich darin bestärkt, dieses Angebot fortzuführen. Es war berührend zu erleben, wie viel entstehen kann, wenn Menschen sich in einem geschützten Rahmen begegnen – mit Offenheit, Neugier und ohne Bewertung.

Auf die Frage „Was war für dich besonders bedeutsam in dieser Gruppenerfahrung?“ antworteten die Teilnehmenden unter anderem:

• mich ehrlich zeigen
• im Hier und Jetzt sein
• bei mir sein
• Vertrauen erfahren
• mehr Gelassenheit und Entspannung
• den eigenen Körper bewusster erleben
• ein geschützter Raum
• Offenheit und Wertungsfreiheit
• Nähe zulassen

Diese Rückmeldungen spiegeln genau das wider, was Gestalttherapie für mich ausmacht: sich selbst und anderen authentisch zu begegnen und dabei neue Erfahrungen zu machen, die im Alltag etwas verändern können.

Wenn du neugierig geworden bist und dir einen Raum wünschst, in dem du dich selbst besser kennenlernen, ausprobieren und in Kontakt kommen kannst, dann findest du alle Informationen im Flyer und auf meiner Website. Bei Fragen kannst du dich auch gerne bei mir melden.

Ich freue mich auf eine neue Gruppe und darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

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PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG
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In der Psychotherapie gibt es verschiedene Wege, Veränderung zu ermöglichen. Vereinfacht gesagt lassen sich viele Ansätz...
09/06/2026

In der Psychotherapie gibt es verschiedene Wege, Veränderung zu ermöglichen. Vereinfacht gesagt lassen sich viele Ansätze in zwei Richtungen einordnen:
Top-Down und Bottom-Up.

Top-Down bedeutet:
Wir arbeiten über Bewusstheit, Reflexion und Verstehen. Wir betrachten Gedanken, Überzeugungen, innere Muster und Zusammenhänge.

Bottom-Up bedeutet:
Wir beziehen den Körper, das Nervensystem und das unmittelbare Erleben mit ein. Denn viele Erfahrungen werden nicht nur im Kopf gespeichert, sondern auch
körperlich.

Beide Perspektiven haben ihren Wert.
Wer ausschließlich versteht, warum etwas so ist, erlebt nicht automatisch Veränderung.
Wer ausschließlich fühlt, findet manchmal keine Orientierung oder Einordnung.

Deshalb arbeite ich mit einer Verbindung beider Ansätze.
Mich interessiert nicht nur, was du denkst, sondern auch, was du fühlst, wie dein Körper reagiert und was sich im Kontakt zeigt.

Denn nachhaltige Veränderung entsteht oft dort, wo Verstehen und Erleben zusammenfinden.

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Welche Seite fällt dir leichter?

Das Verstehen oder das Spüren?

Schreib es gern in die Kommentare.

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Oft denken wir bei Trauma an Krieg, Gewalt oder Katastrophen. Aber Entwicklungstraumata entstehen oft viel leiser.Nicht ...
09/05/2026

Oft denken wir bei Trauma an Krieg, Gewalt oder Katastrophen. Aber Entwicklungstraumata entstehen oft viel leiser.
Nicht unbedingt durch das objektiv Schlimmste,
sondern durch wiederholte Erfahrungen von Unsicherheit, emotionaler Isolation oder fehlender Resonanz in einer Phase, in der Bindung überlebenswichtig war.

Das macht dieses Thema so schwer greifbar: Betroffene relativieren häufig ihre Erfahrungen, weil „andere es schlimmer hatten“.
Doch das Nervensystem vergleicht nicht objektiv.
Es reagiert darauf, ob Sicherheit, Co-Regulation und Verbindung vorhanden waren.
Und genau deshalb verdienen auch diese unsichtbaren Prägungen Aufmerksamkeit.

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Manchmal sprechen wir mit uns selbst auf eine Weise, mit der wir niemals mit einem geliebten Menschen sprechen würden:„R...
07/05/2026

Manchmal sprechen wir mit uns selbst auf eine Weise, mit der wir niemals mit einem geliebten Menschen sprechen würden:

„Reiß dich zusammen.“
„So schlimm ist das nicht.“
„Andere schaffen das doch auch.“
„Warum kriege ich das nicht besser hin?“

Und oft merken wir gar nicht mehr, wie hart dieser innere Ton geworden ist.

Mitgefühl mit sich selbst bedeutet nicht, sich zu bemitleiden. Und auch nicht, alles gutzuheißen.
Es bedeutet, die eigene Erfahrung ernst zu nehmen, ohne sich dafür sofort abzuwerten.

In der Gestalttherapie geht es darum, mit dem in Kontakt zu kommen, was gerade tatsächlich da ist:

Erschöpfung.
Traurigkeit.
Überforderung.
Angst.
Wut.

Nicht, um darin stecken zu bleiben, sondern weil echter Wandel meistens dort beginnt, wo wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen.

Manchmal glauben wir, Selbstkritik mache uns leistungsfähiger. Kurzfristig kann sie antreiben.
Langfristig erzeugt sie oft innere Härte, Scham und Distanz zu uns selbst.

Mitgefühl dagegen schafft etwas anderes:
einen inneren Raum, in dem Entwicklung überhaupt erst möglich wird.

Vielleicht ist die wichtigere Frage also nicht:

„Warum bin ich so?“

Sondern:

„Wie gehe ich mit mir um, wenn ich so bin?“



Und vielleicht magst du dich heute einmal fragen:

Wie klingt eigentlich deine innere Stimme, wenn es dir nicht gut geht?



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EMOTIONALE GESUNDHEIT
INNERER DIALOG
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Der Song „Jede Träne“ von Florian Künstler berührt mich aktuell sehr und passt wunderbar zu Annahmen der Gestalttherapie...
11/04/2026

Der Song „Jede Träne“ von Florian Künstler berührt mich aktuell sehr und passt wunderbar zu Annahmen der Gestalttherapie.

Ungeweinte Trauer wird nicht zu Stärke. Sie wird zu Spannung, Rückzug, Gereiztheit oder einem diffusen Gefühl von „etwas stimmt nicht“.
Man kann Gefühle aufschieben, aber nicht auflösen.

In der Gestalttherapie gehen wir davon aus, dass alles, was nicht gefühlt, ausgedrückt oder abgeschlossen wird, offen bleibt. Es verschwindet nicht. Es bindet Energie. Es wirkt weiter. Leise im Hintergrund oder irgendwann laut im Vordergrund.

Heilung passiert nicht, indem wir Gefühle kontrollieren, sondern indem wir ihnen Raum geben. Im richtigen Tempo und in genug Sicherheit.
Manchmal ist der mutigste Schritt nicht, weiterzumachen, sondern stehen zu bleiben und zu fühlen, was längst da ist.

Die Macht der kleinen Worte - Teil 3In der Gestalttherapie achten wir sehr genau auf Sprache. Denn Sprache zeigt oft, wi...
08/04/2026

Die Macht der kleinen Worte - Teil 3

In der Gestalttherapie achten wir sehr genau auf Sprache. Denn Sprache zeigt oft, wie nah wir unserer eigenen Erfahrung gerade sind.

Wenn wir "man" sagen, sprechen wir über Menschen im Allgemeinen. Das schafft Distanz zum eigenen Erleben. Wenn wir "ich" sagen, sprechen wir über genau dieses.

"Man fühlt sich in solchen Situationen schnell überfordert." kann zu
"Ich fühle mich gerade überfordert." werden.

Ein kleines Wort und plötzlich entsteht mehr Kontakt zu dem, was tatsächlich da ist.

Häufig zeigt sich hier auch eine innere Polarität:
Ein Teil von mir spürt sehr klar, was ich brauche.
Und ein anderer Teil zögert, es als mein Bedürfnis auszusprechen.

Zum Beispiel:

für mich sorgen wollen
und gleichzeitig
mich selbst zurücknehmen wollen

In der Gestaltarbeit geht es darum, beide Seiten wahrnehmen zu können und die eigene Erfahrung wieder in Kontakt zu bringen.

Ein kleines Experiment für heute:
Achte einmal darauf, wann du "man" sagst.
Und frage dich kurz:
Wie würde dieser Satz klingen, wenn ich ihn mit "ich" beginne?

👉Speichere dir diesen Beitrag, um dich immer wieder daran zu erinnern.

👉Und nimm gerne Kontakt zu mir auf, wenn du Lust hast, deine eignen Sprach- und Denkmuster zu erforschen, um neue Erfahrungen zu machen.

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Die Macht der kleinen Worte - Teil 2"Eigentlich" wirkt harmlos. Und trotzdem taucht dieses Wort oft genau dort auf, wo e...
04/04/2026

Die Macht der kleinen Worte - Teil 2

"Eigentlich" wirkt harmlos. Und trotzdem taucht dieses Wort oft genau dort auf, wo etwas in uns nicht ganz zusammenpasst.

"Ich bin eigentlich zufrieden."
"Eigentlich mag ich gerne alleine sein."
"Eigentlich geht es mir gut."

Das Wort markiert oft einen inneren Impuls und gleichzeitig die Stelle, an der wir ihn abschwächen.
Und aus psychologischer Perspektive kann noch etwas anderes dahinterliegen:

Wir Menschen bestehen selten aus nur einer klaren Haltung. In uns wirken häufig Polaritäten.

Wenn jemand sagt: "Ich bin eigentlich zufrieden." kann das auch bedeuten:

"Ein Teil von mir ist zufrieden
und
ein anderer Teil ist es nicht."

"Ich bin eigentlich zufrieden."
heißt vielleicht dankbar sein und sich Veränderung wünschen.

"Eigentlich mag ich gerne alleine sein."
heißt vielleicht Nähe wollen und Abstand brauchen.

"Eigentlich geht es mir gut."
heißt vielleicht stark sein wollen und gleichzeitig erschöpft sein.

"Eigentlich" kann genau diesen Moment markieren: den Punkt, an dem eine zweite Seite auftaucht, die noch nicht ganz ausgesprochen ist.

Ein kleines Experiment für heute:
Wenn du dich selbst "eigentlich" sagen hörst, halte kurz inne und frage dich:

Welche zwei Seiten sind gerade da?

Zum Beispiel:

"Ein Teil von mir ist zufrieden und ein anderer Teil wünscht sich Veränderung."

Allein diese Klarheit verändert oft schon etwas im inneren Erleben.

👉Speichere dir diesen Beitrag, um dich immer wieder daran zu erinnern.

👉Und wenn du den nächsten Teil der Reihe nicht verpassen möchtest, folge mir gern.

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Die Macht der kleinen Worte - Teil 1"Aber" ist eines der am stärksten unterschätzten aggressiven Wörter in Gesprächen."I...
02/04/2026

Die Macht der kleinen Worte - Teil 1

"Aber" ist eines der am stärksten unterschätzten aggressiven Wörter in Gesprächen.

"Ich verstehe dich, aber ..."

Es löscht das, was davor gesagt wurde und erzeugt Rechtfertigung und Abwehr.

"Und" hingegen verbindet.

Menschen bestehen aus scheinbaren Gegensätzen, die in Verbindung stehen. In der Gestalttherapie sprechen wir von Polaritäten:

stark UND verletzlich
mutig UND ängstlich
verbunden UND autonom

Es geht nicht darum, dass eine Seite gewinnt, sondern dass wir lernen, beide Seiten gleichzeitig zu halten.

Ein kleines sprachliches Experiment kann das verdeutlichen:

Ersetze heute einmal "aber" durch "und".

"Ich sehe deinen Punkt UND ich sehe meinen."

Die Dynamik im Gespräch verändert sich sofort.

Probier es aus und beobachte, was passiert.

👉Speichere dir diesen Beitrag gern, um dich immer wieder daran zu erinnern.

👉Und wenn du mehr über Sprache, Beziehungsmuster und psychologische
Zusammenhänge lesen möchtest, folge mir gern für die nächsten Teile der Serie.

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