08/09/2026
Ihr Lieben,
Dass Mental Health und Tiermedizin eng miteinander verbunden sind, ist nichts Neues mehr und durch zahlreiche Studien immer und immer wieder belegt. Die Gründe sind zahlreich: ein tief verwurzelter Perfektionismus, die Angst vor Fehlern, vor cholerischen Vorgesetzten, Euthanasien, Hetzkampagnen von Besitzern und vieles mehr.
Ich persönlich bin sehr froh, dass sich die Zeiten langsam, aber sicher ändern und Mental Health in der Tiermedizin einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Nicht zuletzt durch die Mühen sehr toller Kollegen gibt es inzwischen Institutionen wie die VetHilfe e. V., Profs, die sich für eine gesunde Fehlerkultur einsetzen, und ich weiß von immer mehr Chefs, die sich wirklich liebevoll um ihre Angestellten und ihre Belange kümmern.
Ich hatte vor allem in meinen Anfangszeiten in der Tiermedizin sehr stark mit psychischen Problemen zu kämpfen – und Teile davon holen mich auch heute noch immer wieder ein.
Umso wichtiger ist es mir, diesen ungesunden Cycle zu durchbrechen. Niemand von uns ist perfekt und niemand wird es je sein. Ich bin mir meiner eigenen Fehler durchaus bewusst und arbeite ständig daran, ein besserer Mensch zu sein. Wir arbeiten jeden Tag daran, Stück für Stück besser und glücklicher zu werden – und genau das wünschen wir uns auch für unsere Mitarbeiter.
Ich möchte Menschen auf ihrem Lebensweg unterstützen und ein Safety Net bieten – für persönliche genauso wie für fachliche Entwicklung. Einen Ort, an dem man Fehler ansprechen, Unsicherheiten zugeben, um Hilfe bitten und auch einfach mal sagen darf: „Heute geht es mir nicht gut.“
Jeder von uns hat seine Macken, Quirks und Dämonen. Solange wir gemeinsam darüber sprechen, kann vieles besser werden.
Passt auf euch auf. Redet miteinander. Bringt jeden Tag ein bisschen mehr Liebe in die Welt. Und sucht euch Hilfe, wenn ihr das Gefühl habt, ihr könntet sie brauchen. Ihr seid nicht allein.
Mit ganz viel Liebe von Kreta ❤️,
Saskia