24/05/2026
„ISG blockiert.“
Einer der häufigsten Sätze überhaupt, sobald Schmerzen rund um unteren Rücken, Gesäß oder Becken entstehen. Danach beginnt oft die gleiche Reise: einrenken, drücken, Wärme, Rollen, wieder einrenken — kurzfristig etwas besser, dann kommt das gleiche Gefühl zurück.
Und genau deshalb lohnt sich die Frage, was dort eigentlich wirklich passiert.
Denn das ISG ist kein loses Gelenk, das ständig wild „herausspringt“ oder sich nach Belieben verkantet. Das Iliosakralgelenk ist extrem kräftig gesichert und vor allem dafür gebaut, Kräfte zwischen Oberkörper und Unterkörper zu übertragen. Genau deshalb besitzt es auch nur einen sehr kleinen Bewegungsumfang.
Trotzdem wird häufig so gesprochen, als könnten einzelne Menschen mit „Zauberhänden“ oder einem kurzen Abtasten exakt feststellen, dass dort gerade etwas „blockiert“ sei. Genau da wird es aus meiner Sicht schwierig.