14/07/2026
Nach einem Schlaganfall ist oft nichts mehr wie vorher. Dinge, die wir jahrelang automatisch gemacht haben, fühlen sich plötzlich an wie das Besteigen eines Achttausenders. 🏔️
Dahinter steckt kein böser Wille, sondern ein riesiges Puzzle im Gehirn, das neu zusammengesetzt werden muss. Drei Hauptakteure spielen dabei die größte Rolle:
Feinmotorik: Die Finger wollen einfach nicht das tun, was der Kopf vorgibt. Einen Stift halten oder die Gabel stabil führen? Ein täglicher Kampf.
Kraftdosierung: Wie fest muss ich zudrücken? Greift man zu locker, fällt das Glas um. Greift man zu fest, geht etwas kaputt. Das Feingefühl für Druck muss neu erlernt werden.
Räumliche Wahrnehmung: Wo fängt der Teller an? Wie weit ist die Tasse entfernt? Wenn das Gehirn Abstände nicht mehr richtig einschätzt, greift man oft daneben.
Die unsichtbaren Hürden im Alltag:
✍️ Schreiben & Rechnen: Die Koordination der Finger trifft auf die Konzentration. Zahlenreihen verrutschen im Raum, Linien können schwer gehalten werden.
📖 Lesen: Die räumliche Wahrnehmung streikt – Zeilen werden übersprungen, der Anfang der nächsten Zeile wird nicht direkt gefunden.
🍽️ Essen: Das Zusammenspiel aus Kraft (Besteck halten), Feinmotorik (Essen aufspießen) und Wahrnehmung (den Mund treffen) macht Mahlzeiten zum Marathon.
Die gute Nachricht? Das Gehirn ist wunderbar anpassungsfähig (neuroplastisch). Mit gezieltem Training kann es lernen, sich neu zu verdrahten. Schritt für Schritt zurück in die Selbstständigkeit. 🧠💪
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Ab dem 15. August werden bei uns in der Ergotherapie wieder Termine für neue Patientinnen und Patienten frei. Wir begleiten dich oder deine Angehörigen Schritt für Schritt auf dem Weg zurück in den Alltag.
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