04/09/2026
KINDERARZT IM RADIO - Kritik am Beitragsstabilisierungsgesetz
Im Juli wurde beschlossen, dass ab Januar 2027 die vollständige Vergütung von Leistungen wie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen eingeschränkt wird.
Das bedeutet: Wenn das vorgesehene Vergütungsvolumen ausgeschöpft ist, kann eine Praxis nicht einfach unbegrenzt weiterarbeiten und davon ausgehen, dass jede zusätzliche Vorsorgeuntersuchung und Impfung zum regulären Betrag vergütet wird. Wo genau die Grenze des Vergütungsvolumens liegen wird, bleibt derzeit abzuwarten. Klar ist jedoch schon jetzt: Bei einer solchen Ausgabenbegrenzung werden Kinderarztpraxen ihr Leistungsangebot an die verfügbaren finanziellen Mittel anpassen müssen.
Gleichzeitig ist der Druck hoch, trotz begrenzter Finanzierung mehr Leistungen anzubieten. So soll die Vorsorgeuntersuchung U10 künftig für alle Kinder zur Verfügung stehen. Grundsätzlich ist das medizinisch sehr sinnvoll. Die entscheidende Frage ist jedoch: Woher kommt das Budget für diese zusätzliche Leistung?
Herr Dr. Geerkens spricht darüber in einem Interview mit Michael Imhof auf WDR 5: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/media/p/public/weltweit/2026/09/01/c9294560-4482-4e35-9e41-07568dd11423/c9294560-4482-4e35-9e41-07568dd11423_MP3-128.mp3