24/08/2026
Ich habe jahrelang einen der größten Irrtümer geglaubt, die wir als Mütter mit uns herumtragen:
„Wenn die Kinder erst groß sind, habe ich wieder Zeit für mich. Dann kümmere ich mich um meine Gesundheit. Dann ziehe ich die Handbremse.“
Bis es mich mitten im Hamsterrad getroffen hat: Mein Leben findet HEUTE statt. Und meine Kinder schauen mir jeden einzelnen Tag dabei zu.
Als Mutter frage ich mich oft: Was wünsche ich mir eigentlich für die Zukunft meiner Tochter?
Ich wünsche mir, dass sie unabhängig ihren Weg geht. Dass sie Partnerschaften auf Augenhöhe führt. Dass sie Konflikte und schwierige Gefühle aushalten kann, ohne dass sie ihr die Freude am Leben rauben. Ich wünsche mir, dass sie Spaß an Bewegung hat, Freude am Tanzen verspürt und Menschen mit offenem Herzen begegnet.
Aber wie soll sie das lernen, wenn ich ihr das Gegenteil vorlebe?
Wenn ich ihr zeige, dass man sich für andere aufopfern muss. Dass Gesundheit zweitrangig ist. Dass man immer nur funktioniert und Pausen erst erlaubt sind, wenn man zusammenbricht.
Psychologisch gesehen kopieren unsere Kinder nicht unsere Ratschläge – sie spiegeln unser Nervensystem. Wenn wir Dauerstress, Ausreden („keine Zeit, kein Geld“) und das Warten auf Rettung im Außen vorleben, geben wir genau diese Muster unbewusst weiter.
Die Entscheidung, Eigenverantwortung für deine Gesundheit und deine Grenzen zu übernehmen, triffst du nicht nur für dich. Du triffst sie für die Generation nach dir.
Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur anfangen, vorzuleben, dass das Leben heute lebenswert ist. Mit allem, was dazugehört.
💬 Hand aufs Herz: Welches Gefühl oder welches Verhalten möchtest du deinen Kindern heute nicht mehr unbewusst vorleben?