03/09/2026
„Nutznießerinnen und Nutznießer“ des Gesundheitssystems.
Dieses Wort lässt uns nicht los.
Als Bundeskanzler Friedrich Merz die Kinderärztin Dr. med. Maria Bea Merscher Alves | Kinderärztin | Mama² | MPH als „Nutznießerin“ des Gesundheitssystems bezeichnete, hat uns das getroffen.
Denn Ärztinnen, Pflegekräfte, Therapeutinnen, Rettungskräfte, medizinische Fachangestellte, Hebammen und viele weitere sind nicht einfach „Nutznießer“ dieses Systems.
Sie sind diejenigen, die es jeden Tag tragen.
Sie übernehmen Dienste, springen ein, arbeiten nachts und an Feiertagen, tragen enorme Verantwortung – und leisten unzählige Stunden, die auf keiner Abrechnung sichtbar werden.
Wir erleben das täglich in der außerklinischen Geburtshilfe.
Unsere Arbeit beginnt lange vor einer Geburt: mit Rufbereitschaft rund um die Uhr. Über Wochen richten wir unser Leben danach aus, jederzeit losfahren zu können.
Wenn das Telefon klingelt, sind wir da.
Drei Stunden. Zwölf Stunden. Die ganze Nacht.
Genau deshalb betrachten wir das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz mit Sorge.
Natürlich muss unser Gesundheitssystem finanzierbar bleiben. Aber die entscheidende Frage ist:
Wo sparen wir?
Bei Bürokratie und ineffizienten Strukturen?
Oder bei den Menschen, die Versorgung jeden Tag möglich machen?
Denn begrenzte Vergütungen können am Ende weniger Personal, weniger Zeit, weniger Rufbereitschaft, weniger Praxen und auch weniger Geburtshäuser bedeuten.
Deshalb, Herr Bundeskanzler Bundeskanzler Friedrich Merz
Begleiten Sie uns.
Einen Tag in einer Kinderarztpraxis.
Eine Schicht in der Pflege.
Eine Nacht im Rettungsdienst.
Einen Dienst im Kreißsaal.
Und erleben Sie, was hinter dem Wort „Versorgung“ tatsächlich steht.
Natürlich profitieren wir alle von unserem Gesundheitssystem.
Aber diejenigen, die es jeden Tag tragen, sind nicht einfach seine „Nutznießer“.
Gute Versorgung ist keine Selbstverständlichkeit.
Sie wird jeden Tag von Menschen möglich gemacht.