30/09/2026
Heute findet der Bundesweite Aktionstag Glückspielsucht statt. Zu diesem Anlass möchten wir heute über die geschlechtsspezifischen Aspekte von Glücksspielerinnen aufmerksam machen.
Das gesellschaftliche Bild des risikobereiten, impulsiven und aktiven Glücksspielers steht im Gegensatz zu den Assoziationen, die die Gesellschaft von Frauen im Kopf hat.
2021 betrug der Anteil der Bevölkerung in Deutschland an Personen, die Glücksspiele gespielt haben, bei Männern 35 % und bei Frauen 25 %. Von einer Glücksspielstörung sind hingegen 1,1 % Frauen und 3,5 % Männer betroffen.1
Die Zahlen zeigen also, dass durchaus auch Frauen von Glücksspielsucht betroffen sind. Doch das Glücksspielverhalten unterscheidet sich.
Frauen beginnen etwa 10 Jahre später als Männer mit den Glücksspielen, entwickeln jedoch schneller Symptome. Die Zeit für Glücksspiele pro Spieltag ist bei Frauen höher, die Schulden sowie die Straffälligkeit hingegen geringer. Pathologische Glücksspielerinnen haben häufiger psychische Begleiterkrankungen wie z.B. Depressionen und Angststörungen sowie Traumata und spielen zur Ablenkung von unangenehmen Gefühlen.2
Doch was bei beiden Geschlechtern gleich ist: Frauen können, genauso wie Männer, Hilfe in Anspruch nehmen!
In unseren vier psychosozialen Beratungsstellen in Stadt und Landkreis München unterstützen wir Glücksspielerinnen und Glücksspieler dabei, einen Weg aus der Sucht heraus zu finden.
Melden Sie sich telefonisch unter 089 / 33 20 20
oder per Mail unter [email protected]
für ein kostenfreies Beratungsgespräch.
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Quellen:
1Schütze, C., Kalke, J., Möller, V., Turowski, T., & Hayer, T. (2023). Glücksspielatlas Deutschland 2023: Zahlen, Daten, Fakten. Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen & Arbeitseinheit Glücksspielforschung der Universität Bremen.
2https://gluecksspielsucht-nrw.de/angehoerige-familie/frauen-spielen-anders/