14/10/2026
Wie fortgeschritten bist Du in Deiner Yogapraxis?
Mich beschäftigt schon lange die Frage, woran wir Fortschritt im Yoga eigentlich messen.
An der Tatsache, dass wir unsere Zehen berühren können? An einem definierten Bizeps? An der Anzahl an Jahren, die wir bereits praktizieren?
Ich glaube, die viel interessantere Entwicklung findet im Inneren statt.
Wir bringen schließlich alles mit auf unsere Matte.
Unsere Gewohnheiten, Erwartungen, Bewertungen. Unseren Ehrgeiz, unsere Ungeduld und die Art, wie wir auf Herausforderungen reagieren.
Und manchmal üben wir jahrelang Yoga, während wir genau diese Muster immer weiter wiederholen.
Die Yogaphilosophie kennt dafür einen interessanten Ansatz: Abhyasa und Vairagya. Beharrliches Üben und die Fähigkeit, nicht am Ergebnis zu haften.
Wir üben mit Aufmerksamkeit und Hingabe.
Und lernen gleichzeitig, uns weniger über unsere Leistung zu definieren.
So wird eine herausfordernde Haltung zu einer Gelegenheit, uns selbst besser kennenzulernen.
Wie reagiere ich, wenn etwas schwierig wird? Kann ich bei mir bleiben? Kann ich meine Grenzen wahrnehmen, ohne mich dafür klein zu machen oder abzustrafen?
Und irgendwann entsteht dieser kleine, wertvolle Raum zwischen dem, was wir erleben, und der Art, wie wir darauf reagieren.
Ein Raum, der uns auch jenseits der Matte neue Möglichkeiten eröffnet.
Vielleicht liegt der eigentliche Fortschritt im Yoga darin, dass wir immer bewusster entscheiden können, wie wir uns selbst und dem Leben begegnen.
Was denkst Du darüber?
Moving you with love & intention,
Deine Anki